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Wirtschaft

Porto

Post erhöht Preise für Waren- und Büchersendungen

Die Deutsche Post zieht Konsequenzen aus dem Gewinnrückgang im Brief- und Paketgeschäft: Ab Juli müssen die Verbraucher mehr für Bücher- und Warensendungen zahlen.

DPA

Kleintransporter der Deutschen Post

Freitag, 18.05.2018   10:52 Uhr

Die Deutsche Post schraubt nach dem jüngsten Gewinnrückgang im Heimatgeschäft das Porto für Bücher- und Warensendungen kräftig nach oben. Für die Büchersendung "Groß" (bis 500 Gramm) verlangt die Post mit 1,20 Euro ab 1. Juli ein Fünftel mehr als bisher, wie der Dax-Konzern am Freitag in Bonn mitteilte. Für die Warensendung "Kompakt" (bis 50 Gramm) werden mit 1,30 Euro sogar 44 Prozent mehr fällig. Die Post begründete den Schritt mit allgemeinen Kostensteigerungen und höheren Transportpreisen.

Bei den größeren Varianten der Bücher- und Warensendungen fallen die Preiserhöhungen nicht so stark aus. Für die Büchersendung "Maxi" steigt der Preis von 1,65 auf 1,70 Euro, für die Warensendung "Groß" von 1,90 auf 2,20 Euro. Für Letztere sollen aber künftig höhere Rabatte gelten, sodass der Preis für Rabattkunden gleichbleibt.

Andere Briefprodukte sind von den Anhebungen nicht betroffen. So ist das Porto für den Standardbrief von 70 Cent staatlich reguliert, eine Erhöhung ist aber ab Anfang 2019 prinzipiell wieder möglich.

