06.01.2013
Ausgegraben - Neues aus der Archäologie
Blut des geköpften Königs Ludwig entdeckt
Von Angelika Franz
Frankreichs König Ludwig XVI. (1754-1793): Tuch im Kürbis
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Forensic Science International" veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Untersuchungen des Kürbisinneren. Tatsächlich fand er in der DNA aus den Blutspuren eine seltene genetische Signatur. Dieselbe trug sein Vorfahr Henri IV.
Henri IV. und Louis XVI. liegen sieben Generationen auseinander, doch die auffällige Gensignatur gab der Herrscher über seine männlichen Nachkommen weiter: "Sie haben über die Väter eine direkte Verbindung", schreibt Charlier. In den Wirren, die Louis XVI. und seine Königin Marie-Antoinette das Leben kosteten, wurde auch das Grab seines Vorfahren geschändet.
Die Knochen Henri IV. begruben die Revolutionäre in einem Massengrab. Nur den Kopf schnappte sich jemand als Souvenir. Erst im Jahr 2010 konnte er tatsächlich anhand von typischen Gesichtsmerkmalen als der Kopf Henris IV. identifiziert werden. Sein letzter Besitzer, ein französischer Finanzbeamter, gab ihn daraufhin zur Wiederbestattung in Saint-Denis frei.