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Wirtschaft

Billigkopien

Lego gewinnt Urheberrechtsstreit in China

Chinesische Imitate sind seit Langem ein Problem für Lego. Nun klagte der dänische Bauklotzproduzent erfolgreich gegen zwei Plagiatoren.

Getty Images

Duplo-Spielsteine von Lego

Donnerstag, 07.12.2017   13:44 Uhr

Im Kampf gegen Billigimitate hat der dänische Spielzeughersteller Lego in China einen wichtigen Erfolg erzielt. Dabei geht es um die Lego-Serie Friends, deren Kopien in China unter dem Namen Bela verkauft wurden. Der dänische Spielzeughersteller hatte gegen zwei chinesische Firmen geklagt, deren Bela-Produkte denen der Friends-Serie stark ähnelten.

Wie Lego am Donnerstag mitteilte, urteilte ein Gericht Chinas, dass bestimmte Bela-Produkte Legos Urheberrechte verletzen. Herstellung und der Verkauf stellten unlauteren Wettbewerb dar. Das Gericht habe zudem auf ein unverwechselbares und einzigartiges Aussehen bestimmter Aspekte der Verpackung verwiesen, die wettbewerbsrechtlich geschützt seien.

Kopien aus China sind für Lego seit Längerem ein Problem. Mitte des Jahres war der Konzern aber durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs in Peking gestärkt worden, der das Lego-Logo und den Namen als in China geschützte Marken anerkannt hatte.

Der chinesische Spielzeugmarkt ist für das Unternehmen von großer Bedeutung. In seinen wichtigsten Märkten in Europa und den USA hatte Lego nach jahrelangem Boom zuletzt mit enttäuschenden Umsätzen zu kämpfen.

