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Wirtschaft

Steuerrabatt

Scholz will Elektro-Dienstwagen länger fördern

Die Nachfrage nach Elektroautos bleibt schwach, Steuervorteile für Dienstwagen sollen sie befördern. Finanzmister Olaf Scholz will die Subvention länger gewähren, "vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt".

DPA

Olaf Scholz in einem elektrischen Dienstwagen (Archivbild)

Sonntag, 17.02.2019   18:21 Uhr

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat eine deutlich verlängerte Förderung von Elektroautos als Dienstwagen angekündigt. "Die Hälfte aller Autos wird in Deutschland als Dienstwagen verkauft", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich habe mich deshalb entschlossen, dass wir die steuerliche Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden als Dienstwagen nicht 2021 enden lassen, sondern vielleicht über das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen."

Seit Jahresbeginn muss ein Arbeitnehmer, der sein E-Auto auch als Dienstwagen nutzt, nur einen reduzierten Satz von 0,5 Prozent des inländischen Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind es 1,0 Prozent. Die Regelung ist bisher auf drei Jahre befristet.

Plug-in-Hybride sollten künftig aber nur noch gefördert werden, wenn sie "elektrisch eine längere Strecke fahren können als heute, zum Beispiel 80 Kilometer", sagte Scholz. Er erwäge auch eine Ausweitung auf Lieferwagen mit Elektroantrieb, die innerstädtisch unterwegs sind. "Damit verbessern wir die Luftqualität und erreichen unsere Klimaziele schneller."

Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland ist immer noch gering. Hauptgrund sind der vergleichsweise hohe Preis der Fahrzeuge sowie eine unzureichende Lade-Infrastruktur. Auch im Sinne des Klimaschutzes soll die Elektromobilität aber ausgebaut werden.

dab/dpa

insgesamt 19 Beiträge
scharri-frank 17.02.2019
1. Her Minister,
was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, vorhandene E-Autos nicht mit in diese Regelung zu übernehmen? Sollen die Pioniere so bestraft werden? Übrigens auch bei den E-bikes!!! Sehr clever!
was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, vorhandene E-Autos nicht mit in diese Regelung zu übernehmen? Sollen die Pioniere so bestraft werden? Übrigens auch bei den E-bikes!!! Sehr clever!
ziehenimbein 17.02.2019
2. Es geht um Firmenwagen, die auch privar genutzt werden,
nicht, wie im zweiten Absatz geschrieben, die dienstliche Nutzung privater Pkw. Das ist ein enormer Unterschied. Eine Senkung der Einkommensteuer für Dienstwagenfahrer, die ein E-Auto oder einen Hybriden fahren, der womöglich [...]
nicht, wie im zweiten Absatz geschrieben, die dienstliche Nutzung privater Pkw. Das ist ein enormer Unterschied. Eine Senkung der Einkommensteuer für Dienstwagenfahrer, die ein E-Auto oder einen Hybriden fahren, der womöglich nie mit Strom betankt wird, ist in meinen Augen vollkommen sinnfrei. Es würde doch ausreichen, die Förderung beim Listenneupreis herauszurechnen. Sinnvoller wäre, meiner Meinung nach, den Verbrauch des Fahrzeuges als Maßstab zu nehmen, dann würden vielleicht eher kleinere, sparsamere Fahrzeuge ausgewählt. Damit würden die Emissionen auch gesenkt. Dumm nur, dass das nicht den Interessen der Autoindustrie dient. Nicht nur die Verkehrsminister der CSU scheinen sich für die Autoindustrie einzusetzen auch der liebe Herr Scholz, scheint sich womöglich so seine Zukunft zu sichern. Fakt ist doch auch, dass diese Monster mit mehr als 2t Gesamtgewicht auch erst einmal gebaut werden müssen.
karl-felix 17.02.2019
3. Wie
kommen Sie zu dieser Aussage? Ich entnehme dem Artikel, dass diese vernünftige Regelung für alle Arbeitnehmer gilt , die ein E-auto Firmenwagen auch privat nutzen . Ich denke das wirkt . Die Sache mit den Lieferwagen [...]
Zitat von scharri-frankwas haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, vorhandene E-Autos nicht mit in diese Regelung zu übernehmen? Sollen die Pioniere so bestraft werden? Übrigens auch bei den E-bikes!!! Sehr clever!
kommen Sie zu dieser Aussage? Ich entnehme dem Artikel, dass diese vernünftige Regelung für alle Arbeitnehmer gilt , die ein E-auto Firmenwagen auch privat nutzen . Ich denke das wirkt . Die Sache mit den Lieferwagen finde ich klasse. Ich bin begeistert, dass die Post mit Streetscootern leise und sauber durch die Stadt huscht. Das kann jeder Handwerker auch machen . In der Stadt ist für Handwerker und Lieferanten die Reichweite kein Problem . Was die Post kann, kann Hermes genausogut- auf lärmende , schmutzige Diesel verzichten . Gute Idee.
paretooptimum 17.02.2019
4. Was genau hat der Arbeitgeber davon
Solange es nicht für den Arbeitgeber wirtschaftlich aktraktiv wird seinen Angestellten ein E-Auto als Dienstwagen zu stellen, wird sich nicht viel tun. Wenn ich mir gar kein E-Auto als Dienstwagen aussuchen kann, da in der [...]
Solange es nicht für den Arbeitgeber wirtschaftlich aktraktiv wird seinen Angestellten ein E-Auto als Dienstwagen zu stellen, wird sich nicht viel tun. Wenn ich mir gar kein E-Auto als Dienstwagen aussuchen kann, da in der Vollkostenbetrachtung für das Unternehmen zu teuer und somit gar nicht auf der Liste der auszuwählenden Fahrzeuge ist, bringt mir die 0,5 Regel nichts. Das wird zwar nicht viel bringen, aber in Großstädten könnte es zu mehr E-Autos führen.
bissig 17.02.2019
5. Ganz einfach
erstens geht es um Dienstwagen, und zweitens geht es darum, dass mehr Fahrzeuge gekauft werden - man will ja immer noch die hehren Ziele bzgl. der in D zugelassenen E-Fahrzeuge erreichen .... Derjenige, der sein Fahrzeug [...]
Zitat von scharri-frankwas haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, vorhandene E-Autos nicht mit in diese Regelung zu übernehmen? Sollen die Pioniere so bestraft werden? Übrigens auch bei den E-bikes!!! Sehr clever!
erstens geht es um Dienstwagen, und zweitens geht es darum, dass mehr Fahrzeuge gekauft werden - man will ja immer noch die hehren Ziele bzgl. der in D zugelassenen E-Fahrzeuge erreichen .... Derjenige, der sein Fahrzeug gekauft hat, war damals der Dumme, weil er ja "so blöd" war, sich ein E-Auto zu kaufen, und ist es heute auch, weil er "so blöd" war, sich so früh ein E-Auto zu kaufen. Man kann von der Politik nunmal im Nachhinein für eine gute Entscheidung keine Dankbarkeit erwarten.

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