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Wissenschaft

Unfall am LHC

Wiesel löst Kurzschluss am Teilchenbeschleuniger aus

Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger am Cern muss vorübergehend abgeschaltet werden: Ein Wiesel hatte einen Trafo außer Gefecht gesetzt. Für das Tier ging der Zwischenfall nicht glimpflich aus.

DPA

Teilchenbeschleuniger LHC

Samstag, 30.04.2016   10:27 Uhr

Ein Wiesel hat einen Kurzschluss am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC ausgelöst und damit für die Abschaltung der Forschungsanlage an der französisch-schweizerischen Grenze gesorgt.

Es habe am Freitag um 5.30 Uhr eine "schwere Stromstörung" gegeben, erklärte die Europäische Organisation für Kernforschung (Cern), die den Teilchenbeschleuniger betreibt.

Ein Wiesel sei an einen 66-Kilovolt-Transformator geraten und habe dadurch einen Kurzschluss ausgelöst, hieß es zur Ursache. Die Stromverbindungen seien beschädigt worden. Cern-Sprecher Arnaud Marsollier sagte dem Rundfunksender BBC, es werde einige Tage dauern, den Schaden zu reparieren. Das Tier überlebte den Stromschlag den Angaben zufolge nicht.

Im Large Hadron Collider (Großer Hadronen-Speicherring, LHC) lassen Wissenschaftler seit mehreren Jahren in unterschiedlichen Experimenten über hundert Meter unter der Erde Protonen fast mit Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen. Dabei hoffen die Forscher auf Spuren neu entstandener Teilchen.

Auf diese Weise war 2012 am LHC das lange gesuchte Higgs-Boson nachgewiesen worden, das auch "Gottesteilchen" genannt wird und anderen Teilchen ihre Masse verleiht.

mhe/afp

insgesamt 34 Beiträge
helmut.alt 30.04.2016
1.
Für mich unverständlich dass Tiere Zugang zu so sensiblen Versorgungseinrichtungen haben. Der Schaden wird mit Sicherheit in die Hunderttausende gehen.
Für mich unverständlich dass Tiere Zugang zu so sensiblen Versorgungseinrichtungen haben. Der Schaden wird mit Sicherheit in die Hunderttausende gehen.
wobmp 30.04.2016
2. @1
Trafos stehen im allgemeinen draußen und haben Belüftungsschlitze im die Wärme los zu werden. Eben durch diese Schlitze wird das Wesel rein gekommen sein. In Deutschland stehen tausende Trafos in der Landschaft rum. Die [...]
Trafos stehen im allgemeinen draußen und haben Belüftungsschlitze im die Wärme los zu werden. Eben durch diese Schlitze wird das Wesel rein gekommen sein. In Deutschland stehen tausende Trafos in der Landschaft rum. Die Wahrscheinlichkeit das ein Tier rein sich in einem Trafo verirrt ist wohl äußerst gering.
sikasuu 30.04.2016
3. Mäuse, Marder, Wiesel, kl Nagetiere im Allgemeinen.....
kommen (wenigstens in Bauten) überall rein. Nicht umsonst gib es das gefügelte Wort "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!" wenn du mal gesehen hast, wie so eine z.B. über einen Festmacherleine trotz Abweiser [...]
Zitat von helmut.altFür mich unverständlich dass Tiere Zugang zu so sensiblen Versorgungseinrichtungen haben. Der Schaden wird mit Sicherheit in die Hunderttausende gehen.
kommen (wenigstens in Bauten) überall rein. Nicht umsonst gib es das gefügelte Wort "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!" wenn du mal gesehen hast, wie so eine z.B. über einen Festmacherleine trotz Abweiser auf ein Schiff turnt, glaubst di an alles:-)) . Schade im den kleinen "Attentäter" an selbstmord/unfall hat der bestimmt nicht gedacht aber 66KV hat auch größeres vom "Hocker".
stoiker1.9 30.04.2016
4. Hoppla
Die Natur schlägt zurück .
Die Natur schlägt zurück .
EdithSauer 30.04.2016
5. wunderbar...
... ein kleines Wiesel opfert sein Leben, um den profiliertesten Wissenschaftlern weltweit auf der Suche nach dem 'Lieben Gott' ihre (irdischen) Grenzen aufzuzeigen...
... ein kleines Wiesel opfert sein Leben, um den profiliertesten Wissenschaftlern weltweit auf der Suche nach dem 'Lieben Gott' ihre (irdischen) Grenzen aufzuzeigen...

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