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07.12.2012
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Verdacht auf Bilanztricks

Finanzaufsicht soll von Risiken der Deutschen Bank gewusst haben

Getty Images

Deutsche-Bank-Türme in Frankfurt: Verschleierte Verluste von bis zu zwölf Milliarden?

Hätte die Finanzaufsicht BaFin von angeblichen Bilanztricks der Deutschen Bank wissen können? Das behaupten Insider laut "Financial Times". Ärger mit der US-Behörde SEC wäre damit programmiert.

London/Frankfurt am Main - Die Finanzaufsicht BaFin ist die wichtigste Kontrollbehörde für das Kreditwesen in Deutschland. Doch laut einem Bericht der "Financial Times" könnte sie bei der Überwachung der Deutschen Bank zeitweise versagt haben. Demnach hätte die Behörde von möglicherweise verschleierten Milliardenverlusten bei dem Institut wissen können. Schließlich seien Mitarbeiter der BaFin zwischen 2008 und 2009 regelmäßig an Prüfungsausschüssen der Bank beteiligt gewesen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Insider.

Die Behörde wollte sich auf SPIEGEL-ONLINE-Anfrage zu einer möglichen Teilnahme an den Ausschüssen nicht äußern, wies die Vorwürfe aber entschieden zurück.

Drei ehemalige Deutsche-Bank-Mitarbeiter beschuldigen das größte deutsche Geldhaus, in den ersten Jahren der Finanzkrise Milliarden an Buchverlusten nicht ausgewiesen zu haben. Dadurch habe die Bank, die ohne Staatshilfe durch die Krise gekommen ist, ihre Bilanzen schöngerechnet. Die Deutsche Bank weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Der "Financial Times" ("FT") zufolge geht es um verschleierte Verluste in Höhe von bis zu zwölf Milliarden Dollar.

Die neuen Erkenntnisse der Zeitung könnten zu Ärger mit der amerikanischen Finanzaufsicht SEC führen, die den Fall schon seit längerem prüft. Denn sollten die Amerikaner tatsächlich gegen die Deutsche Bank Chart zeigen vorgehen, könnte die sich auf die Kontrolle der BaFin berufen - schließlich hatten die deutschen Aufseher nichts zu beanstanden.

Insidern zufolge sollen die neuen Mitarbeitervorwürfe den Aufsichtsrat der Deutschen Bank alarmiert haben. Die Aufseher wollten "Antworten vom Management", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Vorwürfe seien zwar alt. Doch das Ausmaß, über das in dieser Woche in Medien berichtet worden war, sei neu. Ein anderer Insider sagte, der Aufsichtsrat wolle sich mit dem Thema bei seiner nächsten Sitzung befassen.

Die Vorwürfe gegen die Deutsche Bank hatten durch Aussagen des früheren Mitarbeiters Eric Ben-Artzi neue Nahrung bekommen. Dieser hatte eine Beschwerde bei der SEC eingereicht, nachdem seine Warnungen intern nach eigenen Angaben ignoriert wurden.

Die Informantenschutzorganisation Government Accountability Project (GAP) bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass Ben-Artzi lediglich 17 Monate bei der Deutschen Bank gearbeitet hat. GAP-Mitarbeiter Tom Devine bestritt jedoch Aussagen, wonach Ben-Artzi seine Arbeit dort erst aufnahm, als bereits eine interne Untersuchung der Vorwürfe begonnen hatte. "Es war umgekehrt. Die Bank begann die Untersuchung, nachdem Dr. Ben-Artzi intern Alarm geschlagen hatte, weil er durch die Bewertungslücke einen Betrug befürchtete."

In der Deutschen Bank nahestehenden Kreisen wurde dieser Darstellung widersprochen. Als Ben-Artzi seinen Job antrat, habe das Institut bereits eine Untersuchung bei der Anwaltskanzlei Fried Frank in Auftrag gegeben.

