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Wissenschaft

Die Mythen der Ersten Hilfe

"Toter als tot geht nicht"

Die Qualität von Erste-Hilfe-Kursen ist schlecht. So schlecht, dass kaum ein Laie Leben retten kann. Neue Studien belegen: Längst widerlegte Mythen werden weitergegeben, die Übungen decken sich kaum mit der Realität. Was man sich für den Notfall nicht merken sollte.

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Mittwoch, 09.04.2008   12:20 Uhr

Herzinfarkt im Supermarkt, Schlaganfall auf der Fernsehcouch, Herzstillstand in der U-Bahn: Medizinische Notfälle können jederzeit und überall passieren.

Die wenigsten Menschen sind darauf vorbereitet einzugreifen: Zwar haben dem Deutschen Roten Kreuz zufolge rund 80 Prozent aller Deutschen einen Ersthelferkurs besucht - doch im Schnitt ist das 15 Jahre her.

Eine noch unveröffentlichte Studie des Notfallmediziners Jan Breckwoldt von der Berliner Charité zeigt: Immerhin erkennen 66 Prozent der Ersthelfer, wenn ein Herz- oder Atemstillstand vorliegt. Aber nur 12,5 Prozent leiten eine sinnvolle Wiederbelebung ein.

Auch wenn der Erste-Hilfe-Kurs erst kurze Zeit zurückliegt, wissen die wenigsten, was sie wirklich tun sollen. Denn: Die Kurse sind zu theoretisch, zu realitätsfern, die Inhalte teils veraltet.

Bis heute lernt man, dass hochgelagerte Beine, Dreiecktücher und die stabile Seitenlage die Allzweckwaffen eines jeden Ersthelfers sind.

Doch das stimmt schon lange nicht mehr. Die größten Mythen und Märchen der Ersten Hilfe:

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