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Wirtschaft

Verluste an den Börsen

Tillerson-Rausschmiss verunsichert Anleger

Dass US-Präsident Trump seinen Außenminister entlässt, sorgt auch an den Börsen für Unruhe. Unter Nachfolger Pompeo fürchten die Anleger offenbar neue Krisen.

AFP

Rex Tillerson

Dienstag, 13.03.2018   19:55 Uhr

Die Entlassung von US-Außenminister Rex Tillerson durch Präsident Donald Trump hat an Börsen in Europa und den USA für Verunsicherung gesorgt. Der Dax Chart zeigen weitete nach Bekanntwerden der Personalie seine Verluste aus und schloss mit einem Minus von 1,59 Prozent. Der deutsche Leitindex folgte damit den Vorgaben der Wall Street. Dort gab der Dow Jones Chart zeigen anfängliche Gewinne von bis zu 0,8 Prozent komplett wieder ab.

"Vielleicht wittern einige Investoren jetzt härteren Gegenwind aus den USA, sowohl handelspolitisch wie auch in Sachen Außenpolitik", sagte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Mit Tillerson habe ein weiterer Vertreter eher moderater Töne das Weiße Haus verlassen.

Zwar komme die Tillerson-Entlassung nicht überraschend, sagte ein Händler. Aber es zeige die vielen Unabwägbarkeiten in der Regierung von Präsident Donald Trump. Nachfolger Tillersons wird der derzeitige CIA-Direktor Mike Pompeo. Dieser gilt als stramm konservativ und liegt ganz auf Trumps harter Linie, was den Iran und Nordkorea angeht - zwei geopolitische Krisenherde, die die Finanzmärkte immer wieder belasten können.

Auch bei den US-Einzelwerten sorgte Trump für Kursbewegungen: Qualcomm verloren über vier Prozent, nachdem der US-Präsident die geplante feindliche Übernahme des Handychip-Herstellers durch den in Singapur ansässigen Rivalen Broadcom für 117 Milliarden Dollar aus Gründen der nationalen Sicherheit blockierte. Broadcom-Aktien zogen leicht an.

dab/dpa/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
PaulchenGB 13.03.2018
1. Wer Trump kritisiert, fliegt raus.
Jeder Regierungschef hat doch lieber Ja-Sager um sich anstatt Kritiker. Schauen wir uns die Regierungsmannschaft von Merkel an, nur Ja-Sager, inbesondere die SPD-Minister. Tillerson's Rausschmiß ist daher nur konsequent.
Jeder Regierungschef hat doch lieber Ja-Sager um sich anstatt Kritiker. Schauen wir uns die Regierungsmannschaft von Merkel an, nur Ja-Sager, inbesondere die SPD-Minister. Tillerson's Rausschmiß ist daher nur konsequent.
Menschundrecht 13.03.2018
2. Shareholder Value, Shareholder Vapor
'Gerettet', verhöhnt und ganz erbärmlich vorgeführt von einer deutschen Bundeskanzlerin, ist 'die Börse' seit zehn Jahren eine einzige Krise, eine läppische ZockerInnenbude [...]
'Gerettet', verhöhnt und ganz erbärmlich vorgeführt von einer deutschen Bundeskanzlerin, ist 'die Börse' seit zehn Jahren eine einzige Krise, eine läppische ZockerInnenbude (http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/streit-ueber-staatsfinanzen-den-usa-drohen-griechische-verhaeltnisse-thread-75034-21.html#postbit_11314086), der die 'Unruhe' und die Massenpsychose intrinsisch ist. Dass die Besetzung des Amts des Secretary of State 'die Anleger' derart verunsichert, ist bezeichnend für eine Börse im Zustand des Wahns, der Agonie und der Blase vor dem großen Knall. Höchste Zeit aber auch für den Markt, ganz fürchterlich zurückzuschlagen.

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