18.08.2012
Ausgegraben - Neues aus der Archäologie
Brutale Schlacht im dänischen Sumpf
Von Angelika Franz
Ejvind Hertz / Skanderborg Museum
Verletzter Schädel: Mit einer Axt durchschlagen
Bei einer systematischen Ausgrabung fanden die Forscher um den Archäologen Ejvind Hertz vom Scanderborg Museum nun die Überreste des Schlachtens. Sie entdeckten schwer beschädigte Knochen, darunter einen eingeschlagenen Schädel und ein Schienbein, das mit einer Axt durchgeschlagen wurde. Dabei lagen die Waffen, die diese grausamen Wunden verursacht hatten: Äxte, Speere und Keulen. Auch Schilde fanden die Ausgräber. Nun hoffen sie, aus den Knochen noch mehr Einzelheiten über den genauen Ablauf der Schlacht oder die Herkunft der Männer erfahren zu können.
Auch die damalige Landschaft wollen sie rekonstruieren. Offenbar wurden die Leichen und Waffen am Boden eines kleinen Sees deponiert, aus dem erst später ein Sumpf wurde. Der Grundwasserspiegel änderte sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals.