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Wirtschaft

Deutsch-chinesischer Gipfel

Autofirmen schmieden Allianzen

Während US-Präsident Trump den Handelsstreit anheizt, nähern sich deutsche und chinesische Firmen an. Mehrere Unternehmen aus der Autobranche haben am Rande des deutsch-chinesischen Gipfels Abkommen unterzeichnet.

Getty Images

Automanager Qi Yumin (Brilliance Auto Group) und Harald Krüger (BMW)

Dienstag, 10.07.2018   14:01 Uhr

Im Zuge des deutsch-chinesischen Gipfels in Berlin haben mehrere deutsche Firmen Abkommen mit chinesischen Unternehmen unterzeichnet. 22 Abkommen insgesamt, darunter eine Kooperationsvereinbarung im Bereich autonomes Fahren und eine für die Entwicklung einer Plattform für das Internet der Dinge, haben Wirtschaftsvertreter unterschrieben.

Vor allem deutsche Autofirmen waren umtriebig: Audi will etwa gemeinsam mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei Projekte im Bereich intelligent vernetzter Autos vorantreiben. Durch solche Technologien soll die Kommunikation von vernetzten Autos mit ihrer Umwelt ermöglicht werden. Ampelsysteme und Videokameras an Kreuzungen übermitteln Verkehrsinformationen an Autofahrer in Echtzeit.

2017 setze Audi als erster ausländischer Autohersteller gemeinsam mit Huawei und den chinesischen Behörden solche Technologien auf öffentlichen Straßen in der ostchinesischen Millionenstadt Wuxi ein. Nun haben die beiden Firmen eine Absichtserklärung für eine strategische Kooperation unterzeichnet.

"Unser Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit und Optimierung des Verkehrsflusses für eine intelligente Stadt. In den Konzepten konzentrieren wir uns dabei zunächst auf den chinesischen Markt", sagte Saad Metz, Vizechef von Audi in China

Auch der deutsche Autobauer BMW nutzte den Gipfel zu einer Vertragsunterzeichnung. Er gründete mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall ein Gemeinschaftsunternehmen, das künftig einen neuen Elektro-Mini in China bauen soll. Angesiedelt werden soll die Firma in der Provinz Jiangsu nördlich von Shanghai. Der Gründung des Joint Ventures müssen aber noch Behörden zustimmen.

BMW hatte bereits im Februar mit Great Wall die Absicht bekundet, den vollelektrischen Mini auch in China bauen zu wollen. Bisher werden Minis nur in England und in den Niederlanden gefertigt. 2019 soll der erste rein batteriegetriebene Mini im britischen Stammwerk in Oxford vom Band laufen.

hej/dpa

insgesamt 6 Beiträge
Sixpack, Joe 10.07.2018
1. Schmieden allianzen...
Nein SPON! Während die deutsche Autobauer über Jahre hinweg mittels Kartelle die Markt verteilt hatten, hinken sie jetzt hinter den wichtigen Entwicklungen her und müssen sich von Armut einkaufen bei chinesischen Firmen. [...]
Nein SPON! Während die deutsche Autobauer über Jahre hinweg mittels Kartelle die Markt verteilt hatten, hinken sie jetzt hinter den wichtigen Entwicklungen her und müssen sich von Armut einkaufen bei chinesischen Firmen. Batterien? Fehlanzeige! Software? Fehlanzeige! Wenn Tesla so einen Allianz geschmiedet hätte, hätte der Oberschrift: ‘Tesla wendet Insolvenz ab durch Allianz mit Chinesen!’’
lepuslateiner 11.07.2018
2. Besser als ihr ruf
Trotz allem sind bei entsprechenden Anstrengungen auch deutsche Autofirmen nicht nur qualifiziert, sondern gegenüber den USA-Autoproduzenten mehr als satisfaktionsfähig ! Hoffentlich treibt Trump - zu irgend etwas ist selbst er [...]
Trotz allem sind bei entsprechenden Anstrengungen auch deutsche Autofirmen nicht nur qualifiziert, sondern gegenüber den USA-Autoproduzenten mehr als satisfaktionsfähig ! Hoffentlich treibt Trump - zu irgend etwas ist selbst er gut - die dt. Autoproduzenten zur verstärkten und dann erfolgreichen Kfz-Wende. Und hoffentlich hören die dt. Kfz-Betrugsmanöver endlich auf. Wer bei wem kauft - lieber Sixpack - ist ziemlich wurscht - es zählt allein das Endergebnis ! Und die Erwähnung des Magiers Tesla - na ja warme Luft und jedenfalls bisher nicht viel.
charly25 11.07.2018
3. toll!
wenn man jetzt boes waere, koennte man fragen, wieviele Jobs werden dadurch in DE/EU geschaffen? hoehrt sich nach hochqualifizierten, gut bezahlten Jobs an. oh, hab' ich vergessen, in DE werden Arbeitsplaetze nur noch gesichert. [...]
wenn man jetzt boes waere, koennte man fragen, wieviele Jobs werden dadurch in DE/EU geschaffen? hoehrt sich nach hochqualifizierten, gut bezahlten Jobs an. oh, hab' ich vergessen, in DE werden Arbeitsplaetze nur noch gesichert. so laesst sich Lohnzurueckhaltung besser durchsetzen. wenn dann die Verbrennungsmotoren-Entwicklung und -Fertigung demnaechst tot ist, dann wird es nur noch um eine Entschleunigung des Arbeitsplatzabbaus gehen. DE, du tust mir leid. deutsche Entwickler und Ingenieure, muessen tatsaechlich ins Ausland gehen wenn sie an Zukunftsprojekten arbeiten wollen. na dann packt schon mal die Koffer. DE, als high tech Standort ist eh schon tot.
wasistlosnix 11.07.2018
4. @Sixpack
Wir haben globalisierte Autobauer mit Unternehmenssitz in Deutschland. Der größte Einzelmarkt für die sogenannten deutschen Autobauer ist und wird auf längere Sicht China bleiben. Mittelfristig werden dort auch die größten [...]
Wir haben globalisierte Autobauer mit Unternehmenssitz in Deutschland. Der größte Einzelmarkt für die sogenannten deutschen Autobauer ist und wird auf längere Sicht China bleiben. Mittelfristig werden dort auch die größten Werke entstehen. Schon heute ist der Einfluß des chinesischen Marktes in der Entwicklung ersichtlich.
zaphof 11.07.2018
5.
Da stimmt doch was mit dem Diagramm nicht. Deutsche Importe aus China über 100 Mio. Mio. €, sprich 100 Billionen €? Die gesamten Importe 2017 waren doch grade mal 1 Bio. €.
Da stimmt doch was mit dem Diagramm nicht. Deutsche Importe aus China über 100 Mio. Mio. €, sprich 100 Billionen €? Die gesamten Importe 2017 waren doch grade mal 1 Bio. €.

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