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Wissenschaft

Klimawandel

Nordsee erwärmt sich doppelt so schnell wie Ozeane

Der Klimawandel trifft die Nordsee besonders stark: Das Wasser hat sich seit 1965 um 1,67 Grad erwärmt. Das werde sich auch auf die Fischerei auswirken, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

DPA

Frachtschiffe auf der Nordsee

Samstag, 09.09.2017   17:14 Uhr

Die Nordsee erwärmt sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums doppelt so schnell wie die Ozeane. Während deren Temperatur in den vergangenen 45 Jahren im Mittel um 0,74 Grad gestiegen sei, waren es in der Nordsee 1,67 Grad, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen.

Die Regierung bezieht sich dabei auf Daten des Weltklimarates IPCC und des Alfred-Wegener-Instituts bis zum Jahr 2010. Der rasante Temperaturanstieg in der Nordsee könnte sich demnach fortsetzen - um weitere 1,7 bis 3,2 Grad bis zum Jahr 2100.

"Die Erwärmung des Meereswassers hat für eine Vielzahl mariner Organismen Folgen", zitiert die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus der Antwort der Bundesregierung: "Insbesondere temperaturempfindliche Arten müssen weichen."

Als Beispiel wird der Kabeljau genannt, dem durch den Temperaturanstieg die Beute abhanden kommt. Es sei zu befürchten, "dass der vom Menschen verursachte Klimawandel die Umwelt derart schnell verändert, dass auch derzeit etablierte Arten sich nicht schnell genug anpassen können." Das werde Auswirkungen auf die Fischerei haben.

"Viele denken beim Klimawandel nur an die Erwärmung der Erdatmosphäre. Tatsächlich wird ein erheblicher Teil der durch Treibhausgase verursachten Erderwärmung auch in den Meeren gespeichert", kommentierte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth die Zahlen.

Er forderte als Konsequenz, "im eigenen Land wie weltweit sehr viel ernsthafter an den Klimaschutz" heranzugehen. Das bedeute vor allem, sich innerhalb weniger Jahrzehnte von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas zu verabschieden. "Wer diese Entwicklung bremst, gefährdet unsere Zukunft."

vet/AFP

insgesamt 105 Beiträge
brooklyner 09.09.2017
1.
Auf die Fischerei??? Auf den Golfstrom wird sich das auswirken, und zwar wegen des veränderten Austausches auf vertikaler Ebene von Salz- und Süsswasser bei höheren Wassertemperaturen. Und wenn der Golfstrom zum Erliegen kommt, [...]
Auf die Fischerei??? Auf den Golfstrom wird sich das auswirken, und zwar wegen des veränderten Austausches auf vertikaler Ebene von Salz- und Süsswasser bei höheren Wassertemperaturen. Und wenn der Golfstrom zum Erliegen kommt, dann gute Nacht. Das ist genauso wie wenn man über CO2 Ausstoss debattiert und vergisst, dass im Permafrost und Meeresboden gebundenes Methan eine viel krassere Auswirkung auf den Klimawandel haben wird, wenn es in die Atmosphäre abdampft.
_unwissender 09.09.2017
2. Keine Aufregung ...
Die Menschheit ist doch anpassungsfähig. Wenn sich das Klima ändert, dann passt man sich eben an. Das machen doch andere Lebewesen auch. Der Mensch könnte seine Ernährung von Fisch auf Beton oder Altreifen umstellen. Schon [...]
Die Menschheit ist doch anpassungsfähig. Wenn sich das Klima ändert, dann passt man sich eben an. Das machen doch andere Lebewesen auch. Der Mensch könnte seine Ernährung von Fisch auf Beton oder Altreifen umstellen. Schon passt es wieder. Dann haben wir auch kein Problem damit, wenn die Luft schlecht wird. Deswegen sollte man Merkel wählen. Merkel ist für den Klimavertrag. Dass sie ihn nicht einhalten will, das interessiert sie nicht. Und den Wähler sicherlich auch nicht, denn der muss mit seinem Porsche-SUV zur Wahlkabine rollen ...
Lord Menial 09.09.2017
3. %
Ein kurzer Blick auf den Globus zeigt, daß dies nicht der Fall sein wird. Die Nordsee ist ein quantitativ untergeordneter Schelfmeerbereich des Atlantiks. Grob geschätzt fließt nicht mehr als 1% des Wasservolumens des [...]
Zitat von brooklynerAuf die Fischerei??? Auf den Golfstrom wird sich das auswirken, und zwar wegen des veränderten Austausches auf vertikaler Ebene von Salz- und Süsswasser bei höheren Wassertemperaturen. Und wenn der Golfstrom zum Erliegen kommt, dann gute Nacht. Das ist genauso wie wenn man über CO2 Ausstoss debattiert und vergisst, dass im Permafrost und Meeresboden gebundenes Methan eine viel krassere Auswirkung auf den Klimawandel haben wird, wenn es in die Atmosphäre abdampft.
Ein kurzer Blick auf den Globus zeigt, daß dies nicht der Fall sein wird. Die Nordsee ist ein quantitativ untergeordneter Schelfmeerbereich des Atlantiks. Grob geschätzt fließt nicht mehr als 1% des Wasservolumens des Golfstroms durch die Nordsee. Eine entschneidende Auswirkung kann das nicht haben.
7eggert 09.09.2017
4.
Wenn man will, daß man sich an den Klimawandel anpassen kann, dann sollte man eine Null an den Zeitraum anhängen, in dem er geschieht. Was das Anpassen der Tierwelt angeht - wir zersiedeln deren Ausweichrouten, viele [...]
Zitat von _unwissenderDie Menschheit ist doch anpassungsfähig. Wenn sich das Klima ändert, dann passt man sich eben an. Das machen doch andere Lebewesen auch. Der Mensch könnte seine Ernährung von Fisch auf Beton oder Altreifen umstellen. Schon passt es wieder. Dann haben wir auch kein Problem damit, wenn die Luft schlecht wird. Deswegen sollte man Merkel wählen. Merkel ist für den Klimavertrag. Dass sie ihn nicht einhalten will, das interessiert sie nicht. Und den Wähler sicherlich auch nicht, denn der muss mit seinem Porsche-SUV zur Wahlkabine rollen ...
Wenn man will, daß man sich an den Klimawandel anpassen kann, dann sollte man eine Null an den Zeitraum anhängen, in dem er geschieht. Was das Anpassen der Tierwelt angeht - wir zersiedeln deren Ausweichrouten, viele Populationen sind dadurch in Gebieten gefangen, aus denen sie dem Klimawandel folgend ausziehen müßten.
kuschl 09.09.2017
5. Mehr Umweltthemen SPON
Alles richtig # 1! Wir brauchen jetzt vor der Wahl jeden Tag eine neue Umweltsau, die durchs Dorf getrieben wird, sonst rutschen die Grünen noch unter die fünf Prozent!
Alles richtig # 1! Wir brauchen jetzt vor der Wahl jeden Tag eine neue Umweltsau, die durchs Dorf getrieben wird, sonst rutschen die Grünen noch unter die fünf Prozent!
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