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15.02.2012
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Iranisches Atomprogramm

Israels Kalkül für den Krieg

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AP/ Boeing

Israel kommt einem Angriff auf Iran offenbar immer näher. Die Regierung in Jerusalem drängt zum Handeln, bevor Teheran seine Urananlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren könnte.

Die Argumentation der israelischen Regierung für einen Angriff auf Irans Atomanlagen lässt sich derzeit in drei Worten zusammenfassen: jetzt oder nie. Glaubt man Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, wird Iran in wenigen Monaten die "Zone der Immunität" erreichen: Das Atomprogramm der Mullahs sei dann gegen Luftangriffe weitgehend geschützt. Immer wieder hat die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont, dass die nukleare Bewaffnung Irans eine "existentielle Bedrohung" für Israel sei und deshalb verhindert werden müsse, notfalls um jeden Preis.

Der Streit um Iran hat einen tiefen Graben zwischen Israel und den USA gerissen. Während Washington weiter auf Sanktionen gegen Iran setzt, sieht Jerusalem die Zeit für einen erfolgreichen Militärschlag davonrennen. "Wer 'später' sagt, könnte am Ende herausfinden, dass 'später' zu spät ist", sagte Barak.

Derzeit verdichten sich die Signale, dass Jerusalem tatsächlich den Alleingang wagen könnte. "Dieses Mal scheinen es die Israelis wirklich ernst zu meinen", sagte ein europäischer Diplomat dem Magazin "The Atlantic". Im Westen grassiert die Furcht vor den Folgen eines israelischen Angriffs auf iranische Nuklearanlagen: Teheran könnte zu einem heftigen Gegenschlag ausholen, überall auf der Welt Terroranschläge veranlassen, die Hisbollah auf Israel hetzen und am Ende den ganzen Nahen Osten in Brand setzen.

Allerdings: Israel könnte das für einen akzeptablen Preis halten, wie eine wachsende Zahl von Beobachtern glaubt. Dafür sprechen derzeit mehrere Gründe:

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Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 353 Beiträge
1. mir graults,
antalya1977 15.02.2012
dieser dauerbericht über drohende kriege, und argumente für eine kriegshandlung egal gg. wen auch immer. Wann hören wir den mal nachrichten über die kulturelle und wirtschaftliche blüte im nahen und fernen osten?
Zitat von sysopAP/ BoeingIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
dieser dauerbericht über drohende kriege, und argumente für eine kriegshandlung egal gg. wen auch immer. Wann hören wir den mal nachrichten über die kulturelle und wirtschaftliche blüte im nahen und fernen osten?
2. Israel
laluna3 15.02.2012
Man kann nur hoffen, dass es nicht zu diesem Angriff kommt. 100.000de von Menschen werden die Leidtragenden sein. Aber die werden ja nicht von diesen Kriegstreibern gefragt.
Zitat von sysopAP/ BoeingIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
Man kann nur hoffen, dass es nicht zu diesem Angriff kommt. 100.000de von Menschen werden die Leidtragenden sein. Aber die werden ja nicht von diesen Kriegstreibern gefragt.
3. Traurig...
Layer_8 15.02.2012
...aber was soll Israel machen? Da gibts einen Staat, welcher die Existenzberechtigung Israels abstreitet, dessen Führung den Holocaust leugnet und welcher sich offensichtlich an Nuklearwaffen versucht. Besser dies jetzt [...]
Zitat von sysopAP/ BoeingIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
...aber was soll Israel machen? Da gibts einen Staat, welcher die Existenzberechtigung Israels abstreitet, dessen Führung den Holocaust leugnet und welcher sich offensichtlich an Nuklearwaffen versucht. Besser dies jetzt verhindern, als dass es zu spät ist.
4. Na,
auweia 15.02.2012
wunderbar, ein deutlicher Schritt gegen die Atomrüstung... ;-) PS: Interessant, dass dieser Artikel bei SPON unter "Wissenschaft & Technik läuft.
Zitat von sysopAP/ BoeingIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
wunderbar, ein deutlicher Schritt gegen die Atomrüstung... ;-) PS: Interessant, dass dieser Artikel bei SPON unter "Wissenschaft & Technik läuft.
5. Wir sollen unsere Meinung sagen
AKI CHIBA 15.02.2012
Es ist der unabdingbaer Wille der iranischen Führung, Israel auszuradieren. Da beißt die Maus kein Faden ab! Israel hat leider innenpolitische Probleme mit den religösen Fanatikern in den eigenen Reihen, sonst könnte es [...]
Zitat von sysopAP/ BoeingIsrael kommt einem Angriff auf Iran immer näher. Die Regierung in Jerusalem will rasch durchgreifen, bevor Teheran seine Uran-Anlagen sicher unter die Erde verstaut hat. Der Westen ist alarmiert, fürchtet einen Flächenbrand in Nahost. Fünf Gründe, warum Jerusalem all diese Warnungen ignorieren dürfte. Iranisches Atomprogramm: Israels Kalkül für den Krieg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft (http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,815188,00.html)
Es ist der unabdingbaer Wille der iranischen Führung, Israel auszuradieren. Da beißt die Maus kein Faden ab! Israel hat leider innenpolitische Probleme mit den religösen Fanatikern in den eigenen Reihen, sonst könnte es "cooler" agieren. Das winzige Land hat aber einen Trumpf im Ärmel: Schiiten und Sunniten sind "up ewig gedeelt". Religiöser Fanatismus macht das Spiel heiß. Auch ethnische Probleme spielen eine Rolle. Araber ( mehrheitlich Sunniten) und Iraner (schiitisch) sind Feinde fürs Leben. Israel tut gut daran, wohl abzuwägen und nicht auf die Erweckungsfanatiker In USA zu hören.
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Uran und Atomwaffen

