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05.12.2012
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Abholzung

Amazonasgebiet hat Wald von der Fläche Großbritanniens verloren

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AFP

Der Kampf gegen die Abholzung am Amazonas zeigt Erfolge, doch die Verluste der vergangenen Jahre sind dramatisch. Neuen Berechnungen zufolge wurden in dem Gebiet binnen zehn Jahren rund 240.000 Quadratkilometer Regenwald vernichtet - mehr als die Fläche Großbritanniens.

Am Amazonas sind laut einer neuen Studie zwischen den Jahren 2000 und 2010 rund 240.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist mehr als die Fläche Großbritanniens, der Hauptinsel der Britischen Inseln. Das Amazonas-Informationsnetzwerk macht in seiner neuen Studie illegalen Holzeinschlag, den Bau von Autobahnen und Staudämmen, die Rodung von Anbau- und Weideflächen sowie den Bergbau und die Öl- und Gasförderung für die massive Reduzierung des Regenwalds verantwortlich.

Allerdings habe die Geschwindigkeit der Abholzung in den meisten der Amazonas-Staaten abgenommen, hieß es in der Studie, die am Dienstag in Bolivien vorgestellt wurde. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung Brasiliens Zahlen veröffentlicht, laut denen die Abholzung im Amazonasgebiet auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Messungen 1988 gesunken ist.

Das Amazonas-Informationsnetzwerk besteht aus elf Umweltschutzorganisationen in acht südamerikanischen Staaten und Französisch-Guayana, die alle Anteil am Regenwald haben. Mit 6,1 Millionen Quadratkilometern entfallen 63 Prozent davon auf Brasilien, wo laut der Studie mehr als 80 Prozent der Abholzung stattgefunden haben. Auf Peru entfielen demnach rund sechs Prozent, auf Kolumbien fünf Prozent des Waldverlusts.

Nach Angaben der Brasilianischen Weltraumbehörde, die das Amazonasgebiet per Satellit überwacht, ist die Abholzung gegenüber dem Jahr 1990 inzwischen um 76 Prozent gesunken. Damit sei das Ziel einer Reduzierung um 80 Prozent bis zum Jahr 2020 in greifbare Nähe gerückt. Dennoch wurde bis jetzt bereits ein Fünftel des brasilianischen Regenwalds zerstört.

Der Dschungel gilt nicht nur als eine der wichtigsten Kohlenstoffsenken der Erde. Seine Abholzung setzt auch enorme Mengen an Treibhausgasen frei. So stammen rund drei Viertel der Kohlendioxidemissionen Brasiliens aus der Regenwaldrodung, bei der Bäume entweder verbrannt werden oder verrotten.

mbe/dapd/AP

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insgesamt 15 Beiträge
1. Soja für bayerische Tiermast
fuchs1234 05.12.2012
Wisst ihr, dass wir jährlich 800000 Tonnen gentechnisch veraendertes Soja nach Bayern für die Mast von Schweinen und Geflügel sowie zur Milchviehfuetterung vorrangig aus Brasilien importieren?! Jedes Schnitzel und jeden Liter [...]
Wisst ihr, dass wir jährlich 800000 Tonnen gentechnisch veraendertes Soja nach Bayern für die Mast von Schweinen und Geflügel sowie zur Milchviehfuetterung vorrangig aus Brasilien importieren?! Jedes Schnitzel und jeden Liter Milch erzeugen unsre Bauern auf kosten des Regenwalds!!!!
2. So ist es.
freidimensional 05.12.2012
Auf die Umstände, die diesem Bericht zugrundeliegen, sollte man mehr Augenmerk legen als auf diese dämliche CO2-Debatte und dem Technokratenzeugs dazu. Wir sind in unserer Wohlstandswelt sehr tief verstrickt in dieses [...]
Zitat von fuchs1234Wisst ihr, dass wir jährlich 800000 Tonnen gentechnisch veraendertes Soja nach Bayern für die Mast von Schweinen und Geflügel sowie zur Milchviehfuetterung vorrangig aus Brasilien importieren?! Jedes Schnitzel und jeden Liter Milch erzeugen unsre Bauern auf kosten des Regenwalds!!!!
Auf die Umstände, die diesem Bericht zugrundeliegen, sollte man mehr Augenmerk legen als auf diese dämliche CO2-Debatte und dem Technokratenzeugs dazu. Wir sind in unserer Wohlstandswelt sehr tief verstrickt in dieses ökologische Desaster. Doch wen soll man beschuldigen? So gut wie alle sind dabei, wollen die Annehmlichkeiten und die billigen Schnitzels - und keiner ist es gewesen, wenn es heißt, dass jeden Tag ein paar Tierarten verschwinden und sonstige unliebsame Veränderungen peu à peu passieren, ohne dass man groß etwas merkt. Ganz offensichtlich ist auch in diesem Problembereich jede Möglichkeit der Steuerung praktisch verlorengegangen. Die Dinge laufen unkontrolliert ab...
3. Dürre in Nordosten Brasiliens
daesh 05.12.2012
Mittlerweile sind die negativen Auswirkungen für die Amazonsländer selbst nicht mehr zu übersehen, also wird nichts gemacht. Allerdings ist eine Reduzierung der Flächenabholzung kein Ziel. Die Abholzung muss gestoppt werden und [...]
Mittlerweile sind die negativen Auswirkungen für die Amazonsländer selbst nicht mehr zu übersehen, also wird nichts gemacht. Allerdings ist eine Reduzierung der Flächenabholzung kein Ziel. Die Abholzung muss gestoppt werden und Aufforstungsmaßnahmen müssen in gewissen Gebieten durchgeführt werden um eine Versteppung/wüstung weiter Landstriche zu verhindern.
4. Effektiver staatlicher Umweltschutz
weltoffener_realist 05.12.2012
Mag sein. Dennoch ist es in erster Linie die Aufgabe der brasilianischen Regierung, die Umwelt in ihrem Land zu schützen, sprich mit Schutzgesetzen und dem staatlichen Gewaltmonopol durchzusetzen. Genauso wie es Aufgabe der [...]
Zitat von fuchs1234Wisst ihr, dass wir jährlich 800000 Tonnen gentechnisch veraendertes Soja nach Bayern für die Mast von Schweinen und Geflügel sowie zur Milchviehfuetterung vorrangig aus Brasilien importieren?! Jedes Schnitzel und jeden Liter Milch erzeugen unsre Bauern auf kosten des Regenwalds!!!!
Mag sein. Dennoch ist es in erster Linie die Aufgabe der brasilianischen Regierung, die Umwelt in ihrem Land zu schützen, sprich mit Schutzgesetzen und dem staatlichen Gewaltmonopol durchzusetzen. Genauso wie es Aufgabe der Bundesregierung ist, hier für Umweltschutz zu sorgen, egal welche Begehrlichkeiten von allen Seiten herangetragen werden. Im Umweltschutz steht und fällt alles mit der effektiven staatlichen Durchsetzung vor Ort. Erst der zweite Gedanke ist dann, wie man einen Ausgleich dafür schaffen kann, dass Länder wie Brasilien oder Tansania quasi stellvertretend für alle unsere letzten Reste wilder Flora und Fauna schützen.
5.
carahyba 05.12.2012
Natürlich spielt die Nachfrage eine wichtige Rolle, es gibt aber weitere wichtige Faktoren: - der ungeheure Investitionsdruck, d.h. die riesigen Mengen an ausländischem Kapital die in die brasilianische Agrarindustrie in den [...]
Zitat von fuchs1234Wisst ihr, dass wir jährlich 800000 Tonnen gentechnisch veraendertes Soja nach Bayern für die Mast von Schweinen und Geflügel sowie zur Milchviehfuetterung vorrangig aus Brasilien importieren?! Jedes Schnitzel und jeden Liter Milch erzeugen unsre Bauern auf kosten des Regenwalds!!!!
Natürlich spielt die Nachfrage eine wichtige Rolle, es gibt aber weitere wichtige Faktoren: - der ungeheure Investitionsdruck, d.h. die riesigen Mengen an ausländischem Kapital die in die brasilianische Agrarindustrie in den letzten Jahren investiert wurden und immer noch investiert werden - die korrupten und kriminellen Politiker auf regionaler und nationaler Ebene, die sich über jedwede Gesetze hinwegsetzen, darüberhinaus jeden der sich ihren Machenschaften widersetzt mit Sanktionen bedrohen bis hin zur Morddrohung.

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