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25.08.2011
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Ölunfall

Leck an Nordsee-Bohrinsel offenbar gestopft

Plattform "Gannet Alpha": Ölleck in der Nordsee
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DPA/ PAUL WARRENER

Entwarnung an der Bohrinsel "Gannet Alpha" in der Nordsee: Seit Tagen ströme kein Öl mehr aus einer defekten Leitung, teilt der verantwortliche Konzern Shell mit. Nun überlegen Techniker, wie das im Rohr verbliebene Öl geborgen werden könnte. 72 Betonmatten wurden bereits im Meer versenkt.

Hamburg - Das Leck an der Bohrinsel "Gannet Alpha" des Shell-Konzerns in der Nordsee scheint gestopft. Seit einem Unfall vor zwei Wochen seien mehr als 200.000 Liter Öl aus dem Leck in die Nordsee gelaufen, erklärte Shell. Doch seit sechs Tagen sei kein Öl mehr ausgelaufen. Bei Überflügen habe man keinen Film auf dem Wasser mehr entdecken können. "Gannet Alpha" liegt rund 180 Kilometer vor der schottischen Küste.

An einem Rohr am Meeresgrund sei vermutlich ein Ventil undicht gewesen; das habe man vergangenen Freitag gestopft. Seither seien lediglich kleinere Öllachen während der Reparaturarbeiten von den Rohren am Meeresgrund an die Oberfläche gekommen, erklärt Shell. Dabei habe es sich um Reste des Öls gehandelt, das vor der Reparatur ausgeströmt war.

Ölleitungen hätten sich teilweise vom Meeresgrund gelöst gehabt. Man habe aber nun 72 Betonmatten auf die demolierten Rohre gelegt, um "den Meeresgrund zu sichern". Alle Rohre lägen nun wieder am Grund. In den nächsten Tagen werde man weitere Betonmatten auf die Rohre legen, teilt Shell mit.

Nun befände sich noch Öl in den Rohren, das herausgeholt werden müsste. Dabei könnte es sich um schätzungsweise 660 Tonnen handeln, die am Auslaufen gehindert werden sollen. Bislang sollen mehr als 200 Tonnen ausgelaufen sein. Man suche nun nach Möglichkeiten, das Öl zu bergen, erklärte Shell. Bis zum Abschluss der Bergung könne es noch Wochen dauern.

Zwischenzeitlich hatte sich ein breiter Ölfilm auf der Nordsee ausgebreitet; Shell bezifferte seine Größe auf 31 Kilometer mal 4,3 Kilometer. Als Konsequenz aus dem Ereignis hatten schottische Politiker bessere Informationen über Ölunfälle gefordert. Shell war in die Kritik geraten, weil er die Vorfälle tagelang nicht öffentlich gemacht haben soll. Schottische Minister riefen die Regierung in London auf, den Vorfall an einer Ölplattform des Konzerns Shell genau zu untersuchen.

Gutachten, die auch den Einfluss auf die Vogelwelt der Region analysieren, hätten im aktuellen Fall gleichwohl keine erheblichen Umweltschäden ausmachen können, teilte Shell mit. Auch britische Behörden gaben sich gelassen.

boj

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