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15.02.2013
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Star-Investor

Soros beschleunigt Goldpreis-Absturz

REUTERS

Milliardär Soros: Investments abgestoßen

Ein Mann verkauft, und die Preise brechen weltweit ein. Der Goldpreis ist binnen einer Woche um 70 Dollar gefallen. Rohstoffexperten sehen zwei Gründe dafür: die fehlende Nachfrage in Asien - und die massiven Verkäufe des Milliardärs George Soros.

London - Der Goldpreis Chart zeigen ist am Freitag stark gefallen. Experten erklärten den Einbruch von etwa 30 Dollar unter anderem damit, dass der Investor George Soros mehr als die Hälfte seiner Goldinvestments verkauft hat. Im späten Nachmittagshandel hatte der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) zeitweise bei 1599 Dollar gelegen, dem tiefsten Stand seit Mitte August vergangenen Jahres.

Aus einer aktuellen Statistik der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass Soros im vierten Quartal 2012 mehr als die Hälfte seiner Anteile am SPDR Gold Trust verkauft hatte. Dabei handelt es sich um den mit Abstand größten Goldfonds der Welt.

Rohstoffexperte Frank Schallenberger sah noch einen weiteren Grund für die Talfahrt des Goldpreises: "In vielen Ländern Asiens blieben in den letzten Tagen die Börsen geschlossen, womit dem Markt die weltweit wichtigsten Abnehmer fehlten."

Seit einer Woche ist der Goldpreis um etwa 70 Dollar abgerutscht. Im September 2011 hatte der Preis für die Feinunze noch ein Rekordhoch von 1920 Dollar erreicht.

Erst am Donnerstag hatte Hedgefonds-Legende Soros für Schlagzeilen gesorgt. Der Mann, der in den neunziger Jahren sein Vermögen mit Wetten gegen das britische Pfund machte, setzte in den kommenden Monaten konsequent auf einen fallenden Yen - und soll damit seit November bereits Gewinne von fast einer Milliarde Dollar eingestrichen haben.

Die Geschäfte von Soros und anderer Hedgefonds-Manager haben dazu beigetragen, dass der Yen in den vergangenen vier Monaten um fast 20 Prozent nachgegeben hat. Deshalb greift sogar die Angst vor einem weltweiten Währungskrieg um sich. Länder wie Deutschland und Frankreich haben die japanische Politik kritisiert. Andere Staaten haben damit gedroht, ebenfalls den Kurs ihrer eigenen Währung zu drücken, um gegenüber Japan wettbewerbsfähig zu bleiben.

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ssu/dpa

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