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Wirtschaft

Fragwürdige Hypothekengeschäfte

Morgan Stanley zahlt mehr als zwei Milliarden Dollar

Kompromiss nach jahrelangem Streit: Die Bank Morgan Stanley hat sich mit der US-Finanzaufsicht auf einen Vergleich in Milliardenhöhe geeinigt. Das Geldhaus hatte mit fragwürdigen Hypothekengeschäften viele Anleger hinters Licht geführt.

DPA

Morgan-Stanley-Büro in New York: 2,6 Milliarden Dollar

Donnerstag, 26.02.2015   08:12 Uhr

Washington/New York - Im Streit um windige Hypothekengeschäfte steht Morgan Stanley vor einem Vergleich mit den US-Behörden. Die Bank soll 2,6 Milliarden Dollar (etwa 2,3 Milliarden Euro) zahlen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Es sei eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden. Das Geldhaus habe für den Fall 2,8 Milliarden Dollar zurückgelegt.

Der Kompromiss erfolgt nach einem jahrelangen Konflikt mit dem US-Justizministerium. Morgan Stanley ist eine von etlichen Banken, die Anleger am Markt für mit Immobilien besicherte Wertpapiere hinters Licht geführt haben sollen.

Banken wie Morgan Stanley sollen vor dem Ausbruch der Finanzkrise in großem Stil verschleiert haben, wie kritisch es um die Häuserkredite bestellt war, mit denen die Wertpapiere abgesichert wurden. Als die Immobilienpreise in den USA ab 2007 sanken, konnten viele Eigenheimbesitzer ihre Raten nicht mehr zahlen, und die Papiere verloren massiv an Wert.

Im vergangenen Juli war Morgan Stanley bereits einen Vergleich über 275 Millionen Dollar mit der SEC eingegangen. Im Februar 2014 hatte die Investmentbank den beiden staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac im Rahmen einer Einigung mit der zuständigen Aufsichtsbehörde FHFA insgesamt 1,25 Milliarden Dollar gezahlt.

Anleger nahmen den bevorstehenden Deal mit den Regulierern relativ teilnahmslos zur Kenntnis. Die Aktie von Morgan Stanley Chart zeigennotierte nachbörslich etwas im Minus, reagierte aber kaum.

bka/dpa

insgesamt 3 Beiträge
BANKST3R 26.02.2015
1. Tropfen auf dem heißen Stein
Es wurde etliche Male mehr Gewinn produziert als an Strafzahlungen geleistet werden muss - wenn diese überhaupt geleistet werden und nicht wieder zur Hälfte iwie verrechnet und abgeschrieben werden.
Es wurde etliche Male mehr Gewinn produziert als an Strafzahlungen geleistet werden muss - wenn diese überhaupt geleistet werden und nicht wieder zur Hälfte iwie verrechnet und abgeschrieben werden.
uban1 26.02.2015
2. Warum kein Schadensersatz in Deutschland?
Warum klagen die geschädigten Banken/Anleger/Wirtschaftsministerium nicht gegen die US-verursachte Krise auf Schadensersatz? Kann es sein dass wir in Deutschland nicht gegen US Unternehmen klagen dürfen? Wird das mit TTIP usw [...]
Warum klagen die geschädigten Banken/Anleger/Wirtschaftsministerium nicht gegen die US-verursachte Krise auf Schadensersatz? Kann es sein dass wir in Deutschland nicht gegen US Unternehmen klagen dürfen? Wird das mit TTIP usw noch schlimmer? Abzocken Europas und der Welt mit selbstgefrickelten Gesetzen?
w.diverso 26.02.2015
3.
Und wie viel hat Morgan Stanley vorher dabei verdient? Wahrscheinlich lachen die dort über diese Summe.
Und wie viel hat Morgan Stanley vorher dabei verdient? Wahrscheinlich lachen die dort über diese Summe.

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