dab/Reuters

insgesamt 7 Beiträge
Worldwatch 07.12.2017
1. Fluch der guten Qualität
?In seinen wichtigsten Märkten in Europa und den USA hatte Lego nach jahrelangem Boom*zuletzt mit enttäuschenden Umsätzen zu kämpfen.? Die Klötzchen werden nunmehr, in dritter Generation noch, an die Kinder ?vererbt?, und [...]
?In seinen wichtigsten Märkten in Europa und den USA hatte Lego nach jahrelangem Boom*zuletzt mit enttäuschenden Umsätzen zu kämpfen.? Die Klötzchen werden nunmehr, in dritter Generation noch, an die Kinder ?vererbt?, und weiter bespielt. Aufgestockt mit Beständen von Flohmärkten.
pauleschnueter 07.12.2017
2. Das Problem hat Lego selbst gemacht
Ergänzend zum Artikel sei noch darauf hingewiesen, dass es nicht so sehr um die typischen Bauformen der etwa auf dem Photo zum Artikel Steine geht. Die sind älter als Lego und nicht patentierbar. Es geht um Themen-Sets mit [...]
Ergänzend zum Artikel sei noch darauf hingewiesen, dass es nicht so sehr um die typischen Bauformen der etwa auf dem Photo zum Artikel Steine geht. Die sind älter als Lego und nicht patentierbar. Es geht um Themen-Sets mit Spezialteilen wie z.B. in den StarWars-Serien. Hier ist es leider gängige Praxis von Lego nach einiger Zeit diese Sets nicht mehr weiterzuführen. Nun bleibt Sammlern dann nur die Möglichkeit, etwa auf ebay, zu HORRENDEN Preisen die fehlenden Modelle zu kaufen. Hier kommen die chinesischen Produzenten ins Spiel, die auch sehr alte Modelle bis auf das kleineste Steinchen exakt kopieren und Verkaufen. Meines Empfindens nach ist Lego hier wirklich selber mit Schuld daran, dass dieser Markt überhaupt interessant geworden ist. Denn die Marke Lego hat schon etwas ähnlich magisches wie die Marke Apple und normalerweise sind, besonders die erwachsenen Fans, mehr als bereit denen ihr gutes Geld hinterher zu werfen.
g_bec 07.12.2017
3. Jaja.
Die armen Sammler. Sind gezwungen, China-Imitate zu kaufen, weil Lego seine Produktpalette einfach nicht ihretwegen vollumfänglich weiterführt und so die Sammlung unter fehlenden Modellen leidet. Echt schlimm.
Zitat von pauleschnueterErgänzend zum Artikel sei noch darauf hingewiesen, dass es nicht so sehr um die typischen Bauformen der etwa auf dem Photo zum Artikel Steine geht. Die sind älter als Lego und nicht patentierbar. Es geht um Themen-Sets mit Spezialteilen wie z.B. in den StarWars-Serien. Hier ist es leider gängige Praxis von Lego nach einiger Zeit diese Sets nicht mehr weiterzuführen. Nun bleibt Sammlern dann nur die Möglichkeit, etwa auf ebay, zu HORRENDEN Preisen die fehlenden Modelle zu kaufen. Hier kommen die chinesischen Produzenten ins Spiel, die auch sehr alte Modelle bis auf das kleineste Steinchen exakt kopieren und Verkaufen. Meines Empfindens nach ist Lego hier wirklich selber mit Schuld daran, dass dieser Markt überhaupt interessant geworden ist. Denn die Marke Lego hat schon etwas ähnlich magisches wie die Marke Apple und normalerweise sind, besonders die erwachsenen Fans, mehr als bereit denen ihr gutes Geld hinterher zu werfen.
Die armen Sammler. Sind gezwungen, China-Imitate zu kaufen, weil Lego seine Produktpalette einfach nicht ihretwegen vollumfänglich weiterführt und so die Sammlung unter fehlenden Modellen leidet. Echt schlimm.
timo0105 07.12.2017
4. Nicht ganz falsch
Kein Grund zu polemisieren. Wenn Sie sich mit der Materie beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Lego längst vom Kinderspielzeug zum Sammler- und Spekulationsobjekt verkommen ist. Das merkt man deutlich an der [...]
Zitat von g_becDie armen Sammler. Sind gezwungen, China-Imitate zu kaufen, weil Lego seine Produktpalette einfach nicht ihretwegen vollumfänglich weiterführt und so die Sammlung unter fehlenden Modellen leidet. Echt schlimm.
Kein Grund zu polemisieren. Wenn Sie sich mit der Materie beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Lego längst vom Kinderspielzeug zum Sammler- und Spekulationsobjekt verkommen ist. Das merkt man deutlich an der Preisstruktur und der Unbespielbarkeit vieler Sets. Der große Vorteil, aus den Steinen immer wieder was neues bauen zu können, ist durch die vielen Spezialteile zunichte gemacht. Zudem gehen große Teile des Preises für die Bezahlung von Markenrechten bei Disney drauf. Mein Kind spielt gern mit Lego. Allerdings sind die Mengen, die ich vor 30 Jahren hatte, heute nicht mehr bezahlbar.
irobot 07.12.2017
5.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich hatte vor fast 40 Jahren eine riesengroße Kiste mit Lego. Ich hab daraus alles gebaut. Ritterburgen, Fußballstadien, Raumschiffe und sogar eine funktionsfähige Guillotine (mit Papas [...]
Zitat von timo0105Kein Grund zu polemisieren. Wenn Sie sich mit der Materie beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Lego längst vom Kinderspielzeug zum Sammler- und Spekulationsobjekt verkommen ist. Das merkt man deutlich an der Preisstruktur und der Unbespielbarkeit vieler Sets. Der große Vorteil, aus den Steinen immer wieder was neues bauen zu können, ist durch die vielen Spezialteile zunichte gemacht. Zudem gehen große Teile des Preises für die Bezahlung von Markenrechten bei Disney drauf. Mein Kind spielt gern mit Lego. Allerdings sind die Mengen, die ich vor 30 Jahren hatte, heute nicht mehr bezahlbar.
Dem kann ich nur zustimmen. Ich hatte vor fast 40 Jahren eine riesengroße Kiste mit Lego. Ich hab daraus alles gebaut. Ritterburgen, Fußballstadien, Raumschiffe und sogar eine funktionsfähige Guillotine (mit Papas Rasierklingen). War alles ziemlich eckig und und sah nicht so toll aus, aber ich habe Lego geliebt. Ich hab meinem Patenkind letztes Jahr zu Weihnachten einen Lego X-Wing gekauft. Wenn man damit spielen will, muss man die Steinchen teilweise festkleben, weil sonst alles auseinanderfällt. Also einmal zusammenbauen und das war es. Da sind mir die alten Klötzchen aber tausend Mal lieber.

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