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Wirtschaft

Strom für 50.000 Haushalte

EnBW baut Deutschlands größten Solarpark

Der Energieversorger EnBW will östlich von Berlin die größte Solaranlage Deutschlands bauen - ohne staatliche Förderung.

picture alliance / dpa

Solarpark (Archiv)

Mittwoch, 06.02.2019   11:37 Uhr

Östlich von Berlin soll nach dem Willen des Energieversorgers EnBW bald Solarstrom gewonnen werden - und zwar sehr viel Solarstrom. Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge plant der Konzern in Weesow-Willmersdorf (Brandenburg) den Bau einer Solaranlage auf 164 Hektar Land, das entspricht der Fläche von mehr als 200 Fußballfeldern.

Die geplante Leistung gibt das Unternehmen mit 175 Megawatt an. EnBW gibt an, mit der Anlage bis zu 50.000 Haushalte mit Elektrizität versorgen zu können. Der Park werde die bislang größte Anlage dieser Art in Deutschland. Der erste Strom könnte ab 2020 fließen.

Das Investitionsvolumen wird in Branchenkreisen auf bis zu 150 Millionen Euro geschätzt. Finanzieren will EnBW die Anlage nach Aussage von Technikvorstand Hans-Josef Zimmer ohne staatliche Förderung. "Wir sind überzeugt, dass sich zumindest erste große Solarparks in absehbarer Zeit wirtschaftlich betreiben lassen - ohne Subventionen", sagte er dem "Handelsblatt".

Sollte das tatsächlich gelingen, wäre das eine Zäsur: Bislang ist Solarstrom in Deutschland stark gefördert worden. Inzwischen gibt es aber auch Start-ups wie Enyway, die Ökostromsubventionen überflüssig machen wollen. Auch Vattenfall hat ehrgeizige Solarpläne.

beb/dpa

insgesamt 121 Beiträge
emil7685 06.02.2019
1.
Kann man nicht mal mit diesem absolut unseriösen "Strom für fünfzigtausend Haushalte" - Schmarrn aufhören? Ein Solarpark,egal wie groß,erzeugt Strom für exakt genau Null Haushalte. Es sei denn,die Haushalte [...]
Kann man nicht mal mit diesem absolut unseriösen "Strom für fünfzigtausend Haushalte" - Schmarrn aufhören? Ein Solarpark,egal wie groß,erzeugt Strom für exakt genau Null Haushalte. Es sei denn,die Haushalte verzichten Nachts auf Strom. Ähnlich ist es mit den "Fußballfeldern" als Flächenmaß. Kann man in Deutschland wirklich nicht mehr davon ausgehen dass Leser von Zeitungen wissen,was ein "Quadratmeter" oder ein "Hektar" ist?
vox veritas 06.02.2019
2. wow - Stolze Leistung
Da wird tatsächlich eine Anlage aufgestellt, die 50000 Haushalte versorgen kann. Eine Leistung auf die man wirklich stolz sein darf. Dazu aber zwei Fragen: 1. Was ist mit der Bodenversiegelung und dem Schattenwurf durch diese [...]
Da wird tatsächlich eine Anlage aufgestellt, die 50000 Haushalte versorgen kann. Eine Leistung auf die man wirklich stolz sein darf. Dazu aber zwei Fragen: 1. Was ist mit der Bodenversiegelung und dem Schattenwurf durch diese Anlage? 2. Und was machen die anderen 2 950 000 Haushalte in Berlin?
Flari 06.02.2019
3. EnBW scheint mit steigenden Strompreisen zu rechnen.
Bei (geschätzten) 150 mio Euro Erstinvest müsste der Strom daraus durchschnittlich(!) knapp über 6 ct/kWh bringen, nur um die Investitionskosten nach 15 Jahren wieder eingenommen zu haben. Ohne Betriebskosten, Pacht, etc.
Bei (geschätzten) 150 mio Euro Erstinvest müsste der Strom daraus durchschnittlich(!) knapp über 6 ct/kWh bringen, nur um die Investitionskosten nach 15 Jahren wieder eingenommen zu haben. Ohne Betriebskosten, Pacht, etc.
penie 06.02.2019
4. das wird die Dysbalance der Netze noch weiter verschärfen
d.h. bei Sonne und Wind Überkapazitäten, die "weggeregelt" werden müssen und bei "Dunkelflaute" zu wenig konventionelle Kapazität. In 2018 hatten wir 78 Kurzzeitabschaltungen, z.B. für Aluminiumwerke. [...]
d.h. bei Sonne und Wind Überkapazitäten, die "weggeregelt" werden müssen und bei "Dunkelflaute" zu wenig konventionelle Kapazität. In 2018 hatten wir 78 Kurzzeitabschaltungen, z.B. für Aluminiumwerke. Solange das Problem der Stromspeicherung nicht gelöst ist, wird diese Zahl steigen und damit die Kosten für uns alle. Warten wir mal auf die Abschaltung der Braunkohlekraftwerke, dann wird es richtig lustig.
tempus fugit 06.02.2019
5. Ergo:...
EnBW kann nicht rechnen?`!...
Zitat von FlariBei (geschätzten) 150 mio Euro Erstinvest müsste der Strom daraus durchschnittlich(!) knapp über 6 ct/kWh bringen, nur um die Investitionskosten nach 15 Jahren wieder eingenommen zu haben. Ohne Betriebskosten, Pacht, etc.
EnBW kann nicht rechnen?`!...
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