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Wirtschaft

Huawei-Finanzchefin Meng in Haft

China droht Kanada

"Extrem abscheulich": In China ist die Wut groß über die Festnahme von Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou. Nun hat das chinesische Außenministerium reagiert.

REUTERS

Huawei-Logo in Shanghai

Samstag, 08.12.2018   16:19 Uhr

Nach der Festnahme der Huawei-Managerin Meng Wanzhou hat Chinas Außenministerium eine Drohung ausgesprochen: Der Vize-Außenminister Le Yucheng forderte Kanada auf, die Finanzchefin des Konzerns unverzüglich freizulassen, andernfalls müsse das Land mit Konsequenzen rechnen.

Der Botschafter Kanadas sei einbestellt worden und dabei über den "starken Protest" der Volksrepublik informiert worden, teilte das Außenministerium mit. Der Fall sei "extrem abscheulich". Welche Folgen Kanada bei einer Weigerung drohten, blieb allerdings offen.

Am 1. Dezember ist Meng, die die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei ist, in Vancouver verhaftet worden. Die Ermittler werfen der Managerin vor, über eine Firma namens Skycom technische Geräte an Iran verkauft zu haben. Dadurch habe sie das Sanktionsrecht verletzt.

Meng kämpft um ihre Freilassung auf Kaution. Die USA fordern ihre Auslieferung. Bei einer Verurteilung drohen der 46-Jährigen Jahrzehnte im Gefängnis.

Die chinesische Regierung hatte bereits mit Protest auf die Festnahme reagiert, chinesische Medien attackierten die USA.

cop/Reuters

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