29.01.2013
Krise in der Luftfahrt
Fluglinie OLT ist insolvent
Flugzeug von OLT: Ende 2012 waren zwei Großaufträge weggebrochen
Bremen - Die Bremer Fluglinie OLT hat Insolvenzantrag gestellt. Dies bestätigte der Sprecher des Unternehmens, Matthias Burkard, am Dienstag. Unklar sei noch, welches Gericht den Antrag bearbeiten werde, das Amtsgericht Bremen oder das Amtsgericht Stuttgart.
Für den Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft ist die Situation bei einer der ältesten Luftlinien ein Indiz für die schwierige Lage der deutschen Luftfahrt. "OLT Express ist schon die dritte Fluggesellschaft innerhalb eines Jahres, die Insolvenz anmelden musste", sagte der Präsident des Verbands, Klaus-Peter Siegloch. Als Grund nannte er unter anderem die Luftverkehrsteuer.
Auch am Dienstag startete kein Flieger der Gesellschaft. Knapp 40 Flüge fielen aus. Die rund 500 OLT-Mitarbeiter hätten die jüngste Entwicklung "mit Bestürzung aufgenommen", hieß es. Wie es mit ihnen weitergehe, müsse der Insolvenzverwalter entscheiden.
Mit 15 Flugzeugen bediente OLT bisher die Flughäfen Bremen, Dresden, Saarbrücken, Münster/Osnabrück und Karlsruhe/Baden-Baden. Ende 2012 waren zwei Großaufträge weggebrochen. Daraufhin hatte die Geschäftsführung ein Sanierungskonzept erarbeitet, das der Eigentümer - eine niederländische Investmentfirma - nun aber abgelehnt hat.
cte/dpa

