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Wirtschaft

Auto, Banken, Immobilien, Luftfahrt, Handel, Energie

Drei Risiken für Deutschlands Konzerne. Und drei Chancen

Eine schwächelnde Konjunktur, die Digitalisierung und die Energiewende wirbeln Deutschlands Schlüsselbranchen durcheinander. Für diese Wirtschaftszweige geht es ums Ganze.

[M] SPIEGEL ONLINE
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Donnerstag, 27.12.2018   10:34 Uhr

Die Wirtschaft der Bundesrepublik wird gerade von drei großen Trends geprägt, die sich teils verstärken und teils wechselseitig beeinflussen - und die dem Standort Deutschland ebenso viele Chancen wie Risiken eröffnen:

In sechs deutschen Schlüsselbranchen, von denen der Wohlstand von Millionen Bundesbürgern abhängt, werden diese Entwicklungslinien im kommenden Jahr zu besonders starken Umbrüchen führen.

Da ist zum Beispiel die Autoindustrie, die bis vor wenigen Jahren zu Deutschlands Vorzeigebranchen gehörte - und die nun gleich von allen drei großen Wirtschaftstrends durcheinandergewirbelt wird.

Da ist die Energiebranche, die das Fundament der gesamten deutschen Wirtschaft bildet, und in der gerade die Weichen für die kommenden Jahrzehnte gestellt werden.

Und da ist der Finanzsektor, in dem Rezessionssorgen und Digitalisierung einen solchen Veränderungsdruck ausüben, dass die beiden Branchengrößen Deutsche Bank und Commerzbank um ihre Autonomie fürchten müssen.

Die deutsche Wirtschaft, so zeigt sich, wird sich fundamental wandeln müssen. Tut sie dies nicht, werden die derzeit wirkenden globalen Kräfte bald ihr das Fundament entziehen. 2019, das letzte Jahr des ausgehenden Jahrzehnts, wird in dieser Hinsicht ein Schlüsseljahr werden.

Klicken Sie auf die Bilder, um Analysen für die Auto- und Finanzindustrie, den Handel und Energiesektor, die Immobilienbranche und die Luftfahrt zu lesen.

