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Wissenschaft

Alexander Gerst fotografiert Polarlichter

"Jedes einzelne Mal umwerfend"

Ein grüner Schleier legt sich gut sichtbar über die Erde. Alexander Gerst hat aus dem All Polarlichter fotografiert - und zeigte sich beeindruckt vom Farbenspiel.

A.Gerst/ ESA/ NASA

Polarlicht

Freitag, 10.08.2018   15:19 Uhr

Die Mondfinsternis hat der deutsche Astronaut Alexander Gerst aus dem All aufgenommen, genauso wie die Trockenheit über Deutschland. Wann immer sich ein Ereignis von der Internationalen Raumstation ISS aus festhalten lässt, nutzt Gerst die Chance und macht ein Bild. Diesmal hat er Polarlichter entdeckt und fotografiert.

"Jedes einzelne Mal umwerfend", schreibt er in einem Tweet mit Blick auf das auch Aurora genannte Himmelsphänomen. "Ich frage mich, was wohl die ersten Entdecker dachten, als sie zum ersten Mal eine Aurora sahen, ohne jemals davon gehört zu haben."

Die Bilder zeigen einen Teil der ISS, die etwa 400 Kilometer über der Erde schwebt, und grüne Polarlichter über der Erdoberfläche.

Polarlichter entstehen, wenn Stickstoff- oder Sauerstoffatome in der hohen Atmosphäre zum Leuchten angeregt werden. Das geschieht vor allem an den Polen, wenn geladene Teilchen aus dem All mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen. Auf den Fotos von Gerst ist gut zu erkennen, dass sich die Lichter in Bändern über die Erde legen.

Leuchtender Sauerstoff

Grünes Polarlicht, wie hier zu sehen, wird von Sauerstoffatomen erzeugt, die etwa hundert Kilometer über der Erde in angeregtem Zustand auf andere Teilchen treffen. Ohne diese Kollision erscheint der angeregte Sauerstoff rot. Das ist hauptsächlich in höheren Schichten der Atmosphäre zu beobachten, etwa 200 Kilometer über dem Erdboden.

Violettes und blaues Polarlicht entstehen, wenn Stickstoffatome angeregt werden. Dazu ist jedoch sehr viel Energie nötig, weshalb diese Farben seltener zu sehen sind.

A.Gerst/ ESA/ NASA

Erster deutscher Kommandant der ISS

Gerst ist seit zwei Monaten auf der ISS. Es ist sein zweiter Aufenthalt. Neben eindrucksvollen Fotos macht er im All vor allem wissenschaftliche Experimente. 67 Versuchsanordnungen stehen bei der "Horizons"-Mission auf dem Plan. Gerade schickte etwa das Fluoreszenzmikroskop "Flumias" an Bord der ISS Bilder von lebenden Zellen zur Erde.

Auf der Erde kümmern sich 1000 Wissenschaftler, Ingenieure und Programmmanager um die wissenschaftlichen Daten der Raumstation. Gerst bleibt voraussichtlich bis zum 12. Dezember 2018 im All. In den kommenden Monaten soll er als erster Deutscher Kommandant der ISS werden.

jme

insgesamt 3 Beiträge
dani216 10.08.2018
1. Auch wenn ich mich wahrscheinlich
nie trauen würde, mich mit einer Rakete ins All schießen zu lassen, so beneide ich unseren Alex doch um das was er dort erleben darf. Ist schon einmalig. Weiterhin alles Gute.
nie trauen würde, mich mit einer Rakete ins All schießen zu lassen, so beneide ich unseren Alex doch um das was er dort erleben darf. Ist schon einmalig. Weiterhin alles Gute.
m.w.r. 10.08.2018
2.
"..unseren Alex"? Ist er ihr Sohn ? Das ist Herr Alexander Gerst und ich denke nicht das er sich von Ihnen mit " unser "Alex anreden lassen würde oder ist er irgendjemandes Eigentum?
Zitat von dani216nie trauen würde, mich mit einer Rakete ins All schießen zu lassen, so beneide ich unseren Alex doch um das was er dort erleben darf. Ist schon einmalig. Weiterhin alles Gute.
"..unseren Alex"? Ist er ihr Sohn ? Das ist Herr Alexander Gerst und ich denke nicht das er sich von Ihnen mit " unser "Alex anreden lassen würde oder ist er irgendjemandes Eigentum?
flohzirkusdirektor 10.08.2018
3. Auch wenn ich mich wahrscheinlich
Nordlichter können Sie auch von der Erde aus bewundern. Und ja, ich kann Ihnen versichern die Reise in den Norden (1999 1700 CHF) lohnt sich!
Zitat von dani216nie trauen würde, mich mit einer Rakete ins All schießen zu lassen, so beneide ich unseren Alex doch um das was er dort erleben darf. Ist schon einmalig. Weiterhin alles Gute.
Nordlichter können Sie auch von der Erde aus bewundern. Und ja, ich kann Ihnen versichern die Reise in den Norden (1999 1700 CHF) lohnt sich!

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