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01.12.2012
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Pjöngjangs Test-Drohung

Nordkoreas rätselhaftes Raketenprogramm

Von
REUTERS

Nordkorea droht erneut mit dem Test einer Rakete. Doch wie gefährlich sind die Langstreckenwaffen wirklich? Eine neue Studie besagt, dass das gesamte Programm wahrscheinlich ein einziger Bluff ist.

Hamburg - Es sollte eine pompöse Demonstration militärischer Macht werden, doch im Nachhinein wurde es zu einer peinlichen Panne: Im April führte Nordkoreas Regime bei einer Parade gewaltige Interkontinentalraketen vor. Doch eine Fotoanalyse ergab, dass es sich dabei keinesfalls um funktionsfähige Waffen handelte - sondern um Attrappen. Nordkoreas Ingenieure, so spotteten Experten, könnten nicht einmal überzeugende Pappraketen bauen.

Die Episode war bezeichnend für Pjöngjangs Raketenprogramm: Was hinter der Fassade steckt, die Nordkoreas Regime in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hat, weiß im Westen niemand genau. Ob der jetzt angekündigte erneute Test ein rein politisches Manöver oder Teil eines ernsthaften Technologieprogramms ist - auch dies ist unbekannt.

Der Münchner Raketenexperte Markus Schiller kommt jetzt in einer Analyse für die amerikanische Rand Corporation zu einem bemerkenswerten Urteil: Nordkoreas Raketenprogramm sei wahrscheinlich nicht mehr als ein Bluff. Das Hauptziel sei, als außenpolitisches Druckmittel zu dienen und die USA und Südkorea von einem Angriff abzuschrecken.

"Eher politische Waffe als ein militärisches Instrument"

Nordkorea soll bis zu 1000 Raketen besitzen. Allerdings basiert schon diese Zahl, die immer wieder genannt wird, nur auf unsicheren Schätzungen. Die meisten dieser Waffen sollen einstufige Kurz- und Mittelstreckenraketen sein, die auf der veralteten Technologie sowjetischer Scud-Geschosse basieren. Über ihre Verteilung und Einsatzfähigkeit ist wenig bekannt, allerdings gelten sie als relativ ungenau. Zwar könnten sie, abgeschossen in größerer Zahl, in Südkorea durchaus schwere Schäden verursachen. Doch ob Nordkorea auch andere Länder gefährden kann, ist fraglich.

So kann die "Nodong"-Mittelstreckenrakete theoretisch Japan erreichen und nach Ansicht von Experten mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden. Allerdings ist nicht nur unwahrscheinlch, dass Nordkorea eine Atombombe derzeit so weit verkleinern kann - sondern auch, ob die "Nodong"-Rakete zuverlässig und präzise genug wäre, um überhaupt für einen Einsatz in Frage zu kommen. Das renommierte International Institute for Strategic Studies (IISS) kommt zu einem klaren Urteil: "Angesichts ihrer geringen Anzahl und Genauigkeit ist die 'Nodong' wahrscheinlich eher eine politische Waffe als ein militärisches Instrument."

Das dürfte erst recht für die mehrstufigen Langstrecken- und Interkontinentalraketen Nordkoreas gelten, über die laut IISS noch weniger bekannt ist. Auf dem Papier etwa ist die "Taepodong-2" mit einer Reichweite von bis zu 6000 Kilometern in der Lage, die Westküste der USA zu erreichen. Doch Papier ist insbesondere in der Raketentechnologie geduldig: Als gesichert gilt nur, was in mehreren Versuchen funktioniert hat.

Zu wenige Tests für ernstzunehmendes Raketenprogramm

Genau das ist der Schwachpunkt von Nordkoreas Raketenprogramm: Würde Pjöngjang es ernsthaft verfolgen, wären regelmäßige Tests nötig - und die wären per Satellit leicht zu entdecken. Bisher aber hat Nordkorea ganze drei Versuche mit der "Taepodong-2" durchgeführt, die das Regime auch als "Unha-2" und -3 bezeichnet, wenn es sich um Satelliten-Trägerraketen handeln soll. Die Flüge fanden im Juli 2006, im April 2009 und im April 2012 statt - und jeder von ihnen geriet zum Fehlschlag, der letzte gar vor der internationalen Presse.

