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19.01.2013
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Sparprogramm "Turbine"

Air Berlin kürzt Mitarbeitern das Gehalt

dapd

Air-Berlin-Modell am Flughafen Tegel: Neuer Chef verschärft den Sparkurs

Der neue Air-Berlin-Chef Prock-Schauer macht Tempo bei der Sanierung der kriselnden Fluggesellschaft: Im Rahmen des Sparprogramms "Turbine" wird nicht nur jede zehnte Stelle wegfallen, die Mitarbeiter sollen nach SPIEGEL-Informationen auch auf Teile ihres Gehalts verzichten.

Berlin - Die Mitarbeiter von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft bekommen in diesen Tagen eine schlechte Nachricht nach der anderen: Der neue Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer plant im Rahmen des "Turbine" getauften Sparprogramms noch deutlich härtere Einschnitte als bisher bekannt. So soll in den kommenden zwei Jahren nicht nur jede zehnte Stelle wegfallen, auch die verbleibenden Mitarbeiter müssen einen Sanierungsbeitrag leisten - in Form von Gehaltseinbußen.

Wie der SPIEGEL berichtet, verzichten Prock-Schauer und seine vier Vorstandskollegen freiwillig auf zehn Prozent ihrer Bezüge. Den rund 9300 Mitarbeitern, die nach Tarif bezahlt werden, sollen fünf Prozent ihres Gehalts gestrichen werden - was im Schnitt dem 13. Monatsgehalt entspricht.

Bei leitenden Angestellten, die einen individuell vereinbarten außertariflichen Arbeitsvertrag haben, dürfte ebenfalls gespart werden: In Einzelgesprächen will die Geschäftsleitung auch die Führungskräfte zu einem Sparopfer überreden.

Insgesamt will die Fluggesellschaft, die seit Jahren rote Zahlen schreibt, mit dem Sparprogramm 400 Millionen Euro einsparen. Die Stellenstreichungen und die Gehaltskürzungen bringen in etwa ein Zehntel der Summe, die bis Ende 2014 zusammenkommen soll.

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Air Berlin: Neuer Mann an der Spitze

Nach einer übereilten Expansion und hohen Verlusten befindet sich Air Berlin schon seit geraumer Zeit auf Sanierungskurs. Zuletzt hatte die Airline allerdings 2007 einen Jahresgewinn erzielt.

Kurz nach seinem Amtsantritt hatte der neue Chef Prock-Schauer in der vergangenen Woche Ernst gemacht und angekündigt 900 der 9300 Arbeitsplätze zu streichen, auch betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Betroffen sind Mitarbeiter in allen Unternehmensbereichen - sowohl Piloten und Flugbegleiter als auch die Angestellten am Boden und in der Verwaltung.

Air Berlin will sich auf seine Kernmärkte Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie auf profitable Strecken konzentrieren. Die Drehkreuze Berlin und Düsseldorf sollen ausgebaut und die Zahl der Flüge nach Mallorca erhöht werden. Einschnitte macht Air Berlin bei seiner Flotte. Die Zahl der Flugzeuge soll im Vergleich zu Ende September um 16 auf 142 sinken. Auf dem Hochpunkt seiner Expansionsstrategie zählte der Lufthansa-Konkurrent knapp 180 Maschinen.

nck

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insgesamt 59 Beiträge
1. Entweder fusioniert AB mit irgeneiner großen Airline oder
prontissimo 19.01.2013
sie sind in 3 Jahren weg vom Fenster. Wegbrechende Einkommen und erhöhte staatliche Belastungen nach der Wahl im Sept. 2013 werden der Urlaubsbranche richtig weh tun.
Zitat von sysopdapdDer neue Air-Berlin-Chef Prock-Schauer macht Tempo bei der Sanierung der kriselnden Fluggesellschaft: Im Rahmen des Sparprogramms "Turbine" wird nicht nur jede zehnte Stelle wegfallen, die Mitarbeiter sollen nach SPIEGEL-Informationen auch auf Teile ihres Gehalts verzichten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sparprogramm-turbine-air-berlin-kuerzt-mitarbeitern-das-gehalt-a-878550.html
sie sind in 3 Jahren weg vom Fenster. Wegbrechende Einkommen und erhöhte staatliche Belastungen nach der Wahl im Sept. 2013 werden der Urlaubsbranche richtig weh tun.
2. "Turbine"
kdshp 19.01.2013
Na wenn das die linken mal nicht wieder blocken! Die löhne in deutschland sind ja eh schon sehr hoch und schaden uns mehr als das sie auch nur einem was bringen. Aber bei den linksausgrichteten gewerkschaften ist das ja kein [...]
Zitat von sysopdapdDer neue Air-Berlin-Chef Prock-Schauer macht Tempo bei der Sanierung der kriselnden Fluggesellschaft: Im Rahmen des Sparprogramms "Turbine" wird nicht nur jede zehnte Stelle wegfallen, die Mitarbeiter sollen nach SPIEGEL-Informationen auch auf Teile ihres Gehalts verzichten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sparprogramm-turbine-air-berlin-kuerzt-mitarbeitern-das-gehalt-a-878550.html
Na wenn das die linken mal nicht wieder blocken! Die löhne in deutschland sind ja eh schon sehr hoch und schaden uns mehr als das sie auch nur einem was bringen. Aber bei den linksausgrichteten gewerkschaften ist das ja kein wunder.
3. Sparen
querdenker13 19.01.2013
verzichten Prock-Schauer und seine vier Vorstandskollegen freiwillig auf zehn Prozent ihrer Bezüge Diese angeblichen 10% auf die der Vorstand verzichten will muss für den ggemeinen Angestellten, der wahrscheinlich gerade so [...]
verzichten Prock-Schauer und seine vier Vorstandskollegen freiwillig auf zehn Prozent ihrer Bezüge Diese angeblichen 10% auf die der Vorstand verzichten will muss für den ggemeinen Angestellten, der wahrscheinlich gerade so über die Runden kommt, ein chlag ins Gesicht. Erst wenn der Vorstand 50% seiner Bezüge gekürzt bekommt kann man von sparen reden, dies trifft auf alle Vorstände zu wo Einschnitte beim Personal gefordert werden. Alleine schon aus Anstand, Charakter, Moral und als *Vorbild! Das nicht nur bei den kleinen gespart wird.*
4. ??
janne2109 19.01.2013
oh ! Können Sie so nett sein und mir die nach den Wahlen kommenden höheren staatlichen Belastungen nennen??? Danke- schon mal im voraus für Ihre Hilfe.
Zitat von prontissimosie sind in 3 Jahren weg vom Fenster. Wegbrechende Einkommen und erhöhte staatliche Belastungen nach der Wahl im Sept. 2013 werden der Urlaubsbranche richtig weh tun.
oh ! Können Sie so nett sein und mir die nach den Wahlen kommenden höheren staatlichen Belastungen nennen??? Danke- schon mal im voraus für Ihre Hilfe.
5. Wollen
mallorcafan 19.01.2013
Sie das als Ironie verstanden wissen, oder meinen Sie das wirklich ernst??
Zitat von kdshpNa wenn das die linken mal nicht wieder blocken! Die löhne in deutschland sind ja eh schon sehr hoch und schaden uns mehr als das sie auch nur einem was bringen. Aber bei den linksausgrichteten gewerkschaften ist das ja kein wunder.
Sie das als Ironie verstanden wissen, oder meinen Sie das wirklich ernst??

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