Lade Daten...
21.11.2012
Schrift:
-
+

Prototyp

Roboter soll in Fukushima aufräumen

REUTERS

Toshiba-Roboter: Der vierbeinige Katastrophenhelfer

Einige Bereiche in der AKW-Ruine von Fukushima können Menschen nicht betreten - die Strahlung ist zu hoch. Ein japanischer Konzern stellt jetzt einen Roboter vor, der beim Aufräumen helfen könnte. Doch bis dahin ist noch etwas Entwicklungsarbeit nötig.

Wo er hingeht, herrscht Lebensgefahr: Ein vierbeiniger Roboter soll in der radioaktiv verstrahlten AKW-Ruine von Fukushima Aufklärungsmissionen übernehmen. Das noch namenlose Gerät soll in für Menschen nicht zugängliche Gebiete fahren, wie Ingenieur Goro Yanase erklärte.

Dabei soll der Roboter, entwickelt vom Technologiekonzern Toshiba, steile Treppen und Hindernisse überwinden können. Das 65 Kilo schwere und einen Meter hohe Gerät ähnelt entfernt einem kopflosen Hund und wird per Joystick ferngesteuert. Ausgestattet ist es mit einer Kamera, einem Arm und einem Geigerzähler.

Das Gerät, das bisher nur als Prototyp existiert, könne künftig auch mit Arbeitsarmen ausgerüstet werden, um Reparaturen oder Abrissarbeiten auszuführen, sagte Yanase. Bis zu einem möglichen Einsatz in Fukushima seien noch weitere Entwicklungsarbeiten notwendig. Teile des Unglücks-Kraftwerks sind für Menschen nicht zugänglich, weil die Strahlung dort tödlich ist.

Erst Anfang November erklärte ein Arbeiter, dass der japanische Energiekonzern Tepco kurz nach der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 ein Spezialteam ohne ausreichende Schutzmaßnahmen in stark radioaktiv verseuchtem Wasser hatte arbeiten lassen. Das Unternehmen habe der sechsköpfigen Gruppe die tatsächliche Gefahr verschwiegen und keine adäquate Ausrüstung bereitgestellt, sagte der Mann der Nachrichtenagentur Associated Press.

Er hat in Tokio eine Beschwerde gegen Tepco eingereicht. Die Behörden sollen Tepcos Verletzung der Sicherheitsbestimmungen bestätigen und Auflagen zur Verbesserung anordnen. Zudem will der Mann 500.000 Yen (6250 Euro) Schadensersatz von der Firma, die ihn beaufsichtigte. Es handelt sich um einen Tepco-Subunternehmer.

Im März 2011 kamen fast 19.000 Menschen ums Leben, als ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami Japans Nordostküste erschütterten. Die Naturkatastrophe führte außerdem zur Kernschmelze in der Atomanlage in Fukushima, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986.

nik/AFP

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 13 Beiträge
1. Und in Tschernobyl hat man menschliche Liquidatoren eingesetzt...
hman2 21.11.2012
...weil die wenigstens ein paar Minuten lang schuften können in der Strahlung (bevor sie elendig krepieren), während die Roboter reihenweise ausgefallen sind.
...weil die wenigstens ein paar Minuten lang schuften können in der Strahlung (bevor sie elendig krepieren), während die Roboter reihenweise ausgefallen sind.
2. Information
ediart 21.11.2012
Eigentlich gibt es so gut wie keine Information was in und um Fukoshima aktuell los ist. Wie ist es mit der Verstrahlung an Land und im Wasser? Wen interessiert dieser Roboter was soll der Quatsch? Was die Öffentlichkeit [...]
Eigentlich gibt es so gut wie keine Information was in und um Fukoshima aktuell los ist. Wie ist es mit der Verstrahlung an Land und im Wasser? Wen interessiert dieser Roboter was soll der Quatsch? Was die Öffentlichkeit interessieren könnte, ist doch mal ein Bericht zur gegenwärtigen Lage dieser Atomkatastrophe.
3. Versuchen Sie es ...
JayMAF 21.11.2012
Versuchen Sie es doch einfach mal hier EXSKF Coverage of Fukushima I (Daiichi) Nuclear Accident, Nuclear Disaster in Japan (http://ex-skf.blogspot.de/) oder hier ENENews.com – Energy News (http://enenews.com/?) In [...]
Zitat von ediartEigentlich gibt es so gut wie keine Information was in und um Fukoshima aktuell los ist. Wie ist es mit der Verstrahlung an Land und im Wasser? Wen interessiert dieser Roboter was soll der Quatsch? Was die Öffentlichkeit interessieren könnte, ist doch mal ein Bericht zur gegenwärtigen Lage dieser Atomkatastrophe.
Versuchen Sie es doch einfach mal hier EXSKF Coverage of Fukushima I (Daiichi) Nuclear Accident, Nuclear Disaster in Japan (http://ex-skf.blogspot.de/) oder hier ENENews.com – Energy News (http://enenews.com/?) In aller Regel werden Sie in englischsprachigen Medien mehr über Fukushima informiert als in den Mainstreams der Deutschen. Warum ? Ist einfach so.
4. guter Tipp
ediart 21.11.2012
Danke für den Link zu Fukushima.
Danke für den Link zu Fukushima.
5. optional
petervonmeter 22.11.2012
gibt schon Informationen, man muss nur wissen wo man schauen muss. Uebrigens gibt es auch keine generelle 20 Kilometer No-Go Area mehr, die Doerfer werden zur Zeit dekontaminiert und sind zum Teil wieder betretbar. Fuer Hinz und [...]
gibt schon Informationen, man muss nur wissen wo man schauen muss. Uebrigens gibt es auch keine generelle 20 Kilometer No-Go Area mehr, die Doerfer werden zur Zeit dekontaminiert und sind zum Teil wieder betretbar. Fuer Hinz und Kunz. Messwerte und Statusberichte werden taeglich veroeffentlicht. Interessiert nur keinen, dazu muesste man sich ja mit dem Thema befassen und das Stammtischwissen hilft da nicht weiter.

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

Verwandte Themen

Fotostrecke

Video

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wissenschaft
Twitter RSS
alles zum Thema Fukushima
RSS
Rubriken

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten