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11.12.2010
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Dokumentation

Was in Cancún beschlossen wurde

Aus Cancún berichten Gerald Traufetter
Aktivisten, Journalisten am Strand von Cancún: Einigung nach dramatischen Schlussstunden
AP

Aktivisten, Journalisten am Strand von Cancún: Einigung nach dramatischen Schlussstunden

Die Abkommen von Cancún schreiben eine Reihe von Klimaschutz-Maßnahmen fest, auf die sich die Weltgemeinschaft lange Zeit nicht einigen konnte.

In den dramatischen Schlussstunden des Weltklimagipfels in Cancún arbeiteten die Delegierten in zwei verschiedenen Verhandlungssträngen:

Der erste soll die Grundlage legen für ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Vertrags. Es ist der einzige, derzeit rechtsverbindliche Klimaschutzvertrag, der im Jahre 2005 in Kraft trat, aber Ende 2012 ausläuft. Weil die USA den Kyoto-Vertrag nicht ratifiziert haben, sind die Beschlüsse in diesem Verhandlungsstrang für sie nicht bindend. Auch Schwellenländer wie Indien und China müssen sich nicht zu Treibhausgas-Emissionen verpflichten. Sie gelten unter diesem Vertragswerk als Entwicklungsländer. Auf der Habenseite des in Cancún beschlossenen Abkommens im Kyoto-Prozess steht:

Der zweite Verhandlungsstrang auf der Weltklimakonferenz in Cancún trägt den komplizierten Namen Long-term Cooperative Action (LCA). Dort finden sich Beschlüsse, die vor allem für das Verhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern von Bedeutung sind. Zugestimmt haben die Delegierten zu folgenden Punkten:

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insgesamt 9 Beiträge
1. Der Wunsch ist letztlich der Vater des Gedankens...
paml1983 11.12.2010
--------------------------------------------- In Cancun gibt es kein Abkommen und es gab kein Abkommen. Die Umweltverbände, u.a. BUND kritisieren das völlig zu Recht und das ist auch gut so! Cancun ist ohne Zweifel gescheitert [...]
Zitat von sysopDie Abkommen von Cancún schreiben eine Reihe von Klimaschutz-Maßnahmen fest, auf die sich die Weltgemeinschaft lange Zeit nicht einigen konnte. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,734120,00.html
--------------------------------------------- In Cancun gibt es kein Abkommen und es gab kein Abkommen. Die Umweltverbände, u.a. BUND kritisieren das völlig zu Recht und das ist auch gut so! Cancun ist ohne Zweifel gescheitert und das "Abschluss-Papier" hat keine andere Bedeutung als der Welt "vorzugaukeln", daß die zigtausend Teilnehmer dort nicht "umsonst" herumdebattiert haben. In Wahrheit geht es nicht ums Klima sondern um Macht und Geld, was sogar Professer Edenhofer vom PIK Potsdam (siehe Interview mit der NZZ-Neue Züricher Zeitung -- einfach nur "googeln") bestätigt. Es wird Zeit diesen Unsinn "Klimakonferenz" endgültig zu Grabe zu tragen, weil es nichts bringt außer Kosten. Im Übrigen verzeichnete der Ort Cancun ausgerechnet während der "Erderwärmungs-Konferenz" einen "Kälterekord" von 10 Grad Celsius, welcher noch nie in diesem Ort gemessen wurde. Ist doch "komisch", daß der "Al-Gore-Effekt" ohne Ausnahme jedesmal zutrifft?
2. Es bleibt beim alten
jonny zumweg 11.12.2010
Da nach wie vor keine rechtsverbindlichen Abkommen zum Schutz des Weltklimas vor den Hauptsündern getroffen wurden, können die Industrienationen fleißig weiterfeuern, stattdessen werden die Probleme geradezu einseitig auf die [...]
Zitat von sysopDie Abkommen von Cancún schreiben eine Reihe von Klimaschutz-Maßnahmen fest, auf die sich die Weltgemeinschaft lange Zeit nicht einigen konnte. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,734120,00.html
Da nach wie vor keine rechtsverbindlichen Abkommen zum Schutz des Weltklimas vor den Hauptsündern getroffen wurden, können die Industrienationen fleißig weiterfeuern, stattdessen werden die Probleme geradezu einseitig auf die Entwicklungsländer verschoben. Ich bin gespannt, was beim nächsten Gipfel vereinbart wird,wahrscheinlich auch nicht mehr.
3. Pöff zu Titeln
AxelSchudak 11.12.2010
>Die Vertragsparteien erklären ihre Absicht, einen >Zeitrahmen zu entwickeln, wann die CO2-Emissionen >ihren Höhepunkt erreicht haben und sinken sollen. Tja... Das ist also der "Erfolg". Wenn man [...]
>Die Vertragsparteien erklären ihre Absicht, einen >Zeitrahmen zu entwickeln, wann die CO2-Emissionen >ihren Höhepunkt erreicht haben und sinken sollen. Tja... Das ist also der "Erfolg". Wenn man mit einem Auto auf einen Abgrund zufährt, dann wäre das hier das Äquivalent: "Die Mitfahrer haben die Absicht, einen Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem die Geschwindigkeit des Fahrzeugs nicht mehr gesteigert wird." Nichts von bremsen, stehenbleiben oder auch nur gleichbleibender Geschwindigkeit. Nicht einmal eine Höchstgewschindigkeit - aber es wird ein Zeitrahmen beschlossen werden (irgendwann in der Zukunft), zu dem man dann den Zeitpunkt der Höchstgeschwindigkeit (noch weiter in der Zukunft) beschliessen kann. Ich denke, Plan A, die rechtzeitige Reduktion der Schadstoffe, kann man als gescheitert ansehen.
4. Wirtschaft
Meckermann 11.12.2010
Klima hin, klima her - die Menscheit muss einen Weg finden mit knapper werdenen Ressourcen langfristig auszukommen, was aber nur gelingen wird, wenn wir von einer Wirtschaftsdoktrin wegkommen, die auf unbegrenztes Wachstum setzt. [...]
Klima hin, klima her - die Menscheit muss einen Weg finden mit knapper werdenen Ressourcen langfristig auszukommen, was aber nur gelingen wird, wenn wir von einer Wirtschaftsdoktrin wegkommen, die auf unbegrenztes Wachstum setzt. Das traut sich aber verständlicherweise niemand anzusprechen, denn schließlich will es sich kein Politiker mit seinen Auftraggebern verscherzen...
5. Das einzig Gute
brux 11.12.2010
Das einzig Gute an diesem "Beschluss" ist, dass die fatalen Folgen des Klimawandels vor allem die "Entwicklungsstaaten" Indien und China treffen werden. Beide bauen zwar Atom-U-Boote, haben aber sehr [...]
Das einzig Gute an diesem "Beschluss" ist, dass die fatalen Folgen des Klimawandels vor allem die "Entwicklungsstaaten" Indien und China treffen werden. Beide bauen zwar Atom-U-Boote, haben aber sehr verwundbare Infrastrukturen. Die Natur wird uns sehr bald zeigen, dass der Planet nicht fuer so viele Menschen ausgelegt ist.

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