mik/dpa

insgesamt 21 Beiträge
erzengel1987 18.05.2018
1. ist ok
Die Postboten sollten dann aber auch mehr Gehalt bekommen, vor allem nicht mehr unter so großem Zeitdruck stehen. Den Job den die machen, hält doch kaum noch einer durch. Vor allem kann davon keiner wirklich leben. Daher ein [...]
Die Postboten sollten dann aber auch mehr Gehalt bekommen, vor allem nicht mehr unter so großem Zeitdruck stehen. Den Job den die machen, hält doch kaum noch einer durch. Vor allem kann davon keiner wirklich leben. Daher ein Paket kann auch gerne 4 Euro Versand kosten oder 6 Euro alles bezahlbar. Vergleich einmal in die Stadt fahren kostet 50 Cent bis 2 Euro Benzin und 10 Euro Parkgebühren. Bus und Bahn kosten ebenfalls 2,50 bis 5 Euro also wäre 6 Euro für ein Paket angemessen. Ich bestelle ebenfalls gerne aber ich würde auch gerne sehen, dass die Leute zumindest bei der Deutschen Post gut geht. Vor allem immer mehr Städte wollen keine Autos mehr haben und somit bleibt einem ja keine andere Wahl als Online einzukaufen, auch wenn es bedeutet dass Städte ihre Geschäfte immer mehr verlieren^^ aber gut ist ja von der Politik gewollt. Daher sage ich ich bezahl gerne 6 Euro und mehr für ein Paket von einem freundlichen und motivierten DHL Mitarbeiter.
Bin_der_Neue 18.05.2018
2.
Immer wieder heißt es, das Brief- und vor allem Paketgeschäft der Post sei rückläufig. Der Onlinehandel hingegen boomt wie nie zuvor und demzufolge werden auch entsprechend viele Sendungen im Umlauf sein. Und da will uns die [...]
Immer wieder heißt es, das Brief- und vor allem Paketgeschäft der Post sei rückläufig. Der Onlinehandel hingegen boomt wie nie zuvor und demzufolge werden auch entsprechend viele Sendungen im Umlauf sein. Und da will uns die Post weismachen, das Paketgeschäft stagniert? Irgendwas kann da doch nicht stimmen. Gut, es gibt weitere Logistikdienstleister wie UPS, DPD, GLS, Hermes und wie sie alle heißen mögen, aber die meisten Onlineshops versenden an Privatkunden doch nach wie vor über DHL? Und ich stehe sicher nicht alleine da, wenn ich sage, sobald ich zwischen DHL und einem anderen Versandweg auswählen kann, nehme ich DHL. Wer seine Sendung schon einmal in einem 30 Km entfernten DPD Depot hat abholen müssen, weiß wovon ich rede.. Nein, das Paketgeschäft der Post müsste in Zeiten des Onlinehandels florieren, ich sehe da eher Missmanagement als Ursache, der Kunde darf es dann mit ständig höheren Preisen ausgleichen. Die Post mag schon lange nicht mehr staatlich sein, aber verkrustete Strukturen lösen sich eben nur langsam.
andneu 18.05.2018
3. @erzengel1987
Sie werden irgendwann 6 Euro und mehr für ein Paket bezahlen aber die DHL-Mitarbeiter bekommen nicht einen Cent mehr.
Zitat von erzengel1987Die Postboten sollten dann aber auch mehr Gehalt bekommen, vor allem nicht mehr unter so großem Zeitdruck stehen. Den Job den die machen, hält doch kaum noch einer durch. Vor allem kann davon keiner wirklich leben. Daher ein Paket kann auch gerne 4 Euro Versand kosten oder 6 Euro alles bezahlbar. Vergleich einmal in die Stadt fahren kostet 50 Cent bis 2 Euro Benzin und 10 Euro Parkgebühren. Bus und Bahn kosten ebenfalls 2,50 bis 5 Euro also wäre 6 Euro für ein Paket angemessen. Ich bestelle ebenfalls gerne aber ich würde auch gerne sehen, dass die Leute zumindest bei der Deutschen Post gut geht. Vor allem immer mehr Städte wollen keine Autos mehr haben und somit bleibt einem ja keine andere Wahl als Online einzukaufen, auch wenn es bedeutet dass Städte ihre Geschäfte immer mehr verlieren^^ aber gut ist ja von der Politik gewollt. Daher sage ich ich bezahl gerne 6 Euro und mehr für ein Paket von einem freundlichen und motivierten DHL Mitarbeiter.
Sie werden irgendwann 6 Euro und mehr für ein Paket bezahlen aber die DHL-Mitarbeiter bekommen nicht einen Cent mehr.
Andraax 18.05.2018
4. Wir sind selber schuld
Die Alternativen zur Post (Hermes, DPD, etc.) können ihre billigen Preise nur bieten, da sie die Zusteller gnandenlos ausnutzen. darunter leidet nicht nur der Service (Zustellversuche werden minimiert), sondern auch die [...]
Die Alternativen zur Post (Hermes, DPD, etc.) können ihre billigen Preise nur bieten, da sie die Zusteller gnandenlos ausnutzen. darunter leidet nicht nur der Service (Zustellversuche werden minimiert), sondern auch die Mitbewerber (Post), die dann eben aufgrund Volumenmangels die Preise erhöhen muss. Jeder, der mit Hermes etc verschickt fördert dieses System. Ich achte darauf, dass meine Lieferungen mit Post/DHL stattfinden, denn da habe ich besseren Service, die 2 Euro mehr Portokosten leiste ich mir.
Braveheart Jr. 18.05.2018
5. Wohlgemerkt ...
... es handelt sich NUR um einen Gewinnrückgang! Die Post schreibt weiter schwarze Zahlen, genau wie DHL (eine 100% Post-Tochter), aber bei den Mitarbeitern auf den unteren Ebenen (BriefträgerInnen, DHL-FahrerInnen, Call-Center [...]
... es handelt sich NUR um einen Gewinnrückgang! Die Post schreibt weiter schwarze Zahlen, genau wie DHL (eine 100% Post-Tochter), aber bei den Mitarbeitern auf den unteren Ebenen (BriefträgerInnen, DHL-FahrerInnen, Call-Center MitarbeiterInnen) kommt nix davon an. Nur die "Großkopferten" füllen sich ihre Taschen. Und schmeißen weiter jeden raus, der das Pech hat, krank zu werden. Trickle-Up economy!!

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Der Konzern
Die Deutsche Post ist mit einem Umsatz von 55,5 Milliarden Euro und mehr als 424.000 Mitarbeitern einer der größten Konzerne der Republik. Das Unternehmen wurde in den neunziger Jahren privatisiert und ging 2000 an die Börse.
Die Geschäftsfelder
Der langjährige Post-Chef Klaus Zumwinkel baute die Deutsche Post durch zahlreiche Zukäufe zum größten Logistik- und Postunternehmen der Welt aus. Zu den wichtigsten Konzernbereichen gehören außer dem deutschen Briefnetz das Express-Geschäft (unter anderem Paket- und Kuriersendungen) und das globale Logistikgeschäft per Schiene, Straße, Luft und See.
Der Chef
Frank Appel ist seit 2008 Vorstandschef der Deutschen Post und damit Nachfolger des in Folge einer Steueraffäre zurückgetretenen Klaus Zumwinkel. Nach dem Studium arbeitete Appel mehrere Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey, bevor er 2000 in den Bonner Post-Tower wechselte.

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