Der Münchner Fachmann Schiller hat für seine Studie nun die öffentlich zugänglichen Informationen über Pjöngjangs Raketenprogramm zusammengetragen und sie nach Verlässlichkeit gewichtet. Das Ergebnis: Ausgerechnet die gängigste Theorie - dass Nordkorea ein weit entwickeltes Raketenprogramm besitze, im Ausland gekaufte Raketen nachbauen und in großer Zahl einsetzen könne - sei die am wenigsten wahrscheinliche. Die besten Informationen sprächen dagegen für die Bluff-Theorie:

Nordkorea, argwöhnt Schiller, könnte bei bisherigen Tests vor allem zuverlässige, aber veraltete Sowjet-Raketen eingesetzt haben, um hohe Einsatzfähigkeit vorzutäuschen. Womöglich habe Pjöngjang bisher kein einziges selbst produziertes Modell erfolgreich getestet. Bei den exportierten Waffen würde es sich demnach um umetikettierte Sowjet-Ware handeln. Hinzu komme das mangelnde Training: "Die Mehrheit der nordkoreanischen Raketentruppen hat nie eine Rakete abgefeuert."

Zweifel dieser Art waren bereits nach dem letzten verpatzten Raketentest im April 2012 aufgekommen. Als auffällig bezeichneten Experten vor allem die Tatsache, dass es bei den Tests zu Fehlern immer neuer Art komme. Das deute darauf hin, dass die Nordkoreaner möglicherweise gar Rückschritte machten - weil sie nicht verstünden, was schief laufe, und ziellose Veränderungen vornähmen. "Ein Test alle drei Jahre ist viel zu wenig", sagte Raketen- und Militärexperte Robert Schmucker. Die nordkoreanischen Techniker müssten mindestens 30 bis 50 Langstreckenraketen fliegen lassen, bevor sie über eine funktionierende Waffe verfügen.

Nach Ansicht des IISS lasse sich letztlich nicht genau sagen, ob Pjöngjang ernsthaft an einer Interkontinentalrakete arbeite, die bis in die USA reichen könnte, oder ob die Taepodong- und Unha-Raketen eher politische Verhandlungsmasse seien. "In gewisser Weise könnte beides zutreffen", so das IISS: Bessere Raketen könnten größere diplomatische Zugeständnisse erzwingen - und notfalls auch eingesetzt werden, falls die Verhandlungen scheitern sollten.

Schiller empfiehlt dem Westen deshalb, die Politik der Raketenstart-Moratorien zu überdenken: Würde das Verbot fallen, hätte Pjöngjang keine Ausrede mehr, viel zu wenige Tests für ein ernstzunehmendes Raketenprogramm durchzuführen. "Und jeder Schuss", meint Schiller, "verkleinert Nordkoreas begrenztes Arsenal an sowjetischen und russischen Raketen".

