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Wissenschaft

Hitze in Deutschland

Wird das Trinkwasser bald knapp?

Dieser Sommer ist so trocken wie lange nicht. Welche Auswirkungen das auf die Wasserversorgung hat - und warum Panik fehl am Platz ist.

DPA
Dienstag, 07.08.2018   18:27 Uhr

In Deutschland ist die Trinkwasserversorgung trotz wochenlanger Dürre und Hitze nicht gefährdet. Auch wenn es lokale Engpässe geben könne, seien diese nicht bedrohlich, die Versorgung sei bundesweit gesichert, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in Bonn mit.

Auch die kommunalen Wasserversorger hatten kürzlich betont, dass das Trinkwasser nicht knapp werde, Talsperren und Tiefbrunnen seien ausreichend gefüllt. Einige Kommunen haben angesichts der anhaltenden Trockenheit aber zum Wassersparen aufgerufen.

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Sommer 2018: In Deutschland ist's heiß und trocken

Die Trinkwasserversorgung in Deutschland speist sich vor allem aus dem Grundwasser, darauf hat die aktuelle Wetterlage kaum Einfluss. Regenwasser braucht meist viele Jahre oder Jahrzehnte, bis es in die Grundwasserreservoirs sickert. In den vergangenen Jahren habe es ausreichend geregnet, in Grundwasserspeichern und Talsperren gibt es dadurch genug Wasser. Außerdem verfügen Wasserversorger über einen gewissen Puffer und können die Aufbereitung des Grundwassers bei höherem Bedarf steigern.

Niedriger Druck in den Leitungen

Würde es trotzdem zu Engpässen in einer Region kommen, kann eine andere die Versorgung übernehmen. Der Bodensee etwa kann Gebiete bis zur hessischen Landesgrenze mit Trinkwasser versorgen. In sehr angespannten Regionen können örtliche Versorger auch die Nutzung des Trinkwassers einschränken.

In Norddeutschland gab es im Frühjahr trotz aller Sicherheitsvorkehrungen kurzzeitig Probleme mit dem Trinkwasser. In einigen Regionen Niedersachsens blieben die Wasserhähne vor allem in weiter abgelegenen Wohngebieten trocken, weil der Druck in den Leitungen wegen des steigenden Wasserverbrauchs nicht mehr ausreichte. Mit einem niedrigen Grundwasserspiegel hatte das jedoch nichts zu tun.

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Dennoch erarbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) - unabhängig von der aktuellen Dürrephase - eine Handlungsempfehlung zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung. Die Empfehlungen seien die Fortschreibung eines auf Prävention und Vorsorge ausgerichteten Konzepts, das die Trinkwasser-Infrastruktur noch sicherer machen solle.

Ziel sei es, die Versorger in die Lage zu versetzen, Risiken und Schwachstellen früh zu erkennen, zu beheben und im Krisenfall optimal zu reagieren. Zu den Risiken zählt das BBK mögliche Sabotageakte oder Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen der Wasserversorgung. Auch der Klimawandel mit Extremwetter-Phänomen stelle neue Anforderungen. Experten gehen davon aus, dass Dürrephasen in den nächsten Jahrzehnten zunehmen.

joe/koe/dpa

insgesamt 21 Beiträge
5b- 07.08.2018
1. Panik fehl am Platz
Panik ist immer fehl am Platz. Das einzig positive wozu Panik uns befähigt ist kurzzeitig extreme Leistungen abzurufen. Leider sorgt die Panik dabei zu einer stark erschwerten Urteilsfindung. Man macht in Panik leider oft genau [...]
Panik ist immer fehl am Platz. Das einzig positive wozu Panik uns befähigt ist kurzzeitig extreme Leistungen abzurufen. Leider sorgt die Panik dabei zu einer stark erschwerten Urteilsfindung. Man macht in Panik leider oft genau das falsche. Alle extremen Gefühle sorgen immer für Leid.
leonidas7 07.08.2018
2. Es musste
dieser verheerende Sommer kommen, bis die Leute endlich merken, dass Regen kein "schlechtes" und Sonne kein "schönes , gutes oder freundliches " Wetter ist. MIR war das schon lange klar. Die, die meinen , [...]
dieser verheerende Sommer kommen, bis die Leute endlich merken, dass Regen kein "schlechtes" und Sonne kein "schönes , gutes oder freundliches " Wetter ist. MIR war das schon lange klar. Die, die meinen , jedes Jahr möglichst oft und möglichst weit fliegen zu müssen, tragen erhebliche Schuld an dieser Klimaänderung.
curiosus_ 07.08.2018
3. Na ja, wenn man...
...plant die verdorrten landwirtschaftlichen Nutzflächen zukünftig bei ähnlichen Wetterlagen mittels künstlicher Bewässerung ertragreich zu halten, dann könnte das Wasser doch knapp werden.
...plant die verdorrten landwirtschaftlichen Nutzflächen zukünftig bei ähnlichen Wetterlagen mittels künstlicher Bewässerung ertragreich zu halten, dann könnte das Wasser doch knapp werden.
adieu2000 07.08.2018
4. Wenn der Regen eines Tages bei uns ausbleibt
dann kippt vielleicht das Wetter, und nach 3 Jahren wird dann das Wasser knapp, ohne Hoffnung auf Wiederkehr. Aber woanders auf der Welt wird es dafür regnen. Also keine Angst vor Klimawandel, CO2 oder Energiesparen, alles [...]
dann kippt vielleicht das Wetter, und nach 3 Jahren wird dann das Wasser knapp, ohne Hoffnung auf Wiederkehr. Aber woanders auf der Welt wird es dafür regnen. Also keine Angst vor Klimawandel, CO2 oder Energiesparen, alles Quatsch, und wer schaut schon so weit in die Zukunft. Wenn es das Wasser oder Öl alle ist, geht es auch weiter. In den 70igern hieß es schonmal, das Öl ist alle, und heute ist alles noch im Überfluss da. Und wenn das Wasser knapp wird, karren wir es aus Afrika oder Asien heran. Ein Übersehen Container kostet nur ein paar Euro, das sind dann nur wenige Cent an Transportkosten pro Flasche Wasser.
herbert 07.08.2018
5. Sommerloch
Man sollte diese Art von Meldungen und Weltuntergangsstorys schlicht in die Tonne treten und das Geschgwätz bei den Gruenen oder Umweltverbaenden lassen. Panikmache und Volksverblödung hilft niemanden ! Bald haben wir wieder [...]
Man sollte diese Art von Meldungen und Weltuntergangsstorys schlicht in die Tonne treten und das Geschgwätz bei den Gruenen oder Umweltverbaenden lassen. Panikmache und Volksverblödung hilft niemanden ! Bald haben wir wieder Überschwemmungen und dann kommt die nächste Sau die durchs Dorf getrieben wird.

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