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Wirtschaft

Tiefststand

Deutsche-Bank-Aktie - jetzt schon für 6,99 Euro

Schlechte Stimmung an der Börse hat die Deutsche Bank erwischt. Die Aktie fiel zwischenzeitlich auf 6,99 Euro - ein neuer Tiefststand.

MAURITZ ANTIN/EPA-EFE/REX

Figuren auf dem Frankfurter Operngebäude nahe der Deutschen Bank

Donnerstag, 20.12.2018   19:49 Uhr

Sorgen um die Konjunktur und ein pessimistischer Ausblick für die Bankenbranche haben die Aktien der Deutschen Bank Chart zeigen am Donnerstag auf ein Rekordtief gedrückt. Die Papiere des Geldhauses sackten bis zum Handelsschluss um rund 7 Prozent auf 7 Euro ab. Zwischenzeitlich hatten die Anteilsscheine mit 6,994 Euro so wenig gekostet wie noch nie.

Auch eine skeptische Branchenstudie des Analysehauses RBC wurde dafür verantwortlich gemacht. Für schlechte Stimmung bei den Anlegern sorgte zudem die Strategie der US-Notenbank Federal Reserve. Trotz der zuletzt schwächeren Konjunktur tritt die Fed bei der Erhöhung der Zinsen weniger stark auf die Bremse als von vielen erwartet. Für 2019 rechnet die Fed jetzt zwar mit zwei weiteren Zinsschritten und damit einem weniger als noch im September. Offenbar hatten aber einige Investoren nur noch eine weitere Erhöhung im kommenden Jahr gesetzt.

Im Sog der weltweit schwachen Börsen war der deutsche Leitindex Dax am Donnerstag zwischenzeitlich mit 10.563 Zählern auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Zum Handelsschluss lag er mit 1,44 Prozent im Minus (10.611 Punkte).

Auch die Aktien von Airbus Chart zeigen rutschten mit mehr als 4 Prozent ins Minus. Anlass dazu gab ein Bericht der französischen Zeitung "Le Monde", wonach das US-Justizministerium eine Untersuchung gegen den europäischen Flugzeugbauer wegen möglicher unangemessener Geschäftspraktiken eingeleitet hat. Airbus teilte mit, das Unternehmen könne im Detail zu laufenden Verfahren keine Stellung nehmen. Zu dem Bericht, wonach das US-Justizministerium ermittelt, äußerte sich der Konzern nicht explizit.

mmq/Reuters/dpa-AFX

insgesamt 15 Beiträge
fehleinschätzung 20.12.2018
1. binnen eines Jahres von 17 auf 7
Die Börse nimmt die Entwicklungen immer vorweg? Dann gibt es die Deutsche Bank in einem Jahr wohl nicht mehr....
Die Börse nimmt die Entwicklungen immer vorweg? Dann gibt es die Deutsche Bank in einem Jahr wohl nicht mehr....
hennes0204 20.12.2018
2. Totale Überreaktion
Wenn man eine Aktie in den Keller schicken will dann werden immer wieder fortlaufend schlechte Nachrichten zerstreut. Höchstwahrscheinlich spielt da eine gewichtige Lobby eine sehr dominierende Rolle. Was gestern noch gut war [...]
Wenn man eine Aktie in den Keller schicken will dann werden immer wieder fortlaufend schlechte Nachrichten zerstreut. Höchstwahrscheinlich spielt da eine gewichtige Lobby eine sehr dominierende Rolle. Was gestern noch gut war (DAX) ist urplötzlich ad absurdum geführt. Ein DAX Unternehmen wie die deutsche Bank macht einen Netto Reingewinn im 3.Quartal von 220 Millionen € und wird wahrscheinlich per 2018 mit 1 Milliarde abschneiden da schon im 2. Quartal ca 600 Millionen Reinerlös erwirtschaftet wurden. Das alles wird klein geredet indem man immer wieder alte Kamellen als Argument für den systematischen Niedergang anführt um dann schlussendlich günstig einzusteigen. Umbaupläne wie Einschnitte im Investmentbanking werden gleich als Horror Szenarien angeführt im Vergleich zu den US Banken. Dabei spielt die restriktive Geldpolitik der EZB eine entscheidende Rolle. Null Zinspolitik um die schwachen Südländer am Leben zu erhalten wozu auch Italien zählt dessen Landsmann Herr Draghi das Machtmonopol bis Mitte 2019 hat. Es ist ja allgemein bekannt das die europäischen Banken durch diese Null Zinspolitik leiden. Da die deutsche Bank auch in den USA tätig ist dürfte sie ja von der Zinsanhebung der FED dort profitieren. Dies wird aber nicht annähernd erwähnt. Was auch merkwürdig ist das von der 7 Mrd.$ Strafe die der Bank auferlegt wurde nicht mehr zu lesen ist wie das bezahlt wurde! Ich glaube das Analysten großen Einfluss haben um es mal ganz vorsichtig auszudrücken, denn durch ihre Argumentation können sie eine Aktie dahin steuern indem sie eine kleine negative Nachricht schwer gewichten und aufbauschen.. Mir missfällt es das gebetsmühlenartig ständig und immer wieder dieselben Argumente herangezogen werden. Meines Erachtens müssen die doch schon längst im Kurs eingepreist sein. Statt dessen werden sie immer neu ins Leben gerufen.Aber so ist es in unserer Gesellschaft.Man findet immer einen Makel. Vor ca. einem Jahr hat man die Bayer Aktie bei derzeit 140 € zum Kauf empfohlen. Ich würde den Analysten gerne mal persönlich fragen wie er jetzt dazu steht. Daran gemessen will ich meinen das er im Grunde genommen mit den internen Gegebenheiten nicht annähernd vertraut ist.
thequickeningishappening 20.12.2018
3. Aktien sind Glauben
Deswegen habe ich seit langem Keine mehr. Ich erinnere mich an Die Allianz, Die Telekom 3, Die Nokia, Commerzbank etc. etc. .
Deswegen habe ich seit langem Keine mehr. Ich erinnere mich an Die Allianz, Die Telekom 3, Die Nokia, Commerzbank etc. etc. .
giostamm11 20.12.2018
4. Schlechte Stimmung der Börse?
bestimmt hat nicht die schlechte Stimmung der Börse die DeBa erwischt, sondern diese hat schlicht den Wert den Sie verdient. Es ist mit Abstand die schlechteste Grossbank ALLER G7 Staaten und der ganzen Eurozone. Da helfen [...]
bestimmt hat nicht die schlechte Stimmung der Börse die DeBa erwischt, sondern diese hat schlicht den Wert den Sie verdient. Es ist mit Abstand die schlechteste Grossbank ALLER G7 Staaten und der ganzen Eurozone. Da helfen Bilanzwerte nichts. Der Markt zählt. Die DeBa hockt nach wie vor auf einem gigantischen Derivatensumpf und wurde zur zweitgefährlichsten Bank der Welt gekürt. Unrettbar im Notfall weil die Schadensumme mehrere deutsche Gesamt BIP übertrifft. Dagegen ist Italien ein Musterschüler. Das sollte endlich in Deutschland thematisiert werden
thequickeningishappening 20.12.2018
5. # 4 giostamm 11
So sieht Die "Maerchenwelt vom Geld" aus.
So sieht Die "Maerchenwelt vom Geld" aus.

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