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15.11.2012
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München

Defekte Stromleitung löste Blackout aus

Der Grund für den flächendeckenden Stromausfall in München ist offenbar gefunden. Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus. Am Morgen konnten U- und S-Bahnen nicht mehr fahren, Ampeln blieben schwarz, zahlreiche Haushalte waren ohne Elektrizität.

München - Ein Defekt an einem wichtigen Versorgungskabel hat dazu geführt, dass weite Teile Münchens ab 7 Uhr keinen Strom hatten. Das teilten die Münchner Stadtwerke auf einer Pressekonferenz sowie über Twitter (@SWM_Muenchen) mit. Die fehlerhafte Leitung läuft zwischen dem nördlich von München gelegenen Moosburg und der bayerischen Hauptstadt.

Die Leitungen, die vom Norden her in die Stadt führten, seien mit dem Netz von E.on Bayern verbunden. "Wir sind mit E.on in Kontakt, aber wir haben noch kein Ergebnis", sagte der Geschäftsführer der Münchner Stadtwerke für Versorgung und Technik, Stephan Schwarz. "Es wird vermutlich eine Stromspitze gewesen sein, die durchgelaufen ist." Aus Sicherheitsgründen schalte das Netz in solchen Fällen automatisch ab. Die Stromversorgung sei inzwischen wieder stabil. Der Vorfall solle nun schnellstmöglich analysiert werden. Nach Angaben der Stadtwerke war es der schwerste Stromausfall seit 1992.

Laut SWM kam es in der Folge der technischen Störung unter anderem zu einer Explosion im Umspannwerk Bogenhausen. Schwarz betonte, der Vorfall "hatte mit der Energiewende und der ganzen Diskussion um sichere Netze nichts zu tun". Was heute passiert sei, "hätte auch vor 20 Jahren passieren können".

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München: Bayerischer Blackout
Rund 450.000 Kunden im südlichen Stadtgebiet von München waren zeitweise ohne Strom. Es kam zu massiven Beeinträchtigungen aufgrund ausgeschalteter Ampeln und Störungen bei U- und S-Bahn sowie bei der Tram. Dort sei auf vielen Strecken etwa bis 8.30 Uhr immer wieder der Strom weg gewesen. Bei der S-Bahn München kam es nach Angaben einer Sprecherin im Gesamtnetz zeitweise zu bis zu 40 Minuten Verspätung.

Von etwa 7 Uhr an war für rund eine halbe Stunde die Beleuchtung an den Tunnelbahnhöfen ausgefallen. Nach knapp einer halben Stunde fuhren die S-Bahnen wieder, allerdings fielen Taktverstärker-Züge aus. Nach Einschätzung der Sprecherin sollte sich der Verkehr bis zum Mittag wieder normalisieren.

Die Feuerwehr musste laut einem Sprecher zu etwa 50 Einsätzen im ganzen Stadtgebiet ausrücken. In der Hälfte der Fälle musste sie Menschen aus Aufzügen befreien. Zudem seien fälschlicherweise viele Feuermeldeanlagen ausgelöst worden. Die Berufsfeuerwehr bekam Unterstützung von zahlreichen Freiwilligen Feuerwehren.

Gegen halb acht funktionierte der Strom zumindest in einigen Stadtteilen wieder. Um kurz nach neun Uhr twitterten die Münchner Stadtwerke: "Inzwischen sind die meisten Haushalte wieder am Netz. Wir arbeiten am Netzaufbau und daran, alle Haushalte wieder zu versorgen."

