25.02.2013
Italien
Zitterwahl sorgt für Auf und Ab an den Börsen
Wahlzettel in Italien: Angst vor dem Wahl-Patt
Schafft Italiens Linke eine regierungsfähige Mehrheit oder nicht? Die Unsicherheit bei der Wahl um die Macht in Rom ist groß - und sorgt auch an den Börsen für Nervosität.
Italiens Börse hatte am Nachmittag vier Prozentpunkte im Plus gelegen, als sich eine regierungsfähige Mehrheit für das Mitte-links-Bündnis um Pier Luigi Bersani abzeichnete. Als dann aber das Mitte-rechts-Bündnis von Silvio Berlusconi zwischenzeitlich im Senat vorne lag, brachen die Kurse ein, rutschten zeitweise sogar ins Minus. Zu Börsenschluss lag der FTSE-Index leicht im Plus.
Ähnlich erging es dem Euro
. Er fiel am späten Nachmittag auf sein Tagestief von 1,3159 Dollar. Gegen Mittag war der Euro noch bis auf 1,3319 Dollar geklettert. Gegen Abend lag er wieder auf dem Niveau des Vortags.
Der Dax
schloss mit 1,5 Prozent im Plus, bei 7773 Zählern, nachdem er am Vormittag schon bis zu 2,6 Prozent zugelegt hatte. Der EuroStoxx 50
beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent bei 2652 Punkten.
An der Wall Street schloss der Dow Jones
nach einem freundlichen Handelsstart mit 1,5 Prozent im Minus auf einem Stand von 13.784 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 1,8 Prozent auf 1487 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,4 Prozent auf 3116 Stellen.
Die Aussicht auf eine Senatsmehrheit von Ex-Premier Silvio Berlusconi ließ auch die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen leicht steigen. Die Prämie für Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren legte bis zum Abend um sechs Stellen auf 293 Basispunkte zu. Am Nachmittag war der Risikoaufschlag noch massiv gefallen.
ssu/dpa/Reuters