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29.11.2012
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Modekette

Zara verspricht Kleidung ohne Schadstoffe

REUTERS

Tüte von Zara: Strategie der "Null-Belastung"

Bei der spanischen Modekette Zara sollen Kunden in spätestens acht Jahren mit gutem Gefühl einkaufen können. Bis 2020 will das Unternehmen alle gesundheits- und umweltschädlichen Chemikalien aus seinen Kleidungsstücken verbannen. Greenpeace spricht von einem Meilenstein.

La Coruna/Hamburg - Das spanische Modeunternehmen Zara will bis zum Jahr 2020 ohne gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien Kleidungsstücke herstellen lassen. Der Dachkonzern Inditex, zu dem neben Zara auch eine Reihe anderer Modemarken gehört, verpflichtete sich in einer Erklärung zu einer Strategie der "Null-Belastung".

Bereits ab dem kommenden Jahr soll der Einsatz bestimmter Chemikalien unterbunden werden, teilte der Konzern mit. Zudem werde das Unternehmen in Textilfabriken und Zulieferfirmen Inspektionen vornehmen und offenlegen, welche Stoffe eingesetzt werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht die Ankündigung des spanischen Unternehmens als Resultat einer internationalen Kampagne. "Dies ist ein Meilenstein für eine saubere Textilproduktion", sagte die Chemie-Expertin der Organisation, Christiane Huxdorff. "Die gesamte Modebranche muss dem Marktführer nun folgen."

Inditex versicherte, das Unternehmen habe sich schon immer einer umwelt- und gesundheitsfreundlichen Produktion verpflichtet gefühlt. Die im Mai aufgenommenen Gespräche mit Greenpeace seien ein Teil dieser Strategie.

mmq/dpa

Forum

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insgesamt 12 Beiträge
1. gutes gewissen
iceba 29.11.2012
auch wenn das eine gute maßnahme ist: ein gutes gewissen hätte ich nur dann, wenn sich zara zu verschärften brandschutz- und arbeitsschutzbestimmungen in den zulieferverfabriken verpflichten würde.
auch wenn das eine gute maßnahme ist: ein gutes gewissen hätte ich nur dann, wenn sich zara zu verschärften brandschutz- und arbeitsschutzbestimmungen in den zulieferverfabriken verpflichten würde.
2. Dies sollte Schule machen!
n01 29.11.2012
Generell eine tolle Idee, und es bleibt zu hoffen, das es a: deutlich früher als bis 2020 möglich ist (warum ist das nicht möglich?)und b: sich andere Bekleidungsunternehmen dieser Maßnahme anschließen werden. Da [...]
Zitat von sysopBei de
Generell eine tolle Idee, und es bleibt zu hoffen, das es a: deutlich früher als bis 2020 möglich ist (warum ist das nicht möglich?)und b: sich andere Bekleidungsunternehmen dieser Maßnahme anschließen werden. Da ich sowieso sehr empfindlich auf kratzende und syntetische Stoffe reragiere, muss ich nicht auch noch irgendwelche Chemiecocktails an mir ranlassen. Der Arbeitsschutuz in den produzierenden Ländern muss natürlich auch beachtet werden. Oder stellt Zara direkt in Spanien her? n01
3. wer soll das glauben
ein-dummer-junge 29.11.2012
billig billig billig auch bei der Modekette aus Spanien.
billig billig billig auch bei der Modekette aus Spanien.
4.
Klothilde Stubenrein 29.11.2012
Zara ist aufgrund des Geschäftsmodells, wonach es vom Entwurf bis zur Auslage im Ladengeschäft nur ein bis zwei Wochen dauert, auf eine kurze Lieferkette angewiesen. Aus China oder Bangladesch geht nicht. Die meisten [...]
Zitat von n01Generell eine tolle Idee, und es bleibt zu hoffen, das es a: deutlich früher als bis 2020 möglich ist (warum ist das nicht möglich?)und b: sich andere Bekleidungsunternehmen dieser Maßnahme anschließen werden. Da ich sowieso sehr empfindlich auf kratzende und syntetische Stoffe reragiere, muss ich nicht auch noch irgendwelche Chemiecocktails an mir ranlassen. Der Arbeitsschutuz in den produzierenden Ländern muss natürlich auch beachtet werden. Oder stellt Zara direkt in Spanien her? n01
Zara ist aufgrund des Geschäftsmodells, wonach es vom Entwurf bis zur Auslage im Ladengeschäft nur ein bis zwei Wochen dauert, auf eine kurze Lieferkette angewiesen. Aus China oder Bangladesch geht nicht. Die meisten Lieferanten von Zara befinden sich deshalb in Europa oder Nordafrika.
5. Hauptsache billig!
wernerz 29.11.2012
Bei aller berechtigten Missbilligung der Herstellungsweise von Billigtextilien in Fernost ist doch ein springender Punkt an der Sache, dass die überwiegende Zahl der Käufer keinen Gedanken darauf verschwenden, dass z. B. der [...]
Bei aller berechtigten Missbilligung der Herstellungsweise von Billigtextilien in Fernost ist doch ein springender Punkt an der Sache, dass die überwiegende Zahl der Käufer keinen Gedanken darauf verschwenden, dass z. B. der geforderte Endpreis von € 2,99 für ein Shirt im Grunde völlig unmöglich ist und sie im Grunde durch ihren Kauf die Mitverantwortlichen für die menschenverachtende Herstellungsweise dieser Textilien sind. Letztendlich würden die Meisten sicherlich auch einen angemessenen Preis für ein Kleidungsstück bezahlen, welches unter menschenwürdigen hergestellt wurde. Solange jedoch die beteiligten Konzerne, als Hauptverantwortliche dieser Tragödie, a u s s c h l i e s s l i c h auf ihre Rendite bedacht sein werden, wird sich sicherlich, zumindest kurzfristig, daran nichts ädern.

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