wbr/dapd

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insgesamt 98 Beiträge
1. Tja.....bei den Amerikanern...
ISTQB 15.11.2012
würde das jetzt mehrere Wochen dauern....
Zitat von sysopDPADer Grund für den flächendeckenden Stromausfall in München ist offenbar gefunden. Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus. Am Morgen konnten U- und S-Bahnen nicht mehr fahren, Ampeln blieben schwarz, zahlreiche Haushalte waren ohne Elektrizität. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/defekte-freileitung-loeste-stromausfall-in-muenchen-aus-a-867448.html
würde das jetzt mehrere Wochen dauern....
2.
Thom-d 15.11.2012
Wie kann der Sprecher der SWM behaupten, das hätte mit der Energiewende nichts zutun, wenn die Ursachen noch gar nicht bekannt sind? Müssen wir uns darauf einstellen, das wir über die Folgen der Energiewende noch öfters [...]
Zitat von sysopDPADer Grund für den flächendeckenden Stromausfall in München ist offenbar gefunden. Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus. Am Morgen konnten U- und S-Bahnen nicht mehr fahren, Ampeln blieben schwarz, zahlreiche Haushalte waren ohne Elektrizität. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/defekte-freileitung-loeste-stromausfall-in-muenchen-aus-a-867448.html
Wie kann der Sprecher der SWM behaupten, das hätte mit der Energiewende nichts zutun, wenn die Ursachen noch gar nicht bekannt sind? Müssen wir uns darauf einstellen, das wir über die Folgen der Energiewende noch öfters belogen werden?
3. Klingt irgendwie logisch?
bartsimpsen 15.11.2012
"Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus." Jeder andere Erklärung käme natürlich nicht in Frage...
"Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus." Jeder andere Erklärung käme natürlich nicht in Frage...
4.
niemand123 15.11.2012
naja...der Spiegel versucht wieder mit einer reisserischen Überschrift über die Bayern zu lästern...... Ich wollte aber mal nur erwähnen.....die Müncher haben 2 Stunden gebraucht, dann lief der Laden wieder......in [...]
Zitat von sysopDPADer Grund für den flächendeckenden Stromausfall in München ist offenbar gefunden. Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus. Am Morgen konnten U- und S-Bahnen nicht mehr fahren, Ampeln blieben schwarz, zahlreiche Haushalte waren ohne Elektrizität. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/defekte-freileitung-loeste-stromausfall-in-muenchen-aus-a-867448.html
naja...der Spiegel versucht wieder mit einer reisserischen Überschrift über die Bayern zu lästern...... Ich wollte aber mal nur erwähnen.....die Müncher haben 2 Stunden gebraucht, dann lief der Laden wieder......in Amerika dauert sowas 2 Monate!..... kommt davon, wenn man Stromnetze privatisiert!....aber wir sind ja auch schon auf dem Weg dahin.
5. Faule Ausrede des Betreibers
Tom63 15.11.2012
Was ist denn mit der doppelten Sicherheit die normal vorhanden sein soll. Diese Antwort der Stadt ist nur blabla, denn normal ist eine Stadt wie München von zwei Seiten gesichert, also wenn ein Kabel defekt ist gibt es [...]
Zitat von sysopDPADer Grund für den flächendeckenden Stromausfall in München ist offenbar gefunden. Den Stadtwerken zufolge löste ein Schaden an einer Freileitung den Blackout aus. Am Morgen konnten U- und S-Bahnen nicht mehr fahren, Ampeln blieben schwarz, zahlreiche Haushalte waren ohne Elektrizität. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/defekte-freileitung-loeste-stromausfall-in-muenchen-aus-a-867448.html
Was ist denn mit der doppelten Sicherheit die normal vorhanden sein soll. Diese Antwort der Stadt ist nur blabla, denn normal ist eine Stadt wie München von zwei Seiten gesichert, also wenn ein Kabel defekt ist gibt es immer noch ein zweites. Wenn keines mehr da ist do hat der Netzbetreiber dort zu Lasten der Verbraucher. Der Service und die Sicherheit geht zu Lasten der Verbraucher, deswegen wird es Zeit das man diesen Großkonzernen die Handschellen anlegt, denn wer nur auf Profit wartet und nichts tut der soll auch bestraft werden.

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