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04.12.2012
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Klimagipfel in Doha

Vier Gründe für Hoffnung

AFP

Ist das Klima der Erde noch zu retten? Angesichts steigender CO2-Emissionen hat mancher die Hoffnung längst aufgegeben. Doch der Kampf gegen die Erderwärmung ist noch lange nicht verloren - es gibt gute Gründe, optimistisch zu sein. Ein Gastbeitrag des britischen Ministers für Energie und Klimaschutz, Ed Davey.

So, wie die Dinge derzeit stehen, ist die Welt ganz offensichtlich nicht auf Kurs, die globale Klimaerwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten, was allgemein als der Grenzwert gilt, ab dem Gefahr droht.

Das Uno-Umweltprogramm UNEP hat vergangene Woche erklärt, dass die derzeitigen Minderungszusagen nicht einmal die Hälfte dessen abdecken, was für einen Emissionspfad ohne gefährliche Klimaveränderung notwendig wäre. Die Weltbank hat ebenfalls letzte Woche einen Bericht herausgegeben, der die Gefahren aufzeigt, die der Welt bei einer Erwärmung um 4 Grad Celsius drohen. Jeder, der sich ernsthaft mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinandersetzt, ist zu Recht besorgt.

Dennoch sehe ich auch vier Gründe, die mich hoffnungsvoll stimmen.

Auf einigen Märkten sind die Preise für bestimmte Solartechnologien in nur drei Jahren um 75 Prozent gesunken. Damit ist Solarenergie in großen Teilen Afrikas und Südasiens jetzt preiswerter als fossile Energieträger. Unternehmen wie Unilever, Vodafone, Walmart und Kingfisher setzen sich ehrgeizige Ziele, um ihre Zulieferketten nachhaltiger zu machen. Und das ist mehr als reine Marketingstrategie. Bei immer knapperen Rohstoffen und zunehmendem Klimastress macht es unternehmerisch durchaus Sinn, auf Nachhaltigkeit und Flexibilität in der Produktion zu achten. Und wie wir dieses Jahr in Rio feststellen konnten, sind es jetzt die Unternehmen, die den Regierungen erklären, wie die klimapolitische Agenda aussehen muss.

Die Führungskraft solcher Unternehmen möchte ich für ein großes Programm zur Bekämpfung der Entwaldung nutzen, das ich gerade bei einer Veranstaltung auf Einladung Seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles vorgestellt habe. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Regenwaldländern soll gewährleistet werden, dass das Holz und die Nahrungsmittel, die wir kaufen, nicht zur Entwaldung beigetragen haben. Und gemeinsam mit den USA, Norwegen, Deutschland und Australien werden wir den Kampf gegen die Entwaldung noch verstärken, damit wir eine Chance haben, die globale Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen.

Großbritannien hatte im vergangenen Jahr in Durban bedeutenden Anteil daran, dass die Länder sich verpflichtet haben, bis 2015 einen neuen rechtsverbindlichen Klimaschutzvertrag auszuhandeln. Und wir lassen nicht nach in unseren Anstrengungen. Der Kampf gegen gefährliche Klimaveränderungen ist schwierig, aber wir Briten sind entschlossen, uns dieser Aufgabe zu stellen. Gemeinsam mit allen Vertragsparteien werden wir in den Vereinten Nationen darauf hinarbeiten, unser gemeinsames Ziel, die Begrenzung der Erwärmung der Erde auf 2 Grad Celsius, zu erreichen und so die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.

Forum

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insgesamt 53 Beiträge
1. And now for something completely different:
jot-we 04.12.2012
Well, der britische Sinn für Humor ist nicht umsonst berühmt in aller Welt, ist er nicht? Danke für diese herzerfrischende Kostprobe.
Well, der britische Sinn für Humor ist nicht umsonst berühmt in aller Welt, ist er nicht? Danke für diese herzerfrischende Kostprobe.
2. ist ja süss!
umegubbe 04.12.2012
Der britische Minister hat was zu Klimaschutz zu sagen, nur den 5. Grund hat er vergessen: Dass ausser in Britannien seltener Steuergeld für Kernkraft Subventionen verschleudert wird!
Der britische Minister hat was zu Klimaschutz zu sagen, nur den 5. Grund hat er vergessen: Dass ausser in Britannien seltener Steuergeld für Kernkraft Subventionen verschleudert wird!
3. Wunderbar, jetzt handeln ...
bushmills 04.12.2012
... damit "unser Minderungsziel ... bis 2050" erreicht werden kann.
... damit "unser Minderungsziel ... bis 2050" erreicht werden kann.
4. Von wem kommt jetzt der nächste Klimaartikel?
kritischergeist 04.12.2012
Vom Papst, vom Dalai-Lama oder von der Katzenberger? Hört auf die Leser mit allarmistischen Artikeln zu bombadieren. Es glaubt keiner mehr daran weil es zu offensichtlich ist dass diese Kampagne gesteuert ist. Es geht um den CO2 [...]
Vom Papst, vom Dalai-Lama oder von der Katzenberger? Hört auf die Leser mit allarmistischen Artikeln zu bombadieren. Es glaubt keiner mehr daran weil es zu offensichtlich ist dass diese Kampagne gesteuert ist. Es geht um den CO2 Ablasshandel an dem viel Geld verdient wird.
5. Sehr geehrter Minister,
Gerhard Stenkamp 04.12.2012
es macht Sinn, bei diesem Thema Zahlen zu bringen! Im Jahre 2009 hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung publiziert, wir hätten noch 666 Mrd. Tonnen Kohlendioxid frei bis 2050, um das 2 Grad-Ziel einzuhalten. [...]
es macht Sinn, bei diesem Thema Zahlen zu bringen! Im Jahre 2009 hat das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung publiziert, wir hätten noch 666 Mrd. Tonnen Kohlendioxid frei bis 2050, um das 2 Grad-Ziel einzuhalten. 2010 und 2011 wurden davon über 10 % in die Luft geblasen! Was darf ich daraus folgern? Wo findet man in den Überlegungen des hoch verehrten Ministers das weltweite Bevölkerungswachstum berücksichtigt? Wo findet man das weltweite Wirtschaftswachstum wiedergespiegelt? Leider sind solche Beiträge zu einem überlebenswichtigen Thema seitens hoch bezahlter Verantwortlicher typisch: Beschwichtigen! Es wird schon alles gut!

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  • REUTERS
    Der Brite Edward Davey, 47, gehört der Partei der Liberal Democrats an und ist seit Anfang 2012 Minister für Energie und Klimaschutz unter Premierminister David Cameron.

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