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Wirtschaft

Selbstfahrende Autos

Honda kooperiert mit GM, Toyota mit Softbank

Im Zukunftsmarkt der Roboterautos schließen die Hersteller weitere Partnerschaften. Toyota will künftig mit dem Technologiekonzern Softbank zusammenarbeiten, Honda mit US-Autobauer General Motors.

AFP

Softbank-Manager Miyakawa, Toyota-Manager Tomoyama

Donnerstag, 04.10.2018   11:38 Uhr

Kaum jemand zweifelt daran, dass das autonome Fahren einer der wichtigsten Märkte der Zukunft ist. Das Problem für Auto- und Techbranche ist nur: Die Entwicklungskosten sind extrem hoch - und Geld verdienen kann man damit noch keins. Kein Wunder, dass sich die Partnerschaften in diesem Bereich häufen. Nun gibt es in Japan gleich mehrere neue Allianzen. Honda Chart zeigen und US-Konkurrent General Motors Chart zeigen haben ihre Zusammenarbeit nun auch auf dieses Gebiet ausgeweitet - und Toyota Chart zeigen will gemeinsam mit Softbank Chart zeigen Roboterautos entwickeln.

Am Mittwoch teilten Honda und General Motors mit, sich bei der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge zusammenzuschließen. Dafür beteiligt sich Honda an der zu GM gehörenden Roboterwagen-Firma Cruise. Die Japaner zahlen zunächst 750 Millionen Dollar für einen Anteil von 5,7 Prozent und wollen über die nächsten zwölf Jahre weitere zwei Milliarden Dollar investieren.

Die Partner wollen zusammen einen Roboterwagen entwickeln, der in großen Stückzahlen für einen weltweiten Einsatz produziert werden soll. Zudem wollen sie einen gemeinsamen Aufbau von Fahrdiensten prüfen. Die Firma Cruise, die auf einem von GM übernommenen Start-up basiert, arbeitet derzeit an Robotertaxis auf Grundlage des elektrischen Bolt der GM-Marke Chevrolet.

Experten gehen davon aus, dass in einer Zukunft mit selbstfahrenden Fahrzeugen das große Geschäft nicht in der Autoproduktion, sondern im Betrieb von Robotertaxis liegen wird. So rechnen GM-Manager damit, dass jeder selbstfahrender Bolt von Cruise mehrere hunderttausend Dollar Umsatz einbringen kann.

Zahlreiche Beteiligungen

An Cruise ist auch der japanische Technologiekonzern Softbank in großem Stil beteiligt - erst im Mai hatte er Investitionen in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar in die GM-Tochter bekanntgegeben.

Softbank will aber auch mit Toyota gemeinsam selbstfahrende Autos entwickeln, wie die Unternehmen am Donnerstag bekanntgaben. Durch die Zusammenarbeit sollten Kosten gespart und Know-how in den Zukunftstechnologien im Automobilbereich gesichert werden. Sie kündigten dazu die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens namens Monet ("Mobility Network") an, an dem Softbank einen Anteil von 50,25 Prozent halten soll.

Sowohl Softbank als auch Toyota sind bereits an den Mitfahrdiensten Uber, Grab und Didi Chuxing beteiligt. Toyota entwickelt selbst Technologien zum autonomen Fahren und künstliche Intelligenz. Softbank hat eine eigene Abteilung für autonomes Fahren, SB Drive, die selbstfahrende Busse entwickelt.

Darüber hinaus arbeiten nicht nur andere große Autoherstellern, sondern auch Zulieferer, Tech-Konzerne wie Apple, Google und Alibaba sowie diverse Start-ups am autonomen Fahren. Auch Renault-Nissan und Daimler wollen einen Ausbau ihrer Kooperation auf die Batterieforschung und selbstfahrender Autos ausloten.

Video: Roboter-Auto - Fahren ohne Fahrer (SPIEGEL TV 2013)

