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Wirtschaft

Angeschlagenes Geldhaus

Commerzbank versiebenfacht ihren Gewinn

Neue Kunden, mehr Gewinn - die Commerzbank macht nach langer Durststrecke wieder einmal mit positiven Nachrichten von sich reden. Über den Berg ist die Bank aber noch lange nicht.

DPA

Zentrale der Commerzbank in Frankfurt am Main

Donnerstag, 14.02.2019   11:45 Uhr

Nach zwei Jahren ohne Dividende dürfen sich die Aktionäre der Commerzbank dieses Jahr wieder über eine Ausschüttung freuen. Wie Deutschlands zweitgrößte Bank mitteilte, konnte sie ihren Jahresgewinn 2018 fast um das Siebenfache steigern. Er stieg von 128 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 865 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Dabei konnte die Bank unterm Strich mehr als 400.000 Neukunden gewinnen.

Einer der größten Profiteure ist der deutsche Staat, der nach wie vor 15,6 Prozent der Aktien hält. Allerdings gibt es Überlegungen für eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.

Die Commerzbank befindet sich selbst nach wie vor im Kampf gegen den Abstieg. Vergangenes Jahr war sie wegen ihres niedrigen Börsenwerts aus dem Leitindex Dax gefallen und durch den Zahlungsdienstleister Wirecard ersetzt worden. Das Ziel der Bankführung sei nun, die Verwaltung zu vereinfachen und die Bank stärker im Internetgeschäft zu machen. "Unsere Strategie ist richtig und funktioniert", erklärte der Vorstandschef Martin Zielke. "Wir wachsen bei Kunden, im Kreditvolumen und bei bereinigten Erträgen."

Das Wachstum sorgte dafür, dass die Bank deutlich mehr Zinsen einnahm als sie selbst bezahlte. Der Zinsüberschuss wuchs um zehn Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Insgesamt sank der Gesamtumsatz der Bank im Vergleich zum Vorjahr aber um zwei Prozent auf 8,57 Milliarden Euro.

Eine große Rolle für den Profit spielt der Wegfall von Restrukturierungskosten. 2017 hatte die Bank noch Abfindungen für den Abbau von 9500 Stellen bezahlen müssen. Nun beschäftigt die Bank noch rund 49.000 Mitarbeiter. Die Verwaltungskosten der Bank sind mit 6,9 Milliarden Euro nach wie vor hoch. Finanzvorstand Stephan Engels sieht sich aber "auf gutem Weg, unser Kostenziel von 6,5 Milliarden Euro im Jahr 2020 zu erreichen".

mik/Reuters

insgesamt 3 Beiträge
spaceagency 14.02.2019
1. Fusion verstösst gegen EU Recht
die CoBa ist verstaatlicht, daher kommt eine Fusion einer verbotenen Staatshilfe gleich. Schon bei der Landesbank im Norden steuerten die Länder Milliarden bei, was auch klar gegen EU Regeln verstiess.
die CoBa ist verstaatlicht, daher kommt eine Fusion einer verbotenen Staatshilfe gleich. Schon bei der Landesbank im Norden steuerten die Länder Milliarden bei, was auch klar gegen EU Regeln verstiess.
Olli Ökonom 14.02.2019
2. Falsch!
Die Coba ist nicht verstaatlicht. Der Staat hat lediglich Anteile an der Coba ist aber nicht der bestimmende (>50%) Eigentümer.
Zitat von spaceagencydie CoBa ist verstaatlicht, daher kommt eine Fusion einer verbotenen Staatshilfe gleich. Schon bei der Landesbank im Norden steuerten die Länder Milliarden bei, was auch klar gegen EU Regeln verstiess.
Die Coba ist nicht verstaatlicht. Der Staat hat lediglich Anteile an der Coba ist aber nicht der bestimmende (>50%) Eigentümer.
spaceagency 14.02.2019
3. olli - spielt keine Rolle
abgesehen davon dass der Staat 3 mal einschreiten musste, gelten auch 15% Verstaatlichung als Staatshilfe. Daher: Illegal und gegen EU Regeln
abgesehen davon dass der Staat 3 mal einschreiten musste, gelten auch 15% Verstaatlichung als Staatshilfe. Daher: Illegal und gegen EU Regeln

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