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Wirtschaft

Verspätete Züge

Ronald Pofalla soll Krisenmanagement bei der Bahn übernehmen

Kaputte oder verspätete Züge: Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla soll laut einem Medienbericht die Probleme der Deutschen Bahn bis Sommer in den Griff kriegen - als konzernübergreifender Krisenmanager.

DPA

Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn

Sonntag, 13.01.2019   00:00 Uhr

Jeder vierte Fernzug hat Verspätung, oft gibt es technische Mängel, es fehlen Mitarbeiter - und Geld: Die vielen Probleme bei der Deutschen Bahn soll jetzt Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla als konzernübergreifender Krisenmanager bis zum Sommer bewältigen.

Nach Informationen der "Bild am Sonntag" hat sich der Ex-Kanzleramtsamtschef darauf mit Bahn-Chef Richard Lutz geeinigt. Das Management des Staatskonzerns war zuletzt immer wieder wegen mangelnder Pünktlichkeit und defekter Züge in die Kritik geraten. So fuhren im November nur 70 Prozent der Züge nach Plan.

Am Dienstag sollen Lutz, Pofalla und Finanzvorstand Alexander Doll im Verkehrsministerium Andreas Scheuer (CSU) ein Konzept vorstellen, wie sie die Probleme in den Griff kriegen wollen. Zuletzt hatte Minister Scheuer angemahnt, die Qualität beim Bahnfahren müsse schnellstens wieder steigen. Der Bund sitzt als Eigentümer auch mit Vertretern im Aufsichtsrat und kontrolliert somit das Management.

Bahn-Chef Lutz teilte derweil mit, er sei zuversichtlich, dass die Bahn im ersten Halbjahr dieses Jahres Schritt für Schritt besser werde. Für 2019 sei ein Pünktlichkeitsziel im Fernverkehr von 76,5 Prozent angepeilt, sagte Lutz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Kurzfristig helfen unter anderem mehr Personal sowie ein besseres Baustellen- und Fahrzeugmanagement."

Für 2018 hatte die Bahn noch das Ziel ausgegeben, dass 80 Prozent der Züge pünktlich sein sollen - durchschnittlich waren es in diesem Jahr 75 Prozent.

Eine Analyse des Bundesinnenministeriums ergab zudem, dass die Zahl gewaltsamer Angriffe auf das Bahnpersonal deutlich zugenommen hat. "Das ist hier inzwischen eine einzige Katastrophenveranstaltung", schimpfte Bahn-Aufsichtsrat Klaus-Dieter Hommel kürzlich, der auch Vizechef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist.

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Pofalla stand zuletzt in der Kritik, als er einen zusätzlichen Job in der Kommission der Bundesregierung zum Kohleausstieg antrat. Die Bahn-Aufseher nickten seine Nebenbeschäftigung zwar einstimmig ab, Pofalla musste aber zusagen, dass er in der Kohlekommission weniger Verpflichtungen übernimmt als seine dortigen Co-Vorsitzenden.

lgr/Reuters

insgesamt 277 Beiträge
bartsuisse 13.01.2019
1. substanzloses Proklamieren
es ist erstaunlich was in Deutschland proklamiert wird. in 5 Monaten wird alles gelöst. Dabei ist die Infrastruktur verrottet und das Rollmaterial in desolatem Zustand. Das ist schlicht substanzloses Geplapper
es ist erstaunlich was in Deutschland proklamiert wird. in 5 Monaten wird alles gelöst. Dabei ist die Infrastruktur verrottet und das Rollmaterial in desolatem Zustand. Das ist schlicht substanzloses Geplapper
Susi Sorglos 13.01.2019
2. Pofalla ?
Gerade Herr Pofalla ist der allerletzte Amateur, der so etwas gebacken bekommen könnte. Warum nicht gleich den Bundesvermögensvernichter Mehdorn - der schafft das noch schneller. Der hat wenigstens bewiesen, dass er DB, BER und [...]
Gerade Herr Pofalla ist der allerletzte Amateur, der so etwas gebacken bekommen könnte. Warum nicht gleich den Bundesvermögensvernichter Mehdorn - der schafft das noch schneller. Der hat wenigstens bewiesen, dass er DB, BER und Air Berlin in kürzester Zeit platt machen konnte. Pofalla ist in diesen Funktionen in meinen Augen eine Niete ersten Grades - schlimmer geht nimmer.
badenerin 13.01.2019
3.
Ist heute schon der erste April?
Ist heute schon der erste April?
eckawol 13.01.2019
4. Konzernübergreifender Krisenmanager heißt,
dass Profalla faktisch den Vorstandsvorsitz der Bahn AG übernimmt. Die zuständigen Gremien und der Eigentümer Bund fehlt nur zu schüchtern , Profalla in den Vorstandsvorsitz zu hieven, weil jeder weiß, welche (Nicht-) [...]
dass Profalla faktisch den Vorstandsvorsitz der Bahn AG übernimmt. Die zuständigen Gremien und der Eigentümer Bund fehlt nur zu schüchtern , Profalla in den Vorstandsvorsitz zu hieven, weil jeder weiß, welche (Nicht-) Leistungen er im Bundeskanzleramt erbrachte und deshalb in die Bahn versetzt wurde.
susuki 13.01.2019
5. Perfekt!
Profalla wird an seinem ersten Tag erklären "alle erhobenen Vorwürfe „vom Tisch“ seien und es „keine millionenfache Zugverspätungen“ in Deutschland gegeben habe. Vielmehr hätten ihm die beteiligten Zugführer [...]
Profalla wird an seinem ersten Tag erklären "alle erhobenen Vorwürfe „vom Tisch“ seien und es „keine millionenfache Zugverspätungen“ in Deutschland gegeben habe. Vielmehr hätten ihm die beteiligten Zugführer schriftlich zugesichert, sich an alle Fahrpläne zu halten" Das wird lustig!

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