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Wissenschaft

Tokio 2020

Schrott-Medaillen für Olympische Spiele

2700 Kilo Bronze, 4100 Kilo Silber und 30 Kilo Gold werden zur Herstellung der Olympiamedaillen benötigt. Das Edelmetall soll in Japan aus alten Smartphones und Laptops gewonnen werden.

Getty Images

Medaille der Olympischen Spiele in Seoul 2017 (Archiv)

Freitag, 08.02.2019   10:26 Uhr

Die Materialien für die Medaillen der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio werden aus recyceltem Elektronik-Schrott gewonnen. Dies teilten die Veranstalter in Tokio mit.

Seit 2017 läuft demnach ein Projekt, in dem unter anderem weggeworfene Smartphones oder Laptops ausgeschlachtet werden, um daraus wertvolle Metalle zu gewinnen. Die Menschen in Japan können ihre Altgeräte gezielt für diesen Zweck spenden. Auch Industrieabfälle werden verwendet.

"Es ist zu erwarten, dass die restlichen Mengen an Metallen für die olympischen und paralympischen Medaillen aus den bereits gespendeten Geräten gewonnen werden können", hieß es in einer Stellungnahme.

Genug Bronze ist schon da

Für die begehrten Auszeichnungen brauchen die Veranstalter 2700 Kilo Bronze, 4100 Kilo Silber und 30 Kilo Gold. Bronze liegt bereits in ausreichender Menge vor, auch beim Gold und Silber fehlt nicht mehr viel.

Bereits bei vorherigen Spielen wurden recycelte Metalle für die Anfertigung der Medaillen genutzt, in Rio de Janeiro 2016 wurden 30 Prozent der Bronze und des Silbers auf diesem Wege gewonnen. Das Design der Medaillen für Tokio soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

jme/dpa

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