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Wirtschaft

Hurrikan-Abwehr in New York

Hier kommt die Flut

In New York lebt eine halbe Million Menschen im Überschwemmungsgebiet. Viele bereiten sich auf die Folgen des Klimawandels vor - aber warum pflanzen einige Lorbeersträucher?

Darren Anthony
Von , New York
Samstag, 08.12.2018   21:36 Uhr

Als der Hurrikan "Sandy" auf New York City zuraste, weigerte sich Karen Blondel, ihre Brooklyner Erdgeschosswohnung unweit des Ufers zu verlassen. "Ich wollte meine Nachbarn nicht im Stich lassen", sagt sie. "Manche sind 80, 90 Jahre alt und auf Hilfe angewiesen."

Also blieb sie. Und sah in jener Oktobernacht 2012 hilflos zu, wie der Sturm eine drei Meter hohe Flutwelle über den Pier schob, dann über den Ikea-Parkplatz und die Dwight Street bis vor ihre Schwelle.

Blondels Wohnung blieb trocken, doch das Salzwasser zerstörte die Boiler und die Elektrik im Keller des Hauses, Teil einer Sozialsiedlung im Viertel Red Hook.

Red Hook stand tagelang unter Wasser. Blondel und die anderen 6300 Bewohner ihrer sechsstöckigen Anlage, meist Schwarze und Latinos, hatten einen Monat weder Strom noch heißes Wasser. Der Schimmel und die Wasserwanzen, die die Wände erklommen, blieben noch länger.

"Wir waren auf uns allein gestellt", erinnert sich Blondel, die seit 1980 in Red Hook lebt - und korrigiert sich schnell.

"Wir sind auf uns allein gestellt."

"Sandy" kostete allein in der US-Metropole 43 Menschen das Leben, überschwemmte rund 90.000 Gebäude und richtete Sachschäden in Höhe von fast 20 Milliarden Dollar an. Es war nur ein Vorgeschmack darauf, was in naher Zukunft droht.

Der Hurrikan galt als Wendepunkt. Als der Moment, da New York erkannte, wie verletzlich es ist. Nicht nur für den gelegentlichen Monstersturm wie "Sandy". Sondern, weil das Meer auch so schon kommt.

Sturmflutsperrwerk wird nicht gebaut

Aber sechs Jahre später hat sich weniger getan als man erwarten könnte. Sicher, es gab Krisensitzungen, Arbeitsgruppen, ambitionierte Pläne. Abermillionen Dollar wurden veranschlagt, der Stadtrat überholte das Flutzonensystem und die Bauvorschriften.

Doch die Bürokratie knirscht, selbst unter dem progressiven Bürgermeister Bill de Blasio, der 2014 antrat und als erstes einen eigenen Sturmbeauftragten benannte.

Die ehrgeizigsten Pläne bleiben Fantasie. Zum Beispiel ein acht Kilometer langes Sturmflutsperrwerk, das die gesamte Hafenbucht zum Atlantik hin abschotten würde.

Darren Anthony

Domino Park: Hier entsteht ein Überflutungsgebiet

Die Outer Harbor Gateway Barrier, die 16-mal so lang wäre wie die Thames Barrier bei London, ist das dramatischste Szenario eines Rettungsplans, den das Army Corps of Engineers im Sommer vorlegte. Die Mauer durchs Meer könnte, samt flankierenden Deichen und weiteren Sperren im Nordosten, bis zu 50 Milliarden Dollar kosten, mehr als das Dreifache dessen, was Washington nach "Sandy" für die Region bereitgestellt hat. Und sie würde andere Ökosysteme bedrohen. Weshalb sie wohl nie gebaut wird.

Doch die New Yorker geben sich selten geschlagen: Wenn die Politik versagt, greifen sie zur Selbsthilfe.

Überall entstehen Privatinitiativen gegen die Sintflut. Hausbesitzer und Mieter, Architekten, Ingenieure und Baufirmen verbünden sich zu Pilotprojekten, die der Politik weit voraus sind - vom Milliardenkonzern zur Aktivistengruppe, vom neuen Whitney Museum am Hudson River, das drei Meter über dem Wasserspiegel gebaut ist, bis zu den alten Sozialbauten von Red Hook.

