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Wirtschaft

Insolvenzverfahren

Kettcar-Hersteller vorerst gerettet

Kettler kann vorerst weitermachen. In letzter Minute wurde für den Kettcar-Hersteller eine Zwischenfinanzierung gefunden, doch die Suche nach einem endgültigen Investor steht noch an.

FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Kettler in Ense, Nordrhein-Westfalen

Freitag, 09.11.2018   23:59 Uhr

Neue Hoffnung für den von der Schließung bedrohten Kettcar-Hersteller Kettler: Laut Deutscher Presseagentur ist es dem Unternehmen in letzter Minute gelungen, eine Zwischenfinanzierung von der Heinz-Kettler-Stiftung zu erhalten. Damit kann das Unternehmen die Suche nach potenziellen Investoren fortsetzen. "Ich würde mir wünschen, dass wir in den kommenden Wochen den neuen Gesellschafter der Kettler GmbH bekanntgeben können", sagte Kettler-Geschäftsführer Olaf Bierhoff.

Der Durchbruch konnte nach Unternehmensangaben erzielt werden, nachdem die Stiftungsaufsicht das Kuratorium und einen Vorstand der Stiftung abberufen hatte. Sie hatten sich bis dahin einer Einigung verweigert.

Hoffnung auf verlässliche Zukunft für die Beschäftigten

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. "Ich hoffe, dass es jetzt sehr zeitnah zu einer Übernahme des Gesamtunternehmens und nach vielen Jahren der Ungewissheit zu einer verlässlichen Zukunft für die Beschäftigen kommt."

Kettler hatte bereits im Juli einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung gestellt. Ziel war eine Neuausrichtung mithilfe eines Luxemburger Investors. Der Investor warf allerdings das Handtuch, als die Stiftung nicht bereit war, seine Forderungen zu erfüllen. Danach spitzte sich die Situation weiter zu.

Anfang der Woche hatte das Unternehmen gewarnt, es müsse an diesem Freitag den Geschäftsbetrieb einstellen, wenn es keine Zwischenfinanzierung erhalte. Die rund 720 Mitarbeiter würden dann entlassen. Dennoch zögerte die Stiftung, dem Unternehmen unter die Arme zu greifen. Von der Stiftung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

sth/dpa

insgesamt 2 Beiträge
urbuerger 10.11.2018
1. Eines der Traditionsreichen Unternehmungen steht wiedermal vor dem Aus
Viele Unternehmen, welche den Stanndort Deutschland repräsentieren oder repräsentiert hatten sind leider von uns gegangen, oder gegangen worden! Ich würde mir wünschen, das die Politik für derartige Unternehmen eine gewisse [...]
Viele Unternehmen, welche den Stanndort Deutschland repräsentieren oder repräsentiert hatten sind leider von uns gegangen, oder gegangen worden! Ich würde mir wünschen, das die Politik für derartige Unternehmen eine gewisse Institution gründen würde, aus denen diese Firmen, falls noch eine Chance auf Erfolg betseht, zu unterstützen! Gerade die Firma Kettler wäre doch prädistiniert, kleine Fahrzeuge mit E - Antrieb zu konstruieren, die für die Städte geeignet sind, z.B. zur Benutzung als Einkaufsfahrzeuge, anstatt mit dem PKW in die Innenstädte zu fahren! Die wäre eine Möglichkeit, wenn auch nur eine Idee von einem Träumer, der schon lange mal ein solches Fahrzeug aufbauen wollte, aber nicht die finanziellen und räumlichen Möglichkeiten dazu hat!!!
markus_wienken 10.11.2018
2.
Falls für diese Firmen eine Chance auf Erfolg besteht, findet sich auch ein Investor. Die Politik hat für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, nicht sich um tote Pferde zu kümmern.
Zitat von urbuergerViele Unternehmen, welche den Stanndort Deutschland repräsentieren oder repräsentiert hatten sind leider von uns gegangen, oder gegangen worden! Ich würde mir wünschen, das die Politik für derartige Unternehmen eine gewisse Institution gründen würde, aus denen diese Firmen, falls noch eine Chance auf Erfolg betseht, zu unterstützen! Gerade die Firma Kettler wäre doch prädistiniert, kleine Fahrzeuge mit E - Antrieb zu konstruieren, die für die Städte geeignet sind, z.B. zur Benutzung als Einkaufsfahrzeuge, anstatt mit dem PKW in die Innenstädte zu fahren! Die wäre eine Möglichkeit, wenn auch nur eine Idee von einem Träumer, der schon lange mal ein solches Fahrzeug aufbauen wollte, aber nicht die finanziellen und räumlichen Möglichkeiten dazu hat!!!
Falls für diese Firmen eine Chance auf Erfolg besteht, findet sich auch ein Investor. Die Politik hat für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, nicht sich um tote Pferde zu kümmern.

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