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Wissenschaft

Kurioses Missgeschick

Schlange in eigener Haut gefangen

Dumm gelaufen für den Stimson-Python: Die Schlange will sich häuten - und kriecht dabei in ihre abgelegte Hülle. Schließlich entsteht ein geschlossener Ring aus Haut, in dem das Tier gefangen ist.

Foto: Facebook/AliceSpringsReptileCentre
Donnerstag, 23.06.2016   17:28 Uhr

Schlangen wachsen ihr Leben lang. Damit es ihnen in der eigenen Haut nicht zu eng wird, müssen sie diese regelmäßig abstoßen. Und sich häuten.

Das ist gar nicht so einfach: Die absterbende oberste Hautschicht wird trübe - die Schlangen reiben ihren Kopf an scharfen Kanten, damit die Haut reißt und sie sich mit dem Kopf beginnend herausschälen können.

Dass dabei auch etwas schiefgehen kann, zeigt ein Video des Alice Springs Reptile Centre in Australien vom 15. Juni. Zu sehen ist darin ein Stimson-Python, die sich offenbar in seiner abgeworfenen Haut eingeschlossen hat. Die alte Haut bildet einen geschlossenen Ring, durch den das Tier im Kreis kriecht.

"Das sieht aus wie ein Lenkrad", schreibt das Reptilienzentrum auf seiner Facebookseite. "Wir arbeiten schon lange mit Schlangen, aber so etwas haben wir noch nie gesehen." Auf Facebook wurde das Video Hunderttausende Mal aufgerufen und sammelte mehr als 3000 Likes.

Notausgang aus der eigenen Haut

Der privat betriebene Reptilienzoo in Alice Springs hat sich auf die Haltung einheimischer Arten spezialisiert. Teils rücken die Angestellten auch aus, um Giftschlangen auf Privatgrundstücken einzufangen.

Ein Stimson-Python kann in seltenen Fällen bis zu 140 Zentimeter lang werden, meist erreicht er aber nur 80 Zentimeter. Der Python ist fast in ganz Australien anzutreffen und ernährt sich von kleinen Tieren wie Echsen oder Vögeln.

Die Schlange konnte sich laut dem Zoo übrigens bald selbst aus ihrer misslichen Lage befreien. Ein Foto auf Facebook zeigt das Tier beim Verlassen des Hautrings durch ein Loch.

hda

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