Brooklyn ist historisch feucht

Dort gründete Karen Blondel nach "Sandy" ein Netzwerk aus Anwohnern und Geschäftsinhabern, die das Problem auf eigene Faust anpacken. Ihre Bürgerinitiative Resilient Red Hook trifft sich meistens in einer Kunstgalerie, um sich auszutauschen über Treibhausgase, Jahrhundertstürme, Meeresspiegel.

Sie beraten, was sie als Privatpersonen tun können, während die Stadtverwaltung Däumchen dreht. Wie sie zu Hause etwas weniger Energie verbrauchen und etwas weniger CO2 produzieren. Wie sie umweltfreundlich pendeln, mit dem Fahrrad und der Fähre. Wie sie das Stromnetz von Red Hook lokal entlasten können. Und wie sie sich selbst für das nächste unvermeidliche Hochwasser wappnen.

An einem schwülen Abend versammeln sich ein paar Dutzend Interessierte in einem 137-jährigen Terrakotta-Altbau in Brooklyn Heights, in einer wesentlich feineren Gegend. Hier hütet die Brooklyn Historical Society die immer schon feucht-tragische Geschichte des Stadtteils.

So findet sich in der Bibliothek das Büchlein "History of the Storms and Gales on Long Island", das den "fürchterlichen" Hurrikan von 1938 beschreibt, bekannt als "Long Island Express", der für viele völlig unerwartet kam. Fast 800 Menschen kamen insgesamt um. Die Vorhersagen haben sich verbessert, die Schutzvorkehrungen nicht so sehr.

"Alle New Yorker leben irgendwie in der Flutzone", sagt die Architektin Gita Nandan, die Resilient Red Hook leitet und auf einem Podest vor dem Publikum sitzt. "Doch die Stadtverwaltung hat uns nur enttäuscht." Viele nicken. "Die schaffen es nicht mal, eine absinkende Straße anzuheben. Bis das fertig ist, sind wir alle ertrunken."

SPIEGEL ONLINE

Jeder achte Neubau New Yorks liegt in einer Flutzone - die American Cooper Buildings sind auf Flutkatastrophen gut vorbereitet

Die exponierten Regionen der US-Ostküste werden nach Messungen der Ozeanografiebehörde NOAA mittlerweile fast jeden zweiten Tag überflutet. Die meistbedrohte Stadt, noch vor Miami und Fort Lauderdale: New York City.

Allein hier leben, so die Forschungsgruppe Climate Central, bald fast eine halbe Million Menschen im unmittelbaren Gefahrenbereich, der bis 2050 ganz untergehen könnte.

Zuallererst würde es Red Hook treffen. Die Landzunge, einst Amerikas geschäftigstes Hafenviertel, verkam, als die Docks zu klein wurden für Containerschiffe. 1939 wurde eine Autobahn um Brooklyn herum gezogen, die Red Hook bis heute vom Rest New Yorks abschneidet. Auf der einen Seite Festland, auf der anderen Wasser.

Von der U-Bahn läuft man eine gute halbe Stunde bis ins Herz von Red Hook, über Kopfsteinpflaster vorbei an Backsteinbauten, Kneipen, überwucherten Sportplätzen. Die Straßen sind an vielen Stellen aufgeplatzt, das Unkraut in den Ritzen verdörrt.

Selbst bei trockenem Wetter sammeln sich trotzdem oft Pfützen. An den Docks bezeugen bis heute Trümmerreste die Kraft von "Sandy"- Betonbrocken, rostige Öltonnen, vereinzelte Stahltrosse, wie Spaghetti verdreht.

Bauen unter den Vorzeichen von "Sandy"

Immerhin: An zwei Straßen hat die Stadt inzwischen provisorische Flutsperren errichtet - lange Rohre aus Maschendraht, mit Sand gefüllt und von Künstlern bemalt. Doch Schilder warnen: Die seien im Notfall kein Schutz.

"Wir haben keine Zeit mehr", weiß Roland Lewis, der Präsident der Waterfront Alliance, einer weiteren Koalition aus Mietern, Geschäftsleuten und Architekten, die schon vor 18 Jahren ins Leben gerufen wurde. "Wir müssen uns anpassen."

