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Wirtschaft

AMR und US Airways

US-Konzerne wollen größte Airline der Welt schmieden

Ein neuer Gigant der Lüfte soll entstehen: Laut "Wall Street Journal" wollen die US-Konzerne AMR und US Airways zur größten Fluglinie der Welt verschmelzen. Für das insolvente Unternehmen AMR wäre die Fusion ein Turbostart von null auf hundert.

AFP

American-Airlines-Flieger (Archivbild): Ambitionierte Pläne

Donnerstag, 07.02.2013   07:38 Uhr

Hamburg - Der Luftfahrtkonzern AMR will sich mit einer Mega-Fusion aus der Insolvenz befreien - und direkt zum Weltmarktführer aufsteigen. Das berichtet das "Wall Street Journal".

Fusionspartner sei US Airways, eine Tochtergesellschaft von America West und bereits jetzt eine der größten Fluggesellschaften der Welt. AMR ist unter anderem der Mutterkonzern der berühmten Fluglinie American Airlines. Das Unternehmen hat 2011 Insolvenz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts angemeldet.

Die Marktkapitalisierung des neuen Luftfahrt-Giganten soll bei rund zehn Milliarden Dollar liegen. Die Verhandlungen zu dem Deal befänden sich bereits im fortgeschrittenen Stadium, hieß es. Das Geschäft würde bereits zwischen AMR-Chef Tom Horton und US-Airways-Chef Doug Parker sowie einigen Beratern besprochen. Es gebe viel Zuspruch für eine mögliche Fusion, sowohl unter den Chefs als auch unter einflussreichen Kreditgebern von AMR. Die Fusion würde als Restrukturierungsplan durchgeführt, der AMR aus der Insolvenz nach Chapter 11 führe.

Gelingt die Fusion, dürfte die Fluglinie den Namen von AMR tragen und auch den Firmensitz des Konzerns in Fort Worth beibehalten, berichtet das "Journal". Die Kreditgeber von AMR sollen rund 72 Prozent der Firmenanteile bekommen, die Aktionäre von US Airways gut 28 Prozent. Beide Konzerne erhoffen sich erhebliche Kostenersparnisse, unter anderem durch Zusammenlegungen in der Verwaltung.

Wichtige Abkommen wie die Verteilung der Eigentümeranteile und Sitze im Verwaltungsrat seien noch nicht geklärt. Zudem habe AMR parallel erwogen, als unabhängiges Unternehmen aus der Insolvenz zurückzukehren. Der Deal könne also noch scheitern. Insgesamt dürfte es noch einige Wochen dauern, ehe eine abschließende Übereinkunft gefunden sei.

ssu

insgesamt 7 Beiträge
diwoccs 07.02.2013
1. Aa
Dann wird sich sicherlich der schlechte Service bei American Airlines auch noch vervielfachen. AA - eine furchtbare Airlines, die bei uns hier in Caracas praktisch Monopol fuer US Fluege hat,
Zitat von sysopAFPEin neuer Gigant der Lüfte soll entstehen: Laut "Wall Street Journal" wollen die US-Konzerne AMR und US Airways zur größten Fluglinie der Welt verschmelzen. Für das insolvente Unternehmen AMR wäre die Fusion ein Turbostart von 0 auf 100. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/amr-corp-und-us-airways-wollen-zu-weltgroesster-fluglinie-fusionieren-a-881919.html
Dann wird sich sicherlich der schlechte Service bei American Airlines auch noch vervielfachen. AA - eine furchtbare Airlines, die bei uns hier in Caracas praktisch Monopol fuer US Fluege hat,
saarpirat 07.02.2013
2. optional
Ist dann auch wie immer: Krankes Unternehmen fusioniert mit gesunden Unternehmen. Hält sich dadurch ein paar Jahre länger über Wasser oder in dem Fall hier in der Luft. Dann gehen beide Firmen den Fach runter oder crashen.
Ist dann auch wie immer: Krankes Unternehmen fusioniert mit gesunden Unternehmen. Hält sich dadurch ein paar Jahre länger über Wasser oder in dem Fall hier in der Luft. Dann gehen beide Firmen den Fach runter oder crashen.
f95kai 07.02.2013
3. @diwoccs
Nicht nur American, auch US Airways und eigentlich alle US-Fluggesellschaften sind schlecht.
Nicht nur American, auch US Airways und eigentlich alle US-Fluggesellschaften sind schlecht.
amidelis 07.02.2013
4. level
Das einzige was bei den genannten Airlines nicht unterirdisch ist, ist die Flughöhe.
Das einzige was bei den genannten Airlines nicht unterirdisch ist, ist die Flughöhe.
mariakron 07.02.2013
5. chapter 11
Ein Unternehmen, das nach Chapter 11 Insolvenz beantragt, strebt eine Reorganisierung und Restrukturierung seiner Schulden, Leasingvereinbarungen, Kontrakte, sowie seines Kapitals und anderweitiger finanzieller Verpflichtungen an. [...]
Ein Unternehmen, das nach Chapter 11 Insolvenz beantragt, strebt eine Reorganisierung und Restrukturierung seiner Schulden, Leasingvereinbarungen, Kontrakte, sowie seines Kapitals und anderweitiger finanzieller Verpflichtungen an. Mit dem Insolvenzantrag nach Chapter 11 sollen bis zum Abschluss der Reorganisation rechtliche Schritte der Gläubiger gegen den Schuldner unterbunden werden. Viele große US-Unternehmen haben erfolgreich eine Umstrukturierung nach Chapter 11 durchgeführt und dabei ihr Tagesgeschäft aufrechterhalten. So führen z. B. Fluglinien unter Chapter 11 ihren Flugbetrieb weiter.

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