insgesamt 15 Beiträge
dirk.resuehr 27.12.2018
1. Die Zeitenwende
zeichnet sich ab. Könnte sein, daß man in fernerer Zukunft den Beginn des digitalen oder globalen Zeitalters auf unsere Tage datiert, vergleichbar der Bronzezeit, dem Mittelalter oder der Renaissance und Neuzeit.Die [...]
zeichnet sich ab. Könnte sein, daß man in fernerer Zukunft den Beginn des digitalen oder globalen Zeitalters auf unsere Tage datiert, vergleichbar der Bronzezeit, dem Mittelalter oder der Renaissance und Neuzeit.Die Schwierigkeiten der Gesellschaft, sich dem vielfältigen Wandel anzupassen, sind oft beschrieben worden. Sie verändern Gesellschaft inkl.Wirtschaft und Parteien und- wie üblich in der Natur - die anpassungsfähigsten überleben. Schon richtig mit Chancen, leider tapsen einige Industrien noch erheblich hinterher, von der Politik gestreichelt. Falsche Taktik, ein Tritt wäre angebracht, hilft manchmal.
marialeidenberg 27.12.2018
2. Mag sein, dass die
schwächelnde Konjunktur, die Digitalisierung und die Energiewende ihre Beiträge leisten, gelegentlich sind auch Betriebsblindheit, Größenwahn und ganz simple Managementfehler die Ursache für unternehmerische Katastrophen, so [...]
schwächelnde Konjunktur, die Digitalisierung und die Energiewende ihre Beiträge leisten, gelegentlich sind auch Betriebsblindheit, Größenwahn und ganz simple Managementfehler die Ursache für unternehmerische Katastrophen, so wie im Falle BAYER / MONSANTO; eine schreckliche Parallele zur Filetierung der Hoechst AG seinerzeit. Wie hieß der Mann noch gleich? Dohrmann, oder so ähnlich. Von den großen IG-Farben-Nachfolgern wäre dann nur noch die BASF übrig.
thunderstorm305 27.12.2018
3. Man kann es auch anders betrachten!
Wir sind gerade dabei einige unserer wichtigsten Branchen an die Wand zu fahren. Die Telekommunikation haben wir durch chinesische Konkurrenten bereits verloren. Huawei ist statt einer Alcatel an die Spitze gelangt. Ob das [...]
Wir sind gerade dabei einige unserer wichtigsten Branchen an die Wand zu fahren. Die Telekommunikation haben wir durch chinesische Konkurrenten bereits verloren. Huawei ist statt einer Alcatel an die Spitze gelangt. Ob das sicherer für unsere sensiblen Netze ist bezweifle ich. Und die Autobranche setzen wir durch unsinnige NOX Grenzwerte, die mittlerweile selbst durch namhafte Forscher in Zweifel gezogen werden, so unter Druck, dass nicht nur der Endkunde enteignet wird, sondern massenhaft hoch bezahlte Stellen verloren gehen. Aber das scheint in Politik und auch in der schreibenden Zunft kein Problem zu sein. Aber wer zahlt dann Steuern und wer das Arbeitslosengeld? Hier gehr es um die Umsetzung eines "Mega-Trends" hin zur E-Mobilität, obwohl es gar nicht klar ist, ob das die richtige Lösung ist. Viele die hier schreiben haben aber überhaupt keine Ahnung, da sie noch nie in einem Industrie- oder Handwerksunternehmen gearbeitet haben.
Nordstadtbewohner 27.12.2018
4. Deutsche Wirtschaft vs. Internationale Wirtschaft
Bei genauer Betrachtung sind doch alle großen Unternehmen international aufgestellt. Die Deutsche Bank ist schon seit ihrer Gründung ein internationales Unternehmen (nur mal auf die Gründungsgeschichte schauen) oder zum [...]
Bei genauer Betrachtung sind doch alle großen Unternehmen international aufgestellt. Die Deutsche Bank ist schon seit ihrer Gründung ein internationales Unternehmen (nur mal auf die Gründungsgeschichte schauen) oder zum Beispiel Mercedes (man schaue sich nur mal die Beschäftigtenzahlen an, die gefertigten Autos und die Eigentümer). Brechen also in Deutschland Geschäftsbereiche weg wie bei Siemens-Energietechnik, werden sie hierzulande geschlossen und anderswo wieder aufgebaut oder neuentwickelt (USA). Der Spon-Artikel konzentriert sich viel zu sehr auf die Entwicklung in Deutschland, verzichtet aber auf eine globale/ internationale Sicht. Die im Artikel genannten Branchen müssen/ werden sich einem Wandel unterziehen. Tun sie das nicht, sind sie in ein paar Jahren weg vom Markt. Das ist nichts Schlimmes, sondern eher etwas Gutes, denn nur entsteht Weiterentwicklung. Dazu kommt, dass Deutschlands mangelnde Innovationskraft vor allem auf hohen Steuern, Abgaben und überbordenden Datenschutz basiert. Aber das ist wohl ein anderes Thema.
qjhg 27.12.2018
5. Nehmen Sie nur einmal die Autobranche.
Wenn. die zusammenbricht, bekommen wir Verhältnisse wie in Großbritannien, nur erheblich größer. Dort war die Autoindustrie viel kleiner, der Zusammenbruch ging über Jahre bis auch die restliche Industrie aus Großbritannien [...]
Wenn. die zusammenbricht, bekommen wir Verhältnisse wie in Großbritannien, nur erheblich größer. Dort war die Autoindustrie viel kleiner, der Zusammenbruch ging über Jahre bis auch die restliche Industrie aus Großbritannien abzog. Großbritannien entschied sich für die Finanzwirtschaft, wo noch neue Märkte zu erschließen waren, aber eben den Wohlstand einseitig verteilte. Abgesehen, dass diese Aussichten für uns nicht mehr möglich sind, so ist das Ergebnis ohnehin nicht erstrebenswert.

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