Schrift:
Ansicht Home:
Wirtschaft

Job-Kahlschlag

Bank of America streicht bis Jahresende 16.000 Stellen

Die Bank of America gehört zu den großen Verlieren der Finanzkrise - mit harten Folgen für die Mitarbeiter: Bis zum Jahresende streicht die zweitgrößte US-Bank 16.000 Stellen. Damit reduziert das Geldhaus seine Belegschaft schneller als erwartet um mehr als zehn Prozent.

Getty Images

Zentrale der Bank of America in Charlotte: Beschleunigter Stellenabbau

Donnerstag, 20.09.2012   08:30 Uhr

Charlotte - Das ehemals größte Geldhaus der USA forciert den Job-Kahlschlag: Die Bank of America streicht laut einem internen Dokument der Unternehmensführung bis Ende des Jahres 16.000 Arbeitsplätze. Das berichtet das "Wall Street Journal". Die von der US-Hypothekenkrise besonders gebeutelte Bank realisiert damit schon am Ende dieses Jahres und damit unerwartet rasch den Wegfall jeder zehnten Stelle, die sie im September 2011 angekündigt hatte.

Damals hatte die Bank mitgeteilt, die Entlassungen sollten "in den kommenden Jahren" erfolgen und seien Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans. Vor allem im Privatkundengeschäft wollte das Geldhaus auf diese Weise jährlich fünf Milliarden Dollar einsparen. Seitdem hat der Konzern schon mehr als 10.000 Stellen abgebaut. Derzeit beschäftigt die inzwischen nur noch zweitgrößte US-Bank rund 275.000 Mitarbeiter.

Doch nicht nur die Beschäftigten im Privatkundengeschäft sind die Leidtragenden der Krisenfolgen bei der Bank. Im Mai war bekannt geworden, dass auch rund 2000 Spitzenjobs aus der Vermögensverwaltung und dem Investmentbanking außerhalb der USA gestrichen werden.

Die Bank of America Chart zeigen gilt als einer der größten Verlierer der Finanzkrise. Sie hatte sich mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch Chart zeigen überhoben. Zudem hatte sie mit am stärksten auf den US-Häusermarkt gewettet und noch 2008 den Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial Chart zeigen gekauft, als die Krise schon in vollem Gange war. Countrywide erlitt mit seinen zweitklassigen Krediten Schiffbruch. Der Branchenriese musste vom Staat gerettet werden.

Um sich zu erholen, brauchte die Bank of America deutlich länger als andere amerikanische Finanzinstitute. Noch immer hinkt der Konzern aus Charlotte im Bundesstaat North Carolina der Konkurrenz deutlich hinterher. Inzwischen hat sie das Immobilienfinanzierungsgeschäft drastisch zurückgeschraubt, zuletzt aber wieder Marktanteile gewonnen.

fdi/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
hadykhalil@web.de 23.09.2012
1. Neue Weltordnung
Wie sich die USA in der neuen Welt-Wirtschaft aufstellen wird, ob sie sich gegen ihre neue bescheidenere Rolle sträubt und mit Gewalt versucht ihre Interessen durchzusetzen, oder mutig die innenpolitischen Themen angeht, den [...]
Wie sich die USA in der neuen Welt-Wirtschaft aufstellen wird, ob sie sich gegen ihre neue bescheidenere Rolle sträubt und mit Gewalt versucht ihre Interessen durchzusetzen, oder mutig die innenpolitischen Themen angeht, den außenpolitischen Gegebenheiten anpasst, wird entscheidend dafür sein, wie die Neue Weltordnung aussehen wird. Die Polarisierungen der Bush Ära lassen sich nicht einfach wieder abstellen. Bushs Weltpolitik hat wahnsinnige Dynamiken ausgelöst und vollendete Tatsachen geschaffen, zB. In der Art der Diplomatie und des Geschäfte machens, im Anti-Terrorkampf, der von Anfang an dem Gegner in die Hände spielt, indem er auf die Ewigkeit angelegt ist, und damit demokratische Grundrechte in den westlichen Zivilisationen, bis auf weiteres (also für die Ewigkeit) suspendiert hat. Es gibt leider keinen Schalter, den man einfach umschalten kann und alles ist wieder gut. Wir brauchen unbedingt eine Ausstiegsstrategie aus dem Terrorkampf. Es kann doch auf Dauer nicht sein, das ca. 15000 zu allem bereite Terroristen 6 Milliarden Menschen in Schach halten, als Geiseln benutzen, auch noch in 20, oder 50 Jahren Das offenbart doch das Versagen der Strategie. Wieviel hunderte Milliarden Dollar Kapital, potentielles Investitionskapital, wird in den weltweiten Sicherheitsapparaten verbrannt, wegen 15 000 Gegner. Ständen diese finanziellen Mittel der realen Investionswirtschaft zur Verfügung, wäre die Weltwirtschaftskrise mit einem Schlag beendet. Westen, du machst was falsch! Die von Reaggan angewandte Strategie, den Ostblock „totzurüsten“ hat El Quaida übernommen und perfektioniert. Mit minimalem finanziellem Aufwand ist es in der letzten Dekade gelungen die Weltwirtschaft an den Rand eines Kollaps zu bringen. Der Westen, die Nato die Anti-Terror_Allianz muss mal Bilanz ziehen nach mehr als 10 Jahren Weltkrieg gegen den Terror. Hat es sich nicht bewahrheitet, das mit jedem getöteten Terroristen mindestens 2 neue erscheinen. Hat es sich nicht bewahrheitet, das der Anti-Terrorkampf neue Terroristen „züchtet“? Die offizielle Politik kann nicht öffentlich ihr versagen diskutieren, aber sie kann es unterstützen, das sich die Öffentlichkeit darüber Gedanken macht. Dann kann die Politik diesen Impuls aus der Öffentlichkeit aufnehmen und sich orientieren. So funktioniert Demokratie auch. Nur mal zur Erinnerung.
mitbestimmender wähler 23.09.2012
2. USA/CH mit GB bauen die Märkte um und teilen sich die Kuchenstücke
Die Schweizer "Julius Bär" haben einen Vermögensverwaltungsteil von Merril Lynch vor Wochen der Bank of America abgekauft. Julius Bär ist damit um fast 100Mrd Neugelder oder 100% gewachsen und kündigt ebenfalls [...]
Die Schweizer "Julius Bär" haben einen Vermögensverwaltungsteil von Merril Lynch vor Wochen der Bank of America abgekauft. Julius Bär ist damit um fast 100Mrd Neugelder oder 100% gewachsen und kündigt ebenfalls 900 der Merill Lynch Arbeitsplätzen.Fast Gleichzeitig übernahm Julius Bär das Vermögensverwaltungs Geschäft der Bank of China in Europa und Ihre Europa Filialen und hat sich mit der Zusammenarbeit mit Bank of China in Asien/China eine Tür ins China Geschäft gesichert. Wenn man so die Vorkommnisse der letzten Monate anschaut machen sich die Schweizer und Amerikaner gegenseitig in Ihren stärksten Märkten stark, mischeln sich Vermögen zu. Kein Wunder stehen momentan so viele CEOs von US Finanzinstituten mit ihren Schweizer Kollegen auf den Schweizer Golf Greens und klopfen sich grinsend auf die Schultern. Immer dabei des Schweizers bester Ski und ApresSki Freund aus Grossbritannien ;-)

Verwandte Artikel

Verwandte Themen

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP