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Deutsche Post

Ermittlungen wegen Brief-Dumping

Die Deutsche Post soll über eine Beteiligungsgesellschaft versuchen, den Briefmarkt abzuschotten. Nun hat die Bundesnetzagentur Ermittlungen eingeleitet.

Getty Images

Deutsche Post in Rudersdorf

Dienstag, 05.12.2017   20:29 Uhr

Die Bundesnetzagentur hat ein Verfahren wegen Dumpingpreisen gegen eine Beteiligung der Deutschen Post eingeleitet. Dabei gehe es auch um den Verdacht nicht kostendeckender Preise, berichtete ein Sprecher der Netzagentur.

Bei dem betroffenen Unternehmen soll es sich um die Compador Dienstleistung GmbH handeln. Compador sei auf dem Geschäftskundenmarkt tätig. Das Unternehmen sammle Briefe bei Großversendern ein, liefere sie vorsortiert in Briefzentren der Post und erhalte dafür Rabatte, heißt es in einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ"). Demnach erhalte das Unternehmen für die "Konsolidierung" der Versandmengen Rabatte auf das übliche Briefporto. Diese gebe sie teilweise an die Kunden weiter.

Konkurrenten vermuteten, dass die Post das Unternehmen quersubventioniere, um ihm Kampfpreise zu ermöglichen und den Wettbewerb auf dem Briefmarkt zu behindern, so die Zeitung. Die Deutsche Post weist die Vorwürfe laut "FAZ" zurück.

Obwohl die Post lediglich eine Beteiligung von 26 Prozent an Compador halte, gehe die Netzagentur von einer beherrschenden Stellung aus, sagte der Sprecher.

asc/dpa

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