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29.07.2012
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Neues aus der Geoforschung

Atem der Erde, Vulkane retten Riff, plötzliche Staubwalze

Von Axel Bojanowski

Die Erde atmet - ein Video zeigt den Rhythmus des Luftholens. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Unterwasservulkane retten Korallenriffe - und eine Kleinstadt in den USA wurde von einer gigantischen Staubwalze zugedeckt.

Gilbert, Arizona (USA) am 21. Juli: Ohne Vorwarnung
EPOD/ Saija Lehtonen

Gilbert, Arizona (USA) am 21. Juli: Ohne Vorwarnung

Hamburg - "Ich wollte eigentlich den Sonnenuntergang fotografieren", erzählt Saija Lehtonen aus Gilbert im US-Staat Arizona. Als sie auf dem Weg war, habe sie ihre Pläne jedoch plötzlich ändern müssen: Anstatt die Aussicht auf einen weiten Horizont genießen zu können, sah sie sich von einer Staubwalze bedroht, die sich rasant näherte. Lehtonen drückte dennoch auf den Auslöser und hielt das imposante Naturspektakel, einen sogenannten Habub, fest.

Habubs entstehen vor Gewitterfronten: Dort schießen Fallwinde aus mehreren Kilometern Höhe nieder. Treffen sie auf trockenen Boden, wirbeln sie explosionsartig Staub auf. In Wüsten fegen dann nicht selten einen Kilometer hohe und Dutzende Kilometer breite Sandwände mit Sturmstärke übers Land. Die Körnchen dringen in alle Ritzen und decken alles zu.

Auch der regenarme US-Staat Arizona wird immer wieder von Habubs überzogen; die Walzen kommen meist im Sommer - und ohne Vorwarnung. Menschen sollten Augen und Atemwege vor den Körnchen schützen und Unterschlupf suchen in einem Gebäude oder im Auto.

FOTOSTRECKE

Sandsturm aus dem Nichts: Walze über Arizona
Wissenschaftler haben jüngst Hinweise gefunden, dass die Staubstürme im Norden heftiger geworden sind. In Island hatten sie in den letzten Jahren deutlich mehr Staubkörnchen nachgewiesen, wie sie im Magazin "Science" berichteten. Der Staub stammte wahrscheinlich aus Regionen, die von schmelzenden Gletschern freigelegt worden seien. Würde die Klimaerwärmung zu mehr Dürre in den USA führen, drohten auch dort stärkere Habubs, fürchten Forscher.

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