Der Stadtplaner lebt seit 1982 in Brooklyn und bewegt sich am liebsten mit dem Fahrrad oder der Fähre fort. Seine Waterfront Alliance hat Richtlinien für "bessere" Ufer entwickelt: bürgernahe Planung, Nachhaltigkeit, "Ökosensibilität", Artenvielfalt, sturmfeste Begrünung. Viele neue Projekte in New York verlassen sich heute darauf.

Auf eines dieser Projekte stößt man, wenn man von Red Hook die Fähre nach Norden nimmt: an Governors Island vorbei, den East River hinauf, unter den Brücken hindurch bis zu den Vereinten Nationen in Manhattan.

Südlich davon sind am Wasser zwei schräge Wolkenkratzer in den Himmel gewachsen. Wirklich schräg: Die kupferverkleideten ungleichen Türme mit 41 und 48 Etagen neigen sich zueinander, in 90 Metern Höhe verbindet sie eine dreistöckige Brücke, eine Skybridge.

Die 2,6-Hektar-Parzelle, auf der sich früher ein Kraftwerk befand, stand jahrelang leer. Im Herbst 2012 erstand der Immobilienkonzern JDS das Areal für 172 Millionen Dollar. Die Vertragstinte war kaum trocken, da kam "Sandy".

Worum es bei der Uno-Klimakonferenz in Katowice geht

Das drei Meter tief ausgegrabene Schottergelände wurde zum Baggersee. "Als wir es zum ersten Mal sahen, konnte man mit einem Kanu drüber paddeln", erinnert sich Simon Koster, Mitinhaber von JDS und ein studierter Ingenieur. "Da wussten wir, dass wir unsere Pläne ändern mussten."

Ein Team aus 50 Architekten und Ingenieuren setzte sich hin, um New Yorks klimabewusstesten, sturmsichersten Skyscraper zu konzipieren. Beim ersten Treffen erzählten sie alle zuerst, wie "Sandy" sie persönlich betroffen habe: Stromausfall, kein Aufzug, Garage geflutet, Toilette kaputt. Die Horrorstorys waren der Ausgangspunkt.

"Die Leute wollen am Fluss wohnen, wir ermöglichen das"

Die exponierte Lage am East River hinterfragten sie dabei nie. "Immer mehr Leute wollen am Fluss wohnen, trotz Hurrikanen und Überschwemmungen", sagt Koster, dessen gegeltes Haar sich im steifen Wind um keinen Millimeter bewegt. "Unsere Aufgabe ist es, das zu ermöglichen."

In der Tat bewegen sich die New Yorker immer mehr aufs Wasser zu statt davon weg. In den letzten Jahren entdeckten sie die alten Industrieufer von Manhattan, Brooklyn und Queens als Freizeitziele und als Wohngebiete. Jeder achte Neubau der Stadt liegt in einer Flutzone.

Die American Copper Buildings, wie sie das Hochhausduo tauften, waren die ersten an Manhattans Ostflanke - und die ersten, die Wind und Wasser dabei in Betracht zogen.

Dazu schachteten sie das Grundstück 15 Meter tief aus, für zwei versiegelte Kelleretagen, verankert in enormen Betonplatten und einem Kiesbett. Hier findet sich, statt der eigentlich üblichen anfälligen Notstromaggregate, ein Parkhaus, das mit Stahltoren abgeschottet werden kann.

Das Notfallzentrum des gesamten Baus dagegen liegt in sicherer Entfernung vom Wasser - in 160 Metern Höhe. Im 48. Stock würde sonst ein Penthouse locken, mit sündteurem Fernblick. An seiner Stelle harren im Dachgeschoss des West Towers fünf Generatoren ihres Noteinsatzes. Wände und Fenster sind mit Schaltanlagen zugestellt.

Die 400-Kilowatt-Maschinen sind erdgasbetrieben, also unabhängig von Öllieferungen, und können beide Hochhäuser mit Strom versorgen, ohne das öffentliche Stromnetz anzuzapfen, das nach "Sandy" zusammenbrach. Sollte der Strom nur in einem Turm ausfallen, übernimmt der andere das Kommando.

Kühlschrank und Handy laufen auch im Ernstfall

Denn die Skybridge, die beide Teile verbindet, birgt nicht nur Opulenz (Swimmingpool, Billiardsaal, Sportstudio mit Blick aufs Empire State Building). Durch den doppelten Boden der Hochbrücke ziehen sich kilometerlange Kabel und Rohre - die unsichtbaren Pulsadern des Komplexes.

