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Wirtschaft

Gewinnrückgang

Lego streicht 1400 Stellen

Lego reagiert mit einem umfangreichen Arbeitsplatzabbau auf zuletzt fallende Umsätze. Rund acht Prozent der Belegschaft wird abgebaut.

Lego Education

Legofiguren

Dienstag, 05.09.2017   11:15 Uhr

Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Halbjahr streicht der Spielwaren-Hersteller Lego weltweit 1400 Arbeitsplätze. Das sind etwa acht Prozent der Belegschaft.

"Wir bedauern es sehr, diesen Stellenabbau durchführen zu müssen, der das Leben vieler unserer Mitarbeiter betreffen wird", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Leider bleibt uns jedoch keine andere Wahl."

In der ersten Jahreshälfte war das Geschäft der Lego-Gruppe eingebrochen. Der Gewinn ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum unterm Strich um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Dänische Kronen (rund 457 Millionen Euro) zurück. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14,9 Milliarden Kronen (rund 2 Milliarden Euro).

Als Gründe hierfür gab Lego geringere Einnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten durch Investitionen in die Produktionskapazität und die Verwaltung an.

ssu/dpa

insgesamt 16 Beiträge
eigene_meinung 05.09.2017
1.
und wieder einmal setzen hochbezahlte Manager eine Abwärtsspirale in Gang.
und wieder einmal setzen hochbezahlte Manager eine Abwärtsspirale in Gang.
wombacherg 05.09.2017
2. Alles schon gebaut
M.E. liegt es daran, dass bei Lego Technik alles schon einmal gab. Es gibt nichts interessantes neues mehr ob Bagger, Schiff, Auto etc.
M.E. liegt es daran, dass bei Lego Technik alles schon einmal gab. Es gibt nichts interessantes neues mehr ob Bagger, Schiff, Auto etc.
michaelspreyer 05.09.2017
3. Verückte Welt
Wenn man die Zahlen hier liesst wird einem ja übel: bei 2 mrd Euro Umsatz fast 500 mio Euro Gewinn und das löst Entlassungen von 8% der Mitarbeiter aus?
Wenn man die Zahlen hier liesst wird einem ja übel: bei 2 mrd Euro Umsatz fast 500 mio Euro Gewinn und das löst Entlassungen von 8% der Mitarbeiter aus?
sutrebuh 05.09.2017
4. Jeder vierte Euro Gewinn!
Auf vier Euro Umsatz kommt ein Euro Gewinn, auf 2 Milliarden Euro Umsatz kommen 0,5 Milliarden Euro Gewinn. Dem Unternehmen geht also offensichtlich blendend und andere Firmen würden sich glücklich schätzen, in einer ähnlich [...]
Auf vier Euro Umsatz kommt ein Euro Gewinn, auf 2 Milliarden Euro Umsatz kommen 0,5 Milliarden Euro Gewinn. Dem Unternehmen geht also offensichtlich blendend und andere Firmen würden sich glücklich schätzen, in einer ähnlich komfortablen Lage zu sein. Und jetzt argumentiert man, dass einem angesichts eines kleinen relativen Gewinnrückgangs leider unbedingt Mitarbeiter entlassen müsse. Ehrlich gesagt, komm ich mir für dumm verkauft vor! Das ist weder eine nachvollziehbare Begründung noch in irgendeiner Weise gerechtfertigt. Sicherlich müssen Firmen rentabel arbeiten und ggf. Kosten reduzieren. Lego hat allerdings gar kein Problem der Rentabilität, sondern es läuft statt hervorragend nur noch super. Und schon werden Menschen entlassen. Aber letztlich brauchen wir Unternehmen doch nur, wenn sie den Menschen Wohlfahrt bringen etwa in Form von Beschäftigung. Von dieser Voraussetzung scheint sich Lego wie andere Firmen auch langsam zu verabschieden.
Nordstadtbewohner 05.09.2017
5. Zeichen der Zeit nicht verstanden
Eine Umsatzrendite von 25% ist für ein Unternehmen dieser Größe überlebenswichtig. Die Unternehmensgewinne sind nicht dafür da, überflüssiges Personal zu alimentieren. Wozu das führt, konnte man bei Opel vor allem in [...]
Zitat von michaelspreyerWenn man die Zahlen hier liesst wird einem ja übel: bei 2 mrd Euro Umsatz fast 500 mio Euro Gewinn und das löst Entlassungen von 8% der Mitarbeiter aus?
Eine Umsatzrendite von 25% ist für ein Unternehmen dieser Größe überlebenswichtig. Die Unternehmensgewinne sind nicht dafür da, überflüssiges Personal zu alimentieren. Wozu das führt, konnte man bei Opel vor allem in Bochum sehen. Unternehmensgewinne sind keine Schande, sondern sie sind Grund dafür, dass Eigentümer und Investoren überhaupt Unternehmen erst gründen. Wer das nicht versteht, hat nicht verstanden, wozu Unternehmen überhaupt entstehen.

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