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Wirtschaft

Huawei-Affäre

US-Börse erlebt größten Wochenverlust seit März

Die Verhaftung von Huaweis Finanzchefin Meng hat an der Wall Street die Angst vor einer Verschärfung des Handelskonflikts mit China verstärkt. Wichtige Indizes brachen ein.

REUTERS

Börse in New York (Archivbild)

Freitag, 07.12.2018   23:00 Uhr

Der US-Leitindex hat mit einem Einbruch von 4,5 Prozent den größten Wochenverlust seit März verzeichnet. Der Dow Jones Industrial weitete seine jüngsten Verluste aus und schloss 2,24 Prozent tiefer bei 24.388,95 Punkten.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 2,33 Prozent auf 2633,08 Punkte nach unten. Der Technologieindex Nasdaq 100 fiel um 3,30 Prozent auf 6613,28 Punkte. Wegen des Staatstrauertages für den verstorbenen ehemaligen 41. Präsidenten George H. W. Bush war die Handelswoche verkürzt.

Durch die Festnahme der Huawei-Finanzvorständin Meng Wanzhou sind Anleger in Sorge, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China erneut eskaliert. Die USA werfen der Managerin des chinesischen Smartphone-Herstellers vor, gegen US-Sanktionen gegen Iran verstoßen zu haben. Sie fordern die Auslieferung Mengs, die in Kanada auf Wunsch von US-Behörden festgenommen wurde. China reagierte mit einer wütenden Protestnote.

Zwar sagte US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow, dass der Konflikt kein Hindernis in den Handelsgesprächen mit China sei. Und auch Trump selbst hatte zuvor getwittert: "Die China-Gespräche laufen gut!" Analysten sagten jedoch, dass Investoren in den Aussagen der US-Regierung konkrete Hinweise darauf vermissten, wie chinesische Zollerhöhungen vermieden werden sollen.

Im Dow Jones verzeichneten nur die Papiere des Ölkonzerns Chevron ein kleines Plus. Die Ölpreise waren nach einer Einigung führender Ölstaaten auf eine überraschend starke Förderkürzung kräftig gestiegen.

kko/dpa/Reuters

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