Jedes der 760 Apartments ist autark. Die Kühlschränke funktionieren unter allen Bedingungen, ebenso eine Steckdose pro Wohnung, um elektronische Geräte aufzuladen. Lebensmittel und Smartphones, was braucht man mehr? So können die Bewohner weiterleben, egal, was draußen los ist, jenseits ihrer Doppelglasfenster.

Das sei der Wohnungsbau der Zukunft sagt Koster und zeigt von der Brücke hinunter auf den Fluss. Am Horizont ist der nahe Atlantik zu sehen, von dem die Gefahr droht. Klar, die Sonderausstattung ist nicht billig: "Wir opfern Quadratmeter, die wir vermieten könnten," , sagt Koster.

Mehr zum Klimawandel

Die Apartments sind auch so teuer genug. Für eine kleine Einzimmerwohnung musste man zuletzt 3139 Dollar Monatsmiete hinblättern - und fürs Pseudo-Penthouse unter der Generatoren-Etage 24.000 Dollar.

Wer privat finanzierten Sturmschutz gratis erleben will, muss wieder drei Fährstationen nach Süden tuckern, an die Waterfront des Brooklyner In-Viertels Williamsburg.

Im Schatten der Williamsburg Bridge kauerte seit 1856 die Domino Sugar Factory, einst die weltgrößte Zuckerfabrik. 2004 wurde der Betrieb eingestellt und der Großteil der Ziegelhallen abgerissen. Es blieb der denkmalgeschützte Kern mit seinem fast 60 Meter hohen Schornstein.

Bürger protestierten jahrelang gegen eine Luxusbebauung des Geländes. Ein erster Investor ging pleite, und auch die Brooklyner Firma Two Trees scheiterte zunächst vor dem Stadtrat, bevor sie sich mit dem jetzigen Plan durchsetzte.

Der sieht futuristische Wohnblocks vor - und eine Ökobarrikade am Wasser: Der im Sommer eröffnete Domino Park wurde ebenfalls direkt nach "Sandy" konzipiert. Auch hier lernten die Designer von den Folgen des Supersturms.

Die Grünanlage sitzt auf einem 400 Meter langen Podium am Ufer, anstelle des früheren Fabrikdocks. Das Podium wiederum ruht auf Pfeilern, die hoch genug sind, um auch eine Jahrhundertflut zu überragen - und erst recht die Erhöhung des Meeresspiegels. 175 Bäume sollen Regenwasser absorbieren, flankiert von resistenten Pflanzenarten: Lorbeersträucher, Hirsegras, Flieder.

Schöne neue Klimawandelwelt

"Wir leben in einer neuen Welt", sagt Rachel Lexier-Nagle vom zuständigen Designbüro ShoP. "Für uns Designer ist das sehr spannend." Auch wenn manche in Washington den Klimawandel weiter als Fake News abtun: "Zu diesem Lager gehören wir nicht."

Donnerstagnachmittag, der Park ist rappelvoll. Passanten flanieren am Wasser, Kinder spielen in den Brunnen. Mehr als 30 restaurierte Objekte aus der Zuckerfabrik - Poller, Siruptanks, Lastkräne - verwandeln das Sturmbollwerk an normalen Tagen in ein Open-Air-Industriemuseum. Seit seiner Eröffnung ist der Ökopark ein Hit bei den New Yorkern, selbst wenn die meisten seinen wahren Nutzwert im Katastrophenfall nicht ahnen.

"Die Stadt hat uns zwar unterstützt", sagt Lexier-Nagle diplomatisch über die jahrelange Planungsodyssee. "Aber letztlich war es privates Engagement, das all das möglich machte."

Das wird nicht reichen. Vor allem nicht in armen Vierteln wie Red Hook, um die große Investoren bisher einen Bogen machen. Der sturmsicherste Ort in Red Hook ist ausgerechnet Ikea - der schwedische Discounter baute seinen Riesenladen auf Stelzen. Nach "Sandy" schlug das US-Katastrophenschutzamt Fema deshalb dort seine Kommandozentrale im Showroom auf, hoch über den Wasserfluten, zwischen Billy-Regalen und Malm-Betten.