Foto: SPIEGEL TV

fdi/Reuters/dpa

insgesamt 8 Beiträge
pressionist reloaded 04.10.2018
1. Es ist erschreckend ...
... wie blauäugig die deutsche Automobilindustrie in die Zukunft spaziert. Der Markt wird schlichtweg ohne Deutschland aufgeteilt. Arroganz kommt vor dem Fall. Die Bundesregierung muss sich überlegen wie sie die deutsche [...]
... wie blauäugig die deutsche Automobilindustrie in die Zukunft spaziert. Der Markt wird schlichtweg ohne Deutschland aufgeteilt. Arroganz kommt vor dem Fall. Die Bundesregierung muss sich überlegen wie sie die deutsche Wirtschaft für die Zukunft aufstellt. Der Autobau bzw. deren Betrieb in der Zukunft wird wohl nicht mehr das nötige Geld abwerfen, wenn es strategisch so weitergeht. Jeder sollte sich fragen, welche Partei in Deutschland hier etwas vorzuweisen hat und dann sein Kreuz setzen.
juergenhesse 04.10.2018
2. Fragezeichen!
Wieso, trotz (fiktiver Diesel Probleme), produziert und verkauft VW mehr Autos als Toyota? Ford hat seine (Klein)wagen Produktion in de USA eingestellt, um nur noch SUV´und Pickup Trucks zu verscherbeln. Wir haben uns hier in [...]
Zitat von pressionist reloaded... wie blauäugig die deutsche Automobilindustrie in die Zukunft spaziert. Der Markt wird schlichtweg ohne Deutschland aufgeteilt. Arroganz kommt vor dem Fall. Die Bundesregierung muss sich überlegen wie sie die deutsche Wirtschaft für die Zukunft aufstellt. Der Autobau bzw. deren Betrieb in der Zukunft wird wohl nicht mehr das nötige Geld abwerfen, wenn es strategisch so weitergeht. Jeder sollte sich fragen, welche Partei in Deutschland hier etwas vorzuweisen hat und dann sein Kreuz setzen.
Wieso, trotz (fiktiver Diesel Probleme), produziert und verkauft VW mehr Autos als Toyota? Ford hat seine (Klein)wagen Produktion in de USA eingestellt, um nur noch SUV´und Pickup Trucks zu verscherbeln. Wir haben uns hier in Kanada, dank Abfindungspremie, Inzahlungsname unsere (stinkenden ha, ha, ha)DieselGolf und Zuschuss von Ontario, einen eGolf zugelegt. Da haben die Japaner abe gewaltig etwas zu kopieren. Ihr Prius ist, verglichen dazu, eine Pferfekutsche. Deutschlant hat immer noch die besten Ingenieure in der Welt. Ich bin 77 und habe doch einige Erfahrungen mit verschiedenen Automarken, US Ford´s, Chevy´s, DKW, 5 Alfa Romeo´s, 3 VW´s Viktoria Spatz usw. Es ist Schade, wie ihr euch sebstverkrittelt.
TY22 04.10.2018
3. Nur der "gute Ruf"
@juergenhesse: Deutschland hat sicherlich gute Ingenieure, aber bestimmt nicht die besten der Welt. Und die Japaner haben es nötig, den eGolf zu kopieren? Das ist lächerlich. Sie sind technologisch wesentlich weiter als die [...]
@juergenhesse: Deutschland hat sicherlich gute Ingenieure, aber bestimmt nicht die besten der Welt. Und die Japaner haben es nötig, den eGolf zu kopieren? Das ist lächerlich. Sie sind technologisch wesentlich weiter als die deutschen Hersteller. Das einzige, wovon deutsche Hersteller NOCH profitieren, ist ihr guter Ruf aus vergangenen Tagen. Qualitativ können sie diesem Ruf schon lange nicht mehr gerecht werden.
localpatriot 04.10.2018
4. Als ehemaligem Telefunken Mitarbeiter ....
Die Geschichte erinnert mich an die Entwicklung der Unterhaltungsindustrie. Was ist in D noch übrig? Aber man kann immer hoffen dass die Autobosse nicht nur vom Diesel träumen und irgendwo und wie über die [...]
Zitat von pressionist reloaded... wie blauäugig die deutsche Automobilindustrie in die Zukunft spaziert. Der Markt wird schlichtweg ohne Deutschland aufgeteilt. Arroganz kommt vor dem Fall. Die Bundesregierung muss sich überlegen wie sie die deutsche Wirtschaft für die Zukunft aufstellt. Der Autobau bzw. deren Betrieb in der Zukunft wird wohl nicht mehr das nötige Geld abwerfen, wenn es strategisch so weitergeht. Jeder sollte sich fragen, welche Partei in Deutschland hier etwas vorzuweisen hat und dann sein Kreuz setzen.
Die Geschichte erinnert mich an die Entwicklung der Unterhaltungsindustrie. Was ist in D noch übrig? Aber man kann immer hoffen dass die Autobosse nicht nur vom Diesel träumen und irgendwo und wie über die kommenden selbstfahrenden E Autos nachdenken.
juergenhesse 04.10.2018
5. Na denn!
Kaufen Sie sich den Fernost Schrott. Enin Toyota ist mir hier under dem H...ten zsammen gerostet. Ich wa damit nicht alleine, was man an den WW40 Steifen and den Türschlössen sehen konnte. Mein Mazda GLC hatte ähnliche [...]
Zitat von TY22@juergenhesse: Deutschland hat sicherlich gute Ingenieure, aber bestimmt nicht die besten der Welt. Und die Japaner haben es nötig, den eGolf zu kopieren? Das ist lächerlich. Sie sind technologisch wesentlich weiter als die deutschen Hersteller. Das einzige, wovon deutsche Hersteller NOCH profitieren, ist ihr guter Ruf aus vergangenen Tagen. Qualitativ können sie diesem Ruf schon lange nicht mehr gerecht werden.
Kaufen Sie sich den Fernost Schrott. Enin Toyota ist mir hier under dem H...ten zsammen gerostet. Ich wa damit nicht alleine, was man an den WW40 Steifen and den Türschlössen sehen konnte. Mein Mazda GLC hatte ähnliche Probleme. Bei 100Km/h flog hinten die Hatchback Klappe auf. Rost Schäden. Dann flog eine Zündkerze aus dem Zylinder Kopf. Musste den 4 Jahre alten Karren verschrotten. Natürlich sind die jetzt besser, aber für mich zu Spät. Ich sehe ja bei meinen Europa Besuchen, dass der ferne Osten nicht zu populär ist, im Gegensatz zu Nord Amerika, wo die dämlichen Leute der Reklame glauben.

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