Uran
Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.
Anreicherung
Uranerz wird nach dem Abbau zunächst zu einem gelblichen Pulver verarbeitet, dem sogenannten Yellowcake. Es dient zur Herstellung von Brennelementen für Reaktoren, kann aber zwecks Anreicherung auch in Uran-Hexafluorid (UF6) umgewandelt werden, das bis 56 Grad Celsius in kristalliner Form vorliegt und darüber gasförmig ist.

Die meisten Anreicherungsanlagen weltweit basieren auf der Gasdiffusion: Gasförmiges Uran-Hexafluorid wird durch halbdurchlässige Membrane gepresst, wobei sich das Uran 235 vom Rest trennt. Das Verfahren gilt inzwischen jedoch aufgrund seines hohen Energiebedarfs als veraltet.

Eine modernere Methode ist die Gaszentrifuge, an der auch in Iran experimentiert wird. Bei ihr macht man sich den Massenunterschied zwischen beiden Uran-Isotopen zunutze: Wird Uran-Hexafluorid in die Zentrifugen gegeben, sammeln sich die schwereren Uran-238-Moleküle bei bis zu 70.000 Umdrehungen pro Minute außen in den Zylindern, die Uran-235-Moleküle bleiben innen.
Einsatz in Atomwaffen
Für den Einsatz in Kernreaktoren genügt es bereits, wenn Uran 235 zu drei bis fünf Prozent in den Brennelementen angereichert ist. Ab 20 Prozent ist von hochangereichertem Uran die Rede. Für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 80 Prozent erforderlich, da sonst eine zu große Uranmenge notwendig wäre.

Uran 235 kam in der ersten jemals eingesetzten Atombombe, die am 6. August 1945 Hiroshima zerstörte, als Sprengstoff zum Einsatz. Die Sprengkraft lag bei rund 13 Kilotonnen TNT. Die Bombe, die drei Tage später auf Nagasaki abgeworfen wurde, erreichte 20 Kilotonnen TNT. In ihr kam allerdings nicht Uran zum Einsatz, sondern Plutonium 239, das per Neutronenbeschuss in Brutreaktoren aus Uran 238 gewonnen wird.

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