"Unser einziger Ausweg ist eine nationale Anstrengung wie in anderen Ländern", seufzt Aktivist Roland Lewis. "Doch das ist hier nicht durchsetzbar." In Red Hook drohe Schlimmes, wenn sich nichts ändert. "Dann geht alles unter", prophezeit er, bevor er aufs Fahrrad klettert und über die kaputten Kopfsteinpflaster landeinwärts holpert.

insgesamt 9 Beiträge
Newspeak 08.12.2018
1. ....
"In der Tat bewegen sich die New Yorker immer mehr aufs Wasser zu statt davon weg." Gegen Irrsinn ist eben kein Kraut gewachsen. So ähnlich wie am Vesuv. Am Ende wird das Jammern gross sein, aber einmal vorher eine [...]
"In der Tat bewegen sich die New Yorker immer mehr aufs Wasser zu statt davon weg." Gegen Irrsinn ist eben kein Kraut gewachsen. So ähnlich wie am Vesuv. Am Ende wird das Jammern gross sein, aber einmal vorher eine richtige Entscheidung treffen und solche Gebiete aufgeben, das wollte man auch nicht.
Ge-spiegelt 09.12.2018
2. Ganz schön teuer...
Aber wer am Wasser leben will muss sich auf Hochwasser vorbereiten. Damit meine ich weniger Luxus Bleiben am Beach sondern auch bei uns Überschwemmungsgebiete im Tal und am Berg. Jedes Bächlein kann zur Gefahr werden, war schon [...]
Aber wer am Wasser leben will muss sich auf Hochwasser vorbereiten. Damit meine ich weniger Luxus Bleiben am Beach sondern auch bei uns Überschwemmungsgebiete im Tal und am Berg. Jedes Bächlein kann zur Gefahr werden, war schon immer so.
tmhamacher1 09.12.2018
3. Das wird ja lustig sein!
Man stelle sich das vor: Da kommen arme New Yorker zusammen, um zu überlegen, wie sich sich gegen die Klimaveränderung schützen können, und dann melden sich zuerst ein paar Gutmenschen und erklären, wie man etwas weniger CO2 [...]
Man stelle sich das vor: Da kommen arme New Yorker zusammen, um zu überlegen, wie sich sich gegen die Klimaveränderung schützen können, und dann melden sich zuerst ein paar Gutmenschen und erklären, wie man etwas weniger CO2 produzieren kann. Als ob das irgendetwas an den Problemen der armen New Yorker ändern würde! Man sollte ökologisch verursachten Schwachsinn als eine neue Geisteskrankheit definieren.
nimby 09.12.2018
4. Allein die Tatsache
das dieser Artikel nicht bei Spiegel + erscheint zeigt schon, wie wenig Interesse für dieses Thema besteht. Da ist es auch klar, dass mal wieder die ärmeren Viertel in New York die wenigste Unterstützung bekommen und nur durch [...]
das dieser Artikel nicht bei Spiegel + erscheint zeigt schon, wie wenig Interesse für dieses Thema besteht. Da ist es auch klar, dass mal wieder die ärmeren Viertel in New York die wenigste Unterstützung bekommen und nur durch Selbsthilfe voran kommen.
oliver_kreuzzer 09.12.2018
5. Mittel- und langfristige Planungen?
Mich würde brennend interessieren, ob es auch für die deutschen Städte an den Küsten Evakuierungspläne gibt. Ich meine damit nicht Notfallpläne für Sturmfluten, Überschwemmungen und ähnliches. Sondern langfristige Pläne [...]
Mich würde brennend interessieren, ob es auch für die deutschen Städte an den Küsten Evakuierungspläne gibt. Ich meine damit nicht Notfallpläne für Sturmfluten, Überschwemmungen und ähnliches. Sondern langfristige Pläne für den mit dem Klimawandel verbundenen Anstieg des Meerespiegels. Müsste oder sollte man nicht Städte wie Bremerhaven, Cuxhaven, Kiel, Lübeck und Rostock nach und nach Richtung Inland verlagern? Wenn man davon ausgeht, dass der Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten ansteigt, würde doch eine vernünftige Politik jetzt (wo man das noch geplant und geordnet machen kann) damit anfangen, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

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