yes/dab/Reuters

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insgesamt 52 Beiträge
1. Der Aufseher ist schuld weil alle bescheißen?
pepe_sargnagel 07.12.2012
Selbstverständlich ist nicht der Trickser schuld. Jeder soll so viele Steuern hinterziehen wie er nur kann und damit die Wirtschaft stärken (laut Münchau's Logik). Schuld daran, dass sich dann keiner mehr ans Gesetz hält und [...]
Zitat von sysopHätte die Finanzaufsicht BaFin von angeblichen Bilanztricks der Deutschen Bank wissen können? Das behaupten Insider laut "Financial Times". Ärger mit der US-Behörde SEC wäre damit programmiert. BaFin soll von Tricks bei der Deutschen Bank gewusst haben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bafin-soll-von-tricks-bei-der-deutschen-bank-gewusst-haben-a-871557.html)
Selbstverständlich ist nicht der Trickser schuld. Jeder soll so viele Steuern hinterziehen wie er nur kann und damit die Wirtschaft stärken (laut Münchau's Logik). Schuld daran, dass sich dann keiner mehr ans Gesetz hält und keiner mehr bereit ist der Gesellschaft einen Dienst zu erweisen (auch sich, da man ja selbst die Infrastruktur nützt) ist die Aufsicht. Wir brauchen entweder eine GESTAPO oder eine STASI, um volle Kontrolle herzustellen. Die "Trickser" sollte man übrigens nur mit einigen Worten maßregeln, so dass sie es nie wieder tun werden. Verdrehte Welt? Der Aufseher ist schuld weil alle bescheißen? Der Aufseher braucht einfache Regeln, so dass er Betrügereien schnell aufspüren kann und handeln kann. Aber man braucht auch eine Gesellschaft in der der Ehrliche nicht der Dumme ist. Leider leben wir in "griechischen Zeiten" (die FDP nennt es spätrömische Dekadenz) - und das in Deutschland.
2.
GuidoHülsmannFan 07.12.2012
Der Bürger zockt. Er glaubt den ganzen Humbug von "Bankenaufsicht" und "Bankeinlagensicherungsfonds" und "ESM/EFSF", "Bankregulierung". Die alten Regeln aus dem Aktiengesetz, Strafgesetz, [...]
Der Bürger zockt. Er glaubt den ganzen Humbug von "Bankenaufsicht" und "Bankeinlagensicherungsfonds" und "ESM/EFSF", "Bankregulierung". Die alten Regeln aus dem Aktiengesetz, Strafgesetz, vor allen Dingen aber die MARKTPLEITE will der Bürger nicht, er will sich von den Muttis und Steinbrücks und Co. die Verantwortung abnehmen lassen, dann aber auf sie schimpfen. Das war ein böser, böser Fehler- eigenes Verschulden, wenn die Erspartes weg ist.
3. ...
rainer_unsinn 07.12.2012
Euer großer Ackerman war eben auch nur ein Blender und Abstauber. Er hat seine Schäfchen jetzt schön im Trockenen, was auch sonst. Einen richtigen Schuldigen wird es am Ende nicht geben. Die Betrogenen können dann in [...]
Zitat von sysopHätte die Finanzaufsicht BaFin von angeblichen Bilanztricks der Deutschen Bank wissen können? Das behaupten Insider laut "Financial Times". Ärger mit der US-Behörde SEC wäre damit programmiert. BaFin soll von Tricks bei der Deutschen Bank gewusst haben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bafin-soll-von-tricks-bei-der-deutschen-bank-gewusst-haben-a-871557.html)
Euer großer Ackerman war eben auch nur ein Blender und Abstauber. Er hat seine Schäfchen jetzt schön im Trockenen, was auch sonst. Einen richtigen Schuldigen wird es am Ende nicht geben. Die Betrogenen können dann in 20-30 Jahren über ihre mickrige Privatrente klagen. Aber ändern wird das dann nix mehr. Wenn es gut läuft wird die staatliche Pflichtrente wieder eingeführt. Weil von den Privatrenten haben nur die profitiert die sie auch angeboten haben. Ansonsten viel Spaß in der Altersarmut. Eure Rente könnt ihr dann in Dubai besichtigen, wenn ihr es euch das dann noch leisten könnt.
4. Komplexe Geschäfte
ihawk 07.12.2012
Der Vorstand und insbesondere der Aufsichtsrat ist das Geld nicht wert, wenn die Bilanzen nicht stimmen. Sollte sie tatsächlich in Unkenntnis eines Milliardenlochs sein ist Unfähigkeit oder kriminelle Energie im Spiel. Sei es wie [...]
Der Vorstand und insbesondere der Aufsichtsrat ist das Geld nicht wert, wenn die Bilanzen nicht stimmen. Sollte sie tatsächlich in Unkenntnis eines Milliardenlochs sein ist Unfähigkeit oder kriminelle Energie im Spiel. Sei es wie es soll, auch Herr Ackermann muss persönliche Konsequenzen für die unter seiner Führung entstandenen Schäden tragen.
5. Es gibt nur eines eines zu sagen
querdenker13 07.12.2012
Es klingt schon sehr anrüchig. Der Verdacht:*'Wer gut schmiert, der gut fährt.'*, kommt einem da schon in den Sinn.
Zitat von sysopHätte die Finanzaufsicht BaFin von angeblichen Bilanztricks der Deutschen Bank wissen können? Das behaupten Insider laut "Financial Times". Ärger mit der US-Behörde SEC wäre damit programmiert. BaFin soll von Tricks bei der Deutschen Bank gewusst haben - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bafin-soll-von-tricks-bei-der-deutschen-bank-gewusst-haben-a-871557.html)
Es klingt schon sehr anrüchig. Der Verdacht:*'Wer gut schmiert, der gut fährt.'*, kommt einem da schon in den Sinn.

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