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Wirtschaft

Start-up-Schmiede

Rocket Internet will Aktien zurückkaufen

Seit 2014 ist Rocket Internet an der Börse notiert. Der Wert der Aktie war seither stark gefallen. Diesem Trend will das Unternehmen nun entgegenwirken.

REUTERS

Das Logo von Rocket Internet

Montag, 16.04.2018   16:28 Uhr

Als das Berliner Beteiligungsunternehmen Rocket Internet vor drei Jahren an die Börse ging, waren die Hoffnungen groß. Seither dümpelt der Aktienkurs allerdings vor sich hin. Das soll sich nun ändern.

Die Start-up-Schmiede will seinen Aktienkurs mit einem bis zu 370 Millionen Euro schweren Rückkaufprogramm aufpäppeln. Bis zum 2. Mai könnten bis zu 15,47 Millionen Anteilsscheine - das sind 9,37 Prozent des Grundkapitals - für 24 Euro je Papier angedient werden, teilte das seit März im MDax gelistete Unternehmen mit.

Der philippinische Telekomkonzern PLDT habe sich verpflichtet, die Offerte für mindestens zwei Drittel seiner Beteiligung anzunehmen. Derzeit hält PLDT rund 6,1 Prozent an Rocket Internet.

Rocket Internet gründet Firmen oder investiert in junge Unternehmen, vor allem im Handel und bei Dienstleistungen. Bekanntestes Beispiel ist der Modehändler Zalando , dem 2014 der Sprung in die Gewinnzone gelang. Auf einen erneuten Erfolg dieser Größenordnung wartet Rocket bislang vergeblich.

Insgesamt hatte Rocket Internet zum Jahreswechsel 89 Tochtergesellschaften, 35 weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz der Rocket Internet SE selbst sank nach Verkäufen von Beteiligungen von 50,4 Millionen Euro auf 36,8 Millionen Euro. Den Verlust bezifferte der Konzern auf 6 Millionen Euro nach 741,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der extreme Rückgang hing unter anderem mit dem Verkauf von Delivery-Hero-Aktien und des Online-Händlers Lazada zusammen.

bam/Reuters

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