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19.12.2012
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Geretteter Pleitekonzern

US-Regierung will bei GM aussteigen

ddp

GM-Fahne: US-Regierung steigt aus

In der Wirtschaftskrise hatte die US-Regierung General Motors mit 50 Milliarden Dollar vor dem Untergang gerettet - nun steigt der Staat aus: In gut einem Jahr will Amerika seine Anteile an dem Autokonzern abstoßen. Die Aktie legt kräftig zu.

Detroit - Nach der milliardenschweren Rettung des Autobauers General Motors (GM) in der Wirtschaftskrise steigt die US-Regierung wieder aus. In 12 bis 15 Monaten wolle man die komplette Beteiligung von 500 Millionen Aktien verkaufen, teilte Finanzminister Timothy Geithner am Mittwoch mit.

GM selber wird demnach rund 200 Millionen Papiere für 5,5 Milliarden Dollar zurückkaufen. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die übrigen Anteile will die Regierung am Markt loswerden. Zuletzt hatte der Staat noch gut 30 Prozent an GM gehalten. Die Aktie legte zu Handelsbeginn um mehr als acht Prozent zu.

In der Auto-Krise 2008/2009 hatte die Regierung GM mit rund 50 Milliarden US-Dollar vor dem Untergang gerettet und im Gegenzug 61 Prozent der Aktien erhalten. Ende 2010 kehrte der zuletzt zweitgrößte Autobauer der Welt zurück an die Börse, und der Staat reduzierte seinen Anteil auf ein Drittel. Ein Großteil der damals bei dem Börsengang eingesammelten 23,1 Milliarden Dollar floss in die Staatskasse.

Mittlerweile steht GM wieder auf eigenen Beinen - nur die Tochter Opelschreibt wegen der europäischen Absatzkrise hohe Verluste. Erst vor knapp zehn Tagen hatte das Unternehmen angekündigt, am Standort Bochum nur noch bis 2016 Autos zu bauen.

ssu/dpa

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