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insgesamt 32 Beiträge
1.
kurzinger 01.12.2012
Allein, wenn man das Bild betrachtet, kommen einem Zweifel. Gibt es in Korea keine ebene Landschaft, wo man nicht erst über eine Brücke zur Abschußrampe gelangen muß? Höchst unglaubwürdig.
Zitat von sysopREUTERSNordkorea droht erneut mit dem Test einer Rakete. Doch wie gefährlich sind die Langstreckenwaffen wirklich? Eine neue Studie besagt, dass das gesamte Programm wahrscheinlich ein einziger Bluff ist. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/experten-bezweifeln-bedrohung-durch-nordkoreas-raketen-a-870430.html
Allein, wenn man das Bild betrachtet, kommen einem Zweifel. Gibt es in Korea keine ebene Landschaft, wo man nicht erst über eine Brücke zur Abschußrampe gelangen muß? Höchst unglaubwürdig.
2. Ausprobieren
pförtner 01.12.2012
Alles Bluff ? Probiert es am 22.12. 2012 , doch einfach mal aus . Ist doch eine gute Gelegenheit. Dr.Nostradamus wird euch das gerne in der Hölle bestättigen
Alles Bluff ? Probiert es am 22.12. 2012 , doch einfach mal aus . Ist doch eine gute Gelegenheit. Dr.Nostradamus wird euch das gerne in der Hölle bestättigen
3.
Battlemonk 01.12.2012
das ist ein tal aus sichtgründen baut man sowas nicht auf offnene felder (heutzutage eig sinnlos wegen sateliten)
Zitat von kurzingerAllein, wenn man das Bild betrachtet, kommen einem Zweifel. Gibt es in Korea keine ebene Landschaft, wo man nicht erst über eine Brücke zur Abschußrampe gelangen muß? Höchst unglaubwürdig.
das ist ein tal aus sichtgründen baut man sowas nicht auf offnene felder (heutzutage eig sinnlos wegen sateliten)
4. Miteinander und nicht gegeneinander...
helmutderschmidt 01.12.2012
Nordkorea... aber auch all die anderen militanten Länder dieser Erde. Macht mit dem vielen Geld, das eure teuren Raketenprogramme und Waffen verschlingen, lieber etwas gescheites. Sorgt für mehr Gerechtigkeit in euren [...]
Zitat von sysopREUTERSNordkorea droht erneut mit dem Test einer Rakete. Doch wie gefährlich sind die Langstreckenwaffen wirklich? Eine neue Studie besagt, dass das gesamte Programm wahrscheinlich ein einziger Bluff ist. http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/experten-bezweifeln-bedrohung-durch-nordkoreas-raketen-a-870430.html
Nordkorea... aber auch all die anderen militanten Länder dieser Erde. Macht mit dem vielen Geld, das eure teuren Raketenprogramme und Waffen verschlingen, lieber etwas gescheites. Sorgt für mehr Gerechtigkeit in euren Ländern und auf unserer Erde. Arbeitet endlich miteinander und nicht weiter gegeneinander. Diesen Appell richte ich auch ausdrücklich an den egoistischen und Menschen verachtenden weltweiten Kapitalismus. Alle friedliebenden Menschen dieser Erde würden es euch danken :-) Mit wenig Hoffnung auf Besserung... vergieße ich Tränen der Trauer. helmutderschmidt
5. Hunger
akhh 01.12.2012
Jedes Jahr zur Winterzeit wenn der Hunger besonders gross ist wird mit Pappraketen gedroht und die Welt fällt drauf rein.
Jedes Jahr zur Winterzeit wenn der Hunger besonders gross ist wird mit Pappraketen gedroht und die Welt fällt drauf rein.

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Nordkoreas Atomprogramm

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Nordkoreas Atomprogramm
AFP

Nordkoreas Atomprogramm sorgt seit Jahren für Spannungen. Mit Hilfe von weitreichenden Langstreckenraketen ist das kommunistische Land unter dem "lieben Führer" Kim Jong Il offenbar fähig, zumindest seine Nachbarstaaten mit Nuklearwaffen zu erreichen. Das Land behauptet, genug Plutonium für sechs Atombomben zu besitzen.

Nordkorea hatte sich zwar bei Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrags 1985 verpflichtet, nukleare Anlagen nur zivil zu nutzen, im Geheimen aber waffenfähiges Uran angereichert. Als das Ende der neunziger Jahre bekannt wurde, wurde Nordkorea scharf kritisiert. Die USA stoppten die Hilfs- und Energielieferungen an das verarmte Land. Daraufhin kündigte Pjöngjang um die Jahreswende 2002/03 seine Mitgliedschaft im Atomwaffensperrvertrag und seine Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) . Die Uno-Inspektoren mussten das Land verlassen, alle Überwachungskameras wurden abmontiert.

Anfänge
AP

Das Atomprogramm Nordkoreas hat seinen Anfang in den sechziger Jahren, als der "große Bruder" Sowjetunion dem kommunistischen Nordkorea ein Atomforschungszentrum mit dem Forschungsreaktor Yongbyon baute, der 1965 seinen Betrieb aufnahm. Auf Druck der UdSSR verpflichtete sich Nordkorea 1985 als Mitunterzeichner des Atomwaffensperrvertrags , die Kernkraft ausschließlich zivil zu nutzen. 1992 schloss es mit Südkorea ein Abkommen, die koreanische Halbinsel frei von Atomwaffen zu halten.

Doch schon Ende der achtziger Jahre, so sind sich westliche Geheimdienste heute sicher, kam es zu geheimen Deals zwischen Pakistan und Pjöngjang. Der pakistanische Ingenieur Abdul Qadir Khan lieferte demnach wesentliche Bestandteile für den Atombombenbau, während Pjöngjang Pakistan Prototypen ihrer Mittelstreckenraketen stellte, die mit atomaren Sprengköpfen bestückbar sind. Seit dieser Zeit verfügt Nordkorea über Nukleartechnologie.

Genfer Rahmenabkommen 1994
AFP

Nach zähen Verhandlungen schloss der damalige US-Präsident Bill Clinton 1994 mit Pjöngjang das Genfer Rahmenabkommen , das den Atomkonflikt regulieren und die Gefahr einer nordkoreanischen Atombombe verhindern sollte. Darin garantierte Nordkorea die Stilllegung seines grafitmoderierten Reaktors in Yongbyon , aus dem wohl damals schon nuklearwaffenfähiges Material abgezweigt worden war. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA zur Lieferung von Erdöl und zum Bau von zwei Leichtwasserreaktoren, womit die Energieversorgung des verarmten Nordkoreas sichergestellt werden sollte. Allerdings regelte die Vereinbarung nur die Plutoniumproduktion , jedoch nicht die Möglichkeit, aus hochangereichertem Uran Kernwaffen herzustellen.
Sechs-Parteien-Gespräche ab 2003
REUTERS

2003 begannen Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms . An den Gesprächsrunden aus sechs Nationen waren neben Nordkorea China, Russland, Japan, die USA und Südkorea beteiligt. Als Gegenleistung für die nukleare Abrüstung wurde dem vollkommen verarmten Nordkorea Wirtschafts- und Energiehilfe angeboten. Die Gespräche blieben jedoch zunächst ohne Ergebnis.

Im Februar 2005 gab Kim Jong Il offiziell den Besitz von Atomwaffen "zur Selbstverteidigung" bekannt.
Zum Abschluss der vierten Sechs-Länder-Gespräche im September 2005 verpflichtete sich Pjöngjang grundsätzlich zur Aufgabe aller Atomwaffen und Nuklearprogramme, das Atomprogramm lief aber im Geheimen weiter.

2007 zeichnete sich erneut eine Einigung im Atomstreit ab: Die nordkoreanische Seite sagte zu, seine Atomanlagen stillzulegen und die ausländischen Atominspekteure wieder zuzulassen. Im Gegenzug sollte das Land wirtschaftliche, humanitäre und Energiehilfe erhalten und von der US-Liste der den Terror unterstützenden Staaten gestrichen werden. Im Juni 2008 übergab Nordkorea eine seit Monaten überfällige Liste mit Einzelheiten seines Nuklearprogramms an China und sprengte den Kühlturm der abgeschalteten Atomanlage Yongbyon.

Atombomben- und Raketentests
dpa

1998 löste das nordkoreanische Regime mit dem Test einer ballistischen Rakete vom Typ Taepodong-1 weltweit Empörung aus. Im Oktober 2006 schockierte Nordkorea die Weltöffentlichkeit mit unterirdischen Atomwaffentests. Daraufhin beschloss der Uno-Sicherheitsrat einstimmig die Resolution 1718 , in der der Atomtest verurteilt und Handels- und Finanzsanktionen gegen Nordkorea verhängt wurden.

Im April 2009 startete Pjöngjang eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 mit einer Reichweite von Tausenden Kilometern. Angeblich wurde auch ein Kommunikationssatellit ins All gebracht. Als der Weltsicherheitsrat den Raketenstart verurteilte, brach Pjöngjang die Sechs-Parteien-Gespräche erneut ab und kündigte die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Atomzentrums Yongbyon an. Am 25. Mai kam es zum zweiten unterirdischen Atombombentest. Die Sprengkraft der getesteten Atombombe wird seismologischen Messungen zufolge auf zehn bis 20 Kilotonnen geschätzt, das entspricht der Vernichtungskraft der Bombe, die 1945 Hiroshima zerstörte. Nur einen Tag später startete das Regime zwei Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von 130 Kilometern.

Nord- und Südkorea

Nordkorea und Kim Jong Il
REUTERS

Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
Korea-Krieg
AP

Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
Südkorea
Am 15. August 1948 wurde die Republik Korea gegründet. Staatspräsident ist Lee Myung Bak , der im Dezember 2007 die Präsidentschaftswahlen gewann und seit Februar 2008 im Amt ist. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte Südkorea dank seiner exportorientierten Wirtschaftspolitik und der großzügigen Unterstützung Japans und der USA einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Militärische Stärke

Militär in Nord- und Südkorea

Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
Korvetten 5 28
taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76

(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)

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