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04.01.2010
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Zum Abschuss freigegeben

Schweden jagen wieder Wölfe

Schweden macht wieder Jagd auf Wölfe: Erstmals seit 45 Jahren hat die Regierung in Stockholm den Abschuss einiger Tiere erlaubt. Tausende Jäger griffen zum Gewehr, bisher haben sie 20 Wölfe erlegt. Der Grund für die Entscheidung: Der Wolf soll in der Bevölkerung beliebter werden.

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Schweden: Jagd auf Wölfe eröffnet
Stockholm - In Schweden sind bei der ersten offiziell erlaubten Wolfsjagd seit mehreren Jahrzehnten 23 Tiere erlegt worden. Die Umweltschutzbehörde des Landes hatte die Tiere am Samstag erstmals seit 45 Jahren zum Abschuss freigegeben. Mehrere Organisationen kritisieren die Jagd und beklagen, dass sie europäischen Richtlinien widerspreche.

Bis zum 15. Februar dürfen nach der Erlaubnis der Umweltschutzbehörde 27 Wölfe getötet werden. Das sind knapp zehn Prozent des Gesamtbestandes in Schweden. Die Jagd erstreckt sich auf die Regionen Dalarna und Gävleborg im Zentrum des Landes, sowie Västergötland, Värmland und Örebro im Süden und Südwesten. Das Parlament hatte im Oktober beschlossen, den Wolfsbestand in den kommenden fünf Jahren auf 210 Tiere und 20 Rudel zu begrenzen und dafür Jagdscheine auszugeben.

Hauptgrund für diese Entscheidung sei, die Akzeptanz der Wölfe in der Bevölkerung zu erhöhen - indem die Zahl der Tiere klein gehalten werde, sagte Susanna Löfren, Leiterin der Abteilung Wildtiere in der Umweltschutzbehörde. Nach Worten von Umweltminister Andreas Carlgreen muss sich die gegenwärtige schwedische Wolfspopulation von 220 Tieren erneuern, da genetisch bedingte Herz- und Nierenleiden das langfristige Überleben der Tiere gefährdeten. Die skandinavische Wolfspopulation lässt sich auf nur drei Wölfe zurückführen, die in den achtziger und neunziger Jahren aus Finnland und Russland eingewandert sind, und leidet daher unter den Folgen der Inzucht.

Weil Haus- und Zuchttiere in Schweden immer wieder von Wölfen gerissen und die Wölfe in größeren Städten und Vororten der Hauptstadt Stockholm gesichtet werden, sind die Tiere in dem skandinavischen Land äußerst umstritten. Ein Schafzüchter berichtete der Zeitung "Dagens Nyheter", dass er im Jahr 2005 bei zwei Angriffen durch Wölfe insgesamt 32 Tiere verloren habe. "Der Wolf darf in Wäldern und auf Feldern existieren, er muss jedoch mehr kontrolliert werden", sagte Kenneth Holmström. "Er hat keinen natürlichen Feind und vermehrt sich schnell."

Mehrere schwedische Organisationen, darunter die schwedische Gesellschaft für Naturschutz, kritisierten die freigegebene Jagd. Sie verstoße gegen mehrere europäische Richtlinien zum Natur- und Artenschutz. In den siebziger Jahren waren Wölfe in Schweden praktisch von der Bildfläche verschwunden, nach und nach wurden sie jedoch wieder heimisch.

mbe/AFP/dpa

Forum

Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
1. Na das wäre doch eine Lösungf für die Politik!
haltetdendieb 04.01.2010
Die Politiker werden zum Abschuss freigegeben! Der Grund für die Entscheidung: Der Politiker soll in der Bevölkerung beliebter werden. Das funktioniert zu hundert Prozent!
Die Politiker werden zum Abschuss freigegeben! Der Grund für die Entscheidung: Der Politiker soll in der Bevölkerung beliebter werden. Das funktioniert zu hundert Prozent!
2. Der Zorn der Wölfe
risikofaktor 04.01.2010
Ich kann zu diesem Thema nur das Buch "Der Zorn der Wölfe" von Jiang Rong empfehlen. Es dokumentiert zum einen, wie wichtig es ist, die Natur im Gleichgewicht zu behalten und nicht einzelne Arten auszurotten, aber zum [...]
Ich kann zu diesem Thema nur das Buch "Der Zorn der Wölfe" von Jiang Rong empfehlen. Es dokumentiert zum einen, wie wichtig es ist, die Natur im Gleichgewicht zu behalten und nicht einzelne Arten auszurotten, aber zum anderen, dass Jagd auf Tiere nicht generell zu verteufeln ist. Im Fall von Schweden ist es anscheinend durch die genetischen Fehler schon zu spät; vermutlich sollte man weitere Tiere aussetzen, um den Genpool wieder zu erhöhen.
3. Dumme Formulierung
Berlinger 04.01.2010
Was ist denn das wieder für eine saudumme Formulierung: "Tausende Jäger greifen zum Gewehr". Wollen Sie hier Polemik verbreiten oder informieren? Was soll das?
Zitat von sysopTausende Jäger griffen zum Gewehr, bisher haben sie 20 Wölfe erlegt.
Was ist denn das wieder für eine saudumme Formulierung: "Tausende Jäger greifen zum Gewehr". Wollen Sie hier Polemik verbreiten oder informieren? Was soll das?
4. Applaus
Teebeutelchen 04.01.2010
Bravo, Schweden! Die 27 zum Abschuss freigegebenen Wölfe stellen rund zehn Prozent des schwedischen Gesamtbestands dar. Ein echter Beitrag zur Arterhaltung.
Bravo, Schweden! Die 27 zum Abschuss freigegebenen Wölfe stellen rund zehn Prozent des schwedischen Gesamtbestands dar. Ein echter Beitrag zur Arterhaltung.
5. nicht vollständig...
orion4713 04.01.2010
Sie haben das in dem Artikel erwähnte Inzuchtproblem vergessen!
Zitat von haltetdendiebDie Politiker werden zum Abschuss freigegeben! Der Grund für die Entscheidung: Der Politiker soll in der Bevölkerung beliebter werden. Das funktioniert zu hundert Prozent!
Sie haben das in dem Artikel erwähnte Inzuchtproblem vergessen!
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!

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