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31.12.2009
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Seuchen

Warum Viren und Bakterien so mächtig sind

Von Cinthia Briseño

2. Teil: Reaktionen auf Seuchenausbrüche sind so vielfältig wie die Erreger selbst

Die Geschichte von Sars ist bei weitem nicht die einzige dieser Art. Seit dem Jahr 2000 sah sich die Welt gleich mit vier unheimlichen Infektionskrankheiten konfrontiert: Im Jahr 2001 erreicht die BSE-Krise in Deutschland ihren Höhepunkt, 2003 kommt Sars, 2004/2005 die Vogelgrippe, 2009 die Schweinegrippe. Jedes Mal tauchen die Erreger scheinbar aus dem Nichts auf und verbreiten sich weltweit. Die Medien greifen das Thema auf, schnell erfährt man aus Zeitungen, Radio und Fernsehen von den ersten Erkrankungsfällen, die Berichterstattung sorgt für großes Aufsehen. Die Verbreitung von Informationen über das Internet, dem neuen Nachrichtenmedium der Dekade, tut ihr Übriges: Vielerorts reagieren Menschen verunsichert und werden in Angst versetzt.

Die Angst vor der Seuche entwickelt eine höchst emotionale Kraft mit ungeahnten ökonomischen wie politischen Konsequenzen - um dann wieder still und leise aus dem Bewusstsein der Menschen zu entschwinden. Was aber sind die Lehren, die sich aus den Erfahrungen mit den Seuchen ziehen lassen? Alles nur viel Lärm um nichts? Oder gehören Seuchenängste zu den Urängsten der Menschheit, die sich nicht ausblenden lassen?

Ein Vergleich mit Seuchen aus früherer Zeit, wie etwa der Spanischen Grippe um 1918, ist schwer. Zum einen fehlt es an Informationen über Pandemien aus der Vergangenheit, zum anderen ist deren Interpretation oft nicht leicht. Erst kürzlich analysierten Forscher historische Berichte über die Spanische Grippe und kamen zu dem Schluss, dass sich die Ursache einer Pandemie nicht auf einen einfachen Nenner - den Erreger - bringen lässt.

Heute greift die Panik um sich, bevor die Seuche überhaupt angekommen ist

Seuchen und Seuchenängste stellen immer eine enorme Herausforderung für die Behörden dar. Im Zeitalter der globalen Informationvernetzung ist es ihnen so gut wie unmöglich, der Bevölkerung das wahre Ausmaß einer Seuche vorzuenthalten. Während die Spanische Grippe in Deutschland offiziell lange Zeit nicht stattfand, obwohl ihr schon Tausende von Menschen zum Opfer gefallen waren, greift heutzutage die Angst vor einer Seuche schon um sich, bevor sie überhaupt angekommen ist.

Aufgabe der Gesundheitsbehörden ist es, bei einem Ausbruch einer Seuchenkrankheit rasch und entschlossen zu reagieren und Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung unter Kontrolle zu halten. Deshalb wurden im vergangenen Jahrzehnt, nachdem die WHO weltweit dazu aufgerufen hatte, in vielen Ländern Pandemiepläne ins Leben gerufen. Die ersten, teilweise noch etwas zaghaften Teile des deutschen Pandemieplans wurden im März 2005 veröffentlicht - als die Vogelgrippe die Runde machte und die Sorge herrschte, dass das H5N1-Virus von Geflügel auf den Menschen überspringen könnte.

Forum

Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 51 Beiträge
1. Medien!
shatreng 31.12.2009
"Warum Viren und Bakterien so mächtig sind?" Ganz einfach, weil es Medien gibt, auch den Spiegel, die durch Panik Geld verdienen. Selbes Spiel beim Terrorismus. Vorsatz für 2010: Mal an die eigenen Nase fassen!
"Warum Viren und Bakterien so mächtig sind?" Ganz einfach, weil es Medien gibt, auch den Spiegel, die durch Panik Geld verdienen. Selbes Spiel beim Terrorismus. Vorsatz für 2010: Mal an die eigenen Nase fassen!
2. und warum?
torgum 31.12.2009
Weil die Medien diesen Dreck hochhypen, die Leute verängstigen und allen erzählen, dass sie morgen sterben werden. Braucht sich doch kein Mensch wundern...
Weil die Medien diesen Dreck hochhypen, die Leute verängstigen und allen erzählen, dass sie morgen sterben werden. Braucht sich doch kein Mensch wundern...
3. Nachweis bitte
MacErkopp 31.12.2009
Der Artikel unterstellt wie selbstverständlich, dass es krankmachende Viren ("Erreger") gibt. Wo bitte ist der wissenschaftliche Nachweis nach den Koch/Henle-Postulaten für eine solche Prämisse? Die ständige Wiederholung [...]
Der Artikel unterstellt wie selbstverständlich, dass es krankmachende Viren ("Erreger") gibt. Wo bitte ist der wissenschaftliche Nachweis nach den Koch/Henle-Postulaten für eine solche Prämisse? Die ständige Wiederholung der These ersetzt den Nachweis nicht. Hier sollte investigativer Qualitätsjournalismus mal den Hebel ansetzen.
4. <<
lemming51 31.12.2009
Ich denke, alles, was sich für Panik-Schlagzeilen hergibt, muss an die Öffentlichkeit, weil man davon profitieren kann. Die Presse, die "darbende" Pharmaindustrie, Aktionäre, Zwischenhändler, Politiker, [...]
Ich denke, alles, was sich für Panik-Schlagzeilen hergibt, muss an die Öffentlichkeit, weil man davon profitieren kann. Die Presse, die "darbende" Pharmaindustrie, Aktionäre, Zwischenhändler, Politiker, Weltuntergangspropheten..........
5. Viren stürzen niemanden...
karsten112 31.12.2009
..und schon garnicht in Panik. Das machen nur ( besonders bei simplen Gemütern )die Medien , gesteuert von der Pharmalobby und den Politfiguren in Berlin ( oder sonst wo ). Mal das hier lesen und langsam aufwachen: [...]
..und schon garnicht in Panik. Das machen nur ( besonders bei simplen Gemütern )die Medien , gesteuert von der Pharmalobby und den Politfiguren in Berlin ( oder sonst wo ). Mal das hier lesen und langsam aufwachen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31762/1.html
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