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Wirtschaft

Hotelkette

Chinesen steigen in großem Stil bei Hilton ein

Investoren aus Fernost stecken eine Milliardensumme in die Hotelkette Hilton. Der chinesische Konzern HNA wird damit zum größten Anteilseigner.

DPA

Hilton-Hotel in Berlin (Archivfoto)

Montag, 24.10.2016   17:16 Uhr

Die chinesische HNA-Gruppe erwirbt einen Anteil von 25 Prozent am US-Hotelriesen Hilton. Die Chinesen kaufen die Anteile dem US-Finanzinvestor Blackstone für 6,5 Milliarden Dollar ab, teilte das Unternehmen mit. HNA will 26,25 Dollar pro Hilton-Aktie zahlen, das entspricht einem Aufschlag von knapp 15 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag.

Der Deal soll im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden. Hilton wird im Rahmen der Transaktion mit 26 Milliarden Dollar bewertet. Die Beteiligung des bislang größten Hilton-Anteilseigners Blackstone sinkt auf 21 Prozent. Anleger reagierten positiv - die Hilton-Aktie legte vorbörslich zeitweise um über sechs Prozent zu. "Wir heißen HNA als langfristigen strategischen Partner willkommen", verkündete Hilton-Chef Christopher Nassetta.

Der Luftfahrt- und Schiffskonzern HNA hatte zuletzt bereits die Schweizer Bordverpflegungsfirma Gategroup übernommen, einen Rivalen der Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs.

Chinesische Investoren befinden sich weltweit auf Einkaufstour. In diesem Jahr haben Unternehmen aus der Volksrepublik bislang die Rekordsumme von 181 Milliarden Dollar für Übernahmen im Ausland ausgegeben. Das sind 70 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2015. Hintergrund ist die Konjunkturabkühlung in China.

asa/dpa/Reuters

insgesamt 9 Beiträge
Sabi 24.10.2016
1. Geld
Im bevölkerungsreichsten kommunistischen Staat, China, sind in wenigen Jahren viele zu Milliardären und Multimillionären geworden. Das Geld muss angelegt werden und zwar, weit weg von der kommunistischen Partei- sicher ist [...]
Im bevölkerungsreichsten kommunistischen Staat, China, sind in wenigen Jahren viele zu Milliardären und Multimillionären geworden. Das Geld muss angelegt werden und zwar, weit weg von der kommunistischen Partei- sicher ist sicher ! Die Milliarden finden ihren Weg........
hohnstein2016 24.10.2016
2. Europa ist viel zu langsam...da kommt noch mehr
Ich bin oft und lange in China Geschäftlich unterwegs. Es ist für Europäische Verhältnisse unvorstellbar, für jemanden der noch nie selbst in China war sowieso, was in China voran geht. Chinas Metropolen, Ballungsgebiete, [...]
Ich bin oft und lange in China Geschäftlich unterwegs. Es ist für Europäische Verhältnisse unvorstellbar, für jemanden der noch nie selbst in China war sowieso, was in China voran geht. Chinas Metropolen, Ballungsgebiete, Infrastruktur dort, Flughäfen, U-Bahnen, Highspeedzüge etc. sind jetzt schon viel moderner als in Europa !! Jedesmal wenn ich in China bin denke ich.... Europa wird da langfristig nicht mehr mithalten können wenn alles weiter so langsam in Zukunft in Europa voran geht... Das meisste was über China in D so kommuniziert wird stimmt so auch überhaupt nicht....
mariomeyer 24.10.2016
3. @Hohenstein2016 #2
Als vor Wissen zu Land und Leuten strotzender China-Reisender ist Ihnen gewiss bewusst, dass es dem Regime in Peking darum geht zu beeindrucken, wenn gebaut wird. Quasi als Stein gewordener Beweis dafür, dass die Partei sich um [...]
Als vor Wissen zu Land und Leuten strotzender China-Reisender ist Ihnen gewiss bewusst, dass es dem Regime in Peking darum geht zu beeindrucken, wenn gebaut wird. Quasi als Stein gewordener Beweis dafür, dass die Partei sich um den Fortschritt kümmert; Fortschritt, den man sehen, anfassen und den Ignoranten in Europa mit warmen Worten beschreiben kann. Darüber vergessen manche Leute in ihrem Beeindrucktsein, dass die Volksrepublik China Probleme hat, die es in Europa in der Form nie geben wird, Umweltzerstörung, Korruption, politische Intransparenz, Unmöglichkeit der Teilhabe an politischen Prozessen für die meisten Untertanen (ohne Rechte ist man kein Bürger, oder?), massiv ungleich verteilter Wohlstand, Zensur, Bevormundung in Sachen Familienplanung, die von Gängelung bis hin zu Zwangsabtreibungen reicht, Lebensstandards abseits der funkelnden Städte, die jeder Beschreibung spotten, rapide Überalterung der Gesellschaft, Jungenüberschuss, stark schwankende Qualität der schulischen und universitären Ausbildung, eine medizinische Infrastruktur, die vor zehn Jahren noch als unterhalb des Standards in Sub-Sahara-Ländern beschrieben wurde und vieles mehr. Das sieht man aber nicht auf Anhieb, wenn man oft und lange geschäftlich in China unterwegs ist. Dafür muss man sich schon ein bisschen für das Land interessieren und dort leben.
thequickeningishappening 25.10.2016
4. Das Investmentvolumen steigt
Die Devisenreserven (Fiatgeld) sinken!
Die Devisenreserven (Fiatgeld) sinken!
michael_weste 25.10.2016
5.
Das ist jetzt aber mal eine Erkenntnis. Wenn ich im Jahr 2010-2016 was baue ist es moderner als Bauten von 1970, soll wohl so sein. Heißt aber, auch die Gebäude sind dann in 40 Jahren alt. Davon abgesehen, was wird denn hier [...]
Zitat von hohnstein2016Ich bin oft und lange in China Geschäftlich unterwegs. Es ist für Europäische Verhältnisse unvorstellbar, für jemanden der noch nie selbst in China war sowieso, was in China voran geht. Chinas Metropolen, Ballungsgebiete, Infrastruktur dort, Flughäfen, U-Bahnen, Highspeedzüge etc. sind jetzt schon viel moderner als in Europa !! Jedesmal wenn ich in China bin denke ich.... Europa wird da langfristig nicht mehr mithalten können wenn alles weiter so langsam in Zukunft in Europa voran geht... Das meisste was über China in D so kommuniziert wird stimmt so auch überhaupt nicht....
Das ist jetzt aber mal eine Erkenntnis. Wenn ich im Jahr 2010-2016 was baue ist es moderner als Bauten von 1970, soll wohl so sein. Heißt aber, auch die Gebäude sind dann in 40 Jahren alt. Davon abgesehen, was wird denn hier so kommuniziert? China ist eine quasi Diktatur und wenn sich hier unsere AfD´ler über Frau Merkel aufregen, viel Spaß mit der kommunistischen Partei, die gehen wirklich über Leichen. Und deshalb bauen die Chinesen ja auch so schöne Metropolen, wenn da jemand wohnt...kommt er weg, Umweltschutz...na ja die Kohle ist Hauptenergieträger, Umweltverschmutzung...Smog überall.

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