Lade Daten...
17.01.2013
Schrift:
-
+

Sparkurs

Commerzbank streicht rund 6000 Stellen

dapd

Filiale und Zentrale der Commerzbank: Blick auf das höchste Gebäude Deutschlands

Die Commerzbank plant einen drastischen Stellenabbau: Rund 6000 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Im Rahmen seiner neuen Strategie will das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut deutlich die Kosten senken.

Frankfurt am Main/Hamburg - Die im Zuge der Finanzkrise teilverstaatlichte Commerzbank ist angeschlagen: Jetzt will das Geldhaus im Rahmen eines Sparprogramms etwa 6000 Stellen im Konzern streichen. Das berichten übereinstimmend das "Wall Street Journal" ("WSJ") sowie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Donnerstagabend, jeweils unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Laut "WSJ" könnten sogar bis zu 6500 Stellen wegfallen. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Personalabbau sollen im Februar beginnen. Nach eigenen Angaben hatte das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut im dritten Quartal 2012 knapp 56.300 Mitarbeiter.

Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Martin Blessing, hatte bereits Anfang November bei der Vorstellung der neuen Strategie angekündigt, bis 2016 zwei Milliarden Euro investieren zu wollen und die Kosten zugleich unter der heutigen Marke von knapp 7,3 Milliarden Euro zu halten. Wie viele Stellen dabei wegfallen sollten, sagte Blessing damals nicht. "Klar ist aber, dass es hier durchaus auch zu größeren Einschnitten kommen wird", kündigte er an.

Zuletzt hatte Blessing angekündigt, dass die Commerzbank die milliardenschwere Staatshilfe vorerst nicht zurückzuzahlen will. "Wir werden die stille Einlage des Bundes verzinsen, daher gibt es auch keinen Druck, sie zurückzuzahlen", sagte Blessing Ende Dezember der "Süddeutschen Zeitung".

Privatkundenvorstand Martin Zielke hatte Anfang der Woche im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den Druck auf die Arbeitnehmer mit der Forderung nach flexibleren Arbeitszeiten erhöht. "Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, umso stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen", sagte er dem Blatt. Bis zum Sommer sollten die Gespräche mit dem Betriebsrat über Stellenabbau und Einsatzzeiten der Filialmitarbeiter abgeschlossen sein, hieß es dort.

bos/AFP/dapd

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
1. still?
gundi 17.01.2013
mag sich der stille Teilhaber im Wahljahr dazu äußern oder hält er es wie mit der Beteiligung ... still
mag sich der stille Teilhaber im Wahljahr dazu äußern oder hält er es wie mit der Beteiligung ... still
2. Unvermeidlich
Europa! 17.01.2013
Nach der (nicht ganz freiwilligen) Übernahme der Dresdener Bank war ein Personalabbau leider überfällig. Allerdings könnte es auch nicht schaden, wenn man die Öffnungs- und Beratungszeiten der Bank deutlich erweitern würde.
Zitat von sysopDie Commerzbank plant einen drastischen Stellenabbau: Rund 6000 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Im Rahmen seiner neuen Strategie will das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut deutlich die Kosten senken. Sparkurs: Commerzbank streicht bis zu 6000 Stellen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sparkurs-commerzbank-streicht-bis-zu-6000-stellen-a-878265.html)
Nach der (nicht ganz freiwilligen) Übernahme der Dresdener Bank war ein Personalabbau leider überfällig. Allerdings könnte es auch nicht schaden, wenn man die Öffnungs- und Beratungszeiten der Bank deutlich erweitern würde.
3. Komisch
hansjot23 17.01.2013
Wer wird danach die anfallende Mehrarbeit machen? Werden die verbleibenden 90 % der Belegschaft das tun? Warum taten sie es nicht bisher schon? Ginge es auch mit einer Belegschafts-Reduktion von 20 %?
Wer wird danach die anfallende Mehrarbeit machen? Werden die verbleibenden 90 % der Belegschaft das tun? Warum taten sie es nicht bisher schon? Ginge es auch mit einer Belegschafts-Reduktion von 20 %?
4. optional
faistmeister 18.01.2013
Auch bei dieser Fusion kann man wieder einen grandiosen Erfolg für die Arbeitnehmer feststellen. Bis auch der letzte Kunde mit flexibleren Öffnungszeiten verwöhnt ist, guckt der Wettbewerb bestimmt ruhig zu. Also darf man [...]
Auch bei dieser Fusion kann man wieder einen grandiosen Erfolg für die Arbeitnehmer feststellen. Bis auch der letzte Kunde mit flexibleren Öffnungszeiten verwöhnt ist, guckt der Wettbewerb bestimmt ruhig zu. Also darf man gespannt sein, was danach kommt.
5. Suuper
Gebr.Engels 18.01.2013
Commerzbank will Staatshilfe vorerst nicht zurückzahlen - Wirtschaft - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bankenkrise-commerzbank-will-staatshilfe-verzinsen-1.1556505) Na wie läuft das denn heute ? Erst [...]
Commerzbank will Staatshilfe vorerst nicht zurückzahlen - Wirtschaft - Süddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bankenkrise-commerzbank-will-staatshilfe-verzinsen-1.1556505) Na wie läuft das denn heute ? Erst verzockt, dann Staatsknete nicht zurückzahlen, und jetzt Leute rausschmeissen ? Was wollt ihr denn machen wenn es der Deutschen Wirtschaft wirklich schlecht geht ?

Empfehlen

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter RSS
alles zum